Digitalisierungsgrad im Gebäudebetrieb: Nur elf Prozent der Facility-Service-Anbieter setzen KI-gestützte Lösungen ein, 64 Prozent fehlt das Budget
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Samstag, Aug. 29, 2026
Was die befragten Dienstleister über ihre Systemlandschaft berichten
Der Digitalisierungsgrad in den operativen Services fällt der Studie zufolge sehr unterschiedlich aus. 30 Prozent der Befragten arbeiten in einer integrierten Systemlandschaft, ein weiteres Drittel mit standardisierten digitalen Prozessketten. 26 Prozent setzen bislang nur einzelne digitale Werkzeuge ein, ohne sie miteinander zu verbinden.
Gerade in der Instandhaltung entscheidet diese Anbindung darüber, ob Wartungsintervalle aus Anlagendaten abgeleitet oder weiter nach Kalender geplant werden. Welche Strategien dabei zur Auswahl stehen, beschreibt eine Übersicht zur Instandhaltung technischer Gebäudeausrüstung.
Der Markt wächst langsamer als in den Boomjahren zuvor
Nach Angaben von Lünendonk und Hossenfelder erreichte der deutsche Facility-Service-Markt 2025 ein Volumen von 68,7 Milliarden Euro und wuchs damit um 2,7 Prozent. Die 76 untersuchten Unternehmen legten im selben Zeitraum im Schnitt deutlich stärker zu als der Gesamtmarkt.
Aus der Auswertung ergeben sich für das Geschäftsjahr 2025 folgende Werte:
Fehlende Budgets bremsen die Investitionen im Bestand
Laut der Auswertung nennen 64 Prozent der Studienteilnehmer fehlende Budgets und eine geringe Investitionsbereitschaft als größte Hürde für Digitalisierungsvorhaben. Das Hindernis liegt damit nicht in der Technik, sondern in der Finanzierung durch die Auftraggeber. Ein Viertel der Befragten beobachtet zugleich, dass Auftraggeber Dienstleister früher einbinden, nämlich bereits in der Planungsphase eines Gebäudes.
„Ein Betreiber, der Wartung weiter nach Kalender plant, zahlt die fehlende Datenanbindung in Form von Notfalleinsätzen. Diese Rechnung taucht in keinem Digitalisierungsbudget auf, sondern im Instandhaltungsetat“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Was die Zahlen für Betreiber von Bestandsgebäuden bedeuten
Betreiber vergeben Leistungen an Dienstleister mit sehr verschiedenem Digitalisierungsgrad. Die Studie beschreibt den Zustand der Anbieterseite, nicht den der Auftraggeber; wer im Herbst 2026 eine Ausschreibung vorbereitet, kann die Systemanbindung jedoch als eigenes Kriterium abfragen. Ob Anlagendaten überhaupt in einer Form vorliegen, die ein Dienstleister übernehmen kann, entscheidet sich lange vor der Vergabe.
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