Verlegewerkstoffe wachsen im ersten Halbjahr 2026 um 8,8 Prozent, während der europäische Laminatabsatz 2025 um 6,5 Prozent zurückging
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Sonntag, Aug. 30, 2026
Die Absatzzahlen der Belagshersteller zeichnen ein anderes Bild. Der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller (EPLF) meldete am 12. März 2026 für das Jahr 2025 einen Gesamtabsatz seiner Mitglieder von 263,4 Millionen Quadratmetern, nach 281,6 Millionen Quadratmetern im Jahr 2024.
Der Zuwachs beim Bodenaufbau, gemessen am ersten Halbjahr
Umsatz und Ergebnis entwickeln sich beim Ulmer Hersteller unterschiedlich. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag laut Halbjahresmitteilung mit 20,7 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahreswert von 20,4 Millionen Euro, die Marge sank von 8,1 auf 7,5 Prozent. Als Gründe nennt das Unternehmen gestiegene Energiepreise, schwankende Rohstoffpreise und Störungen in den Lieferketten.
Vier Kennziffern beschreiben die Lage:
Wo der Laminatabsatz am stärksten nachgab
Laut EPLF entfielen 2025 mehr als 80 Prozent des Absatzes der Mitglieder auf Europa. Westeuropa kam auf 151,8 Millionen Quadratmeter und damit auf einen Rückgang von 5,62 Prozent, Osteuropa legte dagegen auf 61,6 Millionen Quadratmeter zu. Außerhalb Europas fielen die Verluste deutlich schärfer aus.
Ein schrumpfender Belagsabsatz bei wachsendem Verbrauch an Untergrundmaterial deutet auf Erneuerungen im Bestand hin. Ob eine Fläche selbst verlegt oder vergeben wird, entscheidet dabei über einen erheblichen Teil der Kosten. Eine Gegenüberstellung von Boden selbst verlegen oder verlegen lassen benennt die Aufgaben, die Erfahrung voraussetzen.
Warum die Marge trotz Wachstum sinkt
Wachsender Umsatz bei gleichbleibendem Ergebnis bedeutet, dass Kostensteigerungen nicht vollständig weitergegeben werden. Der Ulmer Hersteller erwartet für das Geschäftsjahr 2026 leicht steigende Umsatzerlöse und zugleich einen leichten bis moderaten Rückgang beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
„Ein Markt, in dem der Untergrund wächst und der Belag schrumpft, erneuert vor allem Bestehendes. Wer eine alte Fläche überarbeitet, sollte die Vorarbeit im Budget nicht als Nebenposten behandeln“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was Erneuerungen im Bestand vom Neubau unterscheidet
Eine Sanierung beginnt selten auf einem ebenen Untergrund. Alte Kleberreste, Höhenunterschiede zu angrenzenden Räumen und Restfeuchte im Estrich bestimmen, wie viel Material vor dem eigentlichen Belag verbraucht wird. Genau dieser Aufwand erklärt, warum der Absatz von Grundierungen und Spachtelmassen anders verläuft als der Quadratmeterabsatz der Belagshersteller.
Beide Kennzahlen stammen aus dem Sommer 2026 beziehungsweise aus dem Frühjahr 2026 und beschreiben denselben Markt aus zwei Blickwinkeln. Für die kommende Heizperiode ab Oktober 2026 bleibt die Verträglichkeit des Belags mit einer Fußbodenheizung das häufigste Auswahlkriterium im Bestand.
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