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Mittwoch, Mai 27, 2026
Unter den teilnehmenden Unternehmen war auch die BLANC & FISCHER Group. Der Konzern umfasst unter anderem die E.G.O.-Gruppe, die Heiz- und Steuerungskomponenten für die Hausgeräteindustrie liefert. Zweites großes Standbein ist BLANCO, der Spezialist für den Küchenwasserplatz, bestehend aus Spüle, Trinksystem bzw. Armatur und Abfallsystem.
Sie kommen aus Ländern wie Belarus, der Türkei, Peru oder Vietnam nach Oberderdingen im Landkreis Karlsruhe, wo BLANC & FISCHER seinen Hauptsitz hat. Zwei Dinge haben die elf jungen Frauen und Männer gemeinsam, die beim mittelständischen Konzern in Familienhand aufeinandertreffen: Sie sind alle Studierende der Technischen Universität München (TUM). Und sie tauschen bei der Projektwoche „1.000+“ für fünf Tage den Vorlesungssaal gegen einen Arbeitsplatz in der Industrie.
Die traditionsreiche BLANC & FISCHER Group ist mittlerweile ein alter Hase bei „1.000+“: Bereits zum dritten Mal empfangen die Oberderdinger im Rahmen der Projektwoche TUM-Studierende im modernen Firmensitz. Genauso vielfältig wie der Konzern sind die Projektaufgaben für die hochqualifizierten Hospitierenden: Bei BLANC & FISCHER Corporate Services – hier sind übergeordnete Steuerungs- und Dienstleistungsaufgaben beheimatet – geht es allgemein um Strategien, um Nachhaltigkeit konsequent in den Geschäftsprozessen zu verankern. Die Projektgruppe bei BLANCO entwirft eine emotionale Benutzeroberfläche für den Wasserplatz in der Küche der Zukunft.
Mehr Ideen durch diverse Gruppen
Technischer geht es bei der E.G.O.-Gruppe (E.G.O.) zu, einem der weltweit führenden Zulieferer und Lösungspartner für Komponenten, Systeme und Dienstleistungen in der Hausgeräteindustrie: Hier befasst sich eine Gruppe damit, wie das Testverfahren für das Füll- und Isoliermaterial Magnesiumoxid schneller und effizienter gestaltet werden kann. Auch das zweite Projekt bei E.G.O. dreht sich um Prozessoptimierung: Die Studierenden entwickeln und vergleichen neue Methoden für das sogenannte PCB Depaneling – das Trennen einzelner Leiterplatten aus einem größeren Fertigungspanel.
Von morgens bis abends sitzen die jungen Frauen und Männer von morgens bis abends zusammen, entwerfen gemeinsam neue Lösungen und diskutieren sich die Köpfe heiß. Dass die Gruppen so divers zusammengesetzt sind, kommt ihnen entgegen: „Es ist das erste Mal, dass ich mit Studierenden außerhalb meines Campus und außerhalb der TUM School of Management zusammenarbeite“, sagt etwa Thi Anh Hong Mai, die am TUM Campus Heilbronn Management & Digital Technology studiert. „Von meinen neuen Freunden aus den ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen kann ich sehr viel lernen.“
Kreative und praxisnahe Lösungen
Spannend wird es am letzten Tag, als die Studierenden ihre Lösungen präsentieren. Die Ergebnisse sind praxisnah und kreativ: Nachhaltigkeit kann nur erfolgreich sein, wenn die Qualität weiterhin stimmt und Kundenbedürfnisse berücksichtigt werden. Der Fokus auf komplette Systeme ist erfolgsversprechender als auf individuelle Produkte – so die Erkenntnisse der Gruppe bei BLANC & FISCHER Corporate Services. Das Team bei BLANCO hat eine ausgeklügelte Benutzeroberfläche entwickelt, die gezielt mit beruhigenden Licht- und Soundeffekten arbeitet. Für das Testverfahren von Magnesiumoxid stellt eine der beiden Gruppen von E.G.O. ein Konzept vor, das eine Zeitersparnis von bis zu 97 Prozent ermöglichen könnte. Beim PCB Depaneling erweisen sich laut der zweiten Gruppe von E.G.O. Inline-Blade-Verfahren – also automatisierte Trennprozesse innerhalb der Produktionslinie – sowie Laserlösungen als besonders geeignet.
Wertvoller Austausch von Perspektiven
Am Ende profitieren beide Seiten von der Projektwoche. Die Studierenden heben vor allem die wertvollen Einblicke in die Praxis hervor: „Ich fand es spannend, mich in Themen einzuarbeiten, die für mich neu waren. Ich bekam die Gelegenheit, fast zwei Tage lang intensiv zu recherchieren, um eine Lösung entwickeln zu können.““, sagt Yahor Busko, Information Engineering-Student am TUM Campus Heilbronn. Auch Büşra Tuncel Şekerci, die in Heilbronn Management & Digital Technology studiert, betont: „Für mich war es besonders interessant, dass die BLANC & FISCHER Group so unterschiedliche Unternehmen unter einem Dach vereint. So konnte ich nicht nur BLANCO kennenlernen, sondern auch in die Produktion von E.G.O. reinschauen, was sehr lehrreich war.“
Auch die Betreuerinnen und Betreuer bei BLANC & FISCHER sind zufrieden: „Es war wirklich großartig, diese jungen, motivierten Menschen bei uns zu haben. Besonders wertvoll war ihr Blick von außen“, sagt Kristina Zimmermann, die das Thema Nachhaltigkeit im konzernweiten Einkauf vorantreibt. Ihre Kollegin Luisa Schiebel, aus dem Nachhaltigkeitsteam bei BLANC & FISCHER , sieht es genauso: „Die Studierenden denken natürlich stärker außerhalb gewohnter Muster als wir, die täglich in unserem Unternehmenskontext arbeiten.“
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