Renault Zoe ausgebrannt: Rückrufe warnen vor Brandgefahr bei der Hochvoltbatterie
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Samstag, Nov. 7, 2026
Die Brandgefahr durch fehlerhafte Hochvoltbatterien ist für Besitzer von Elektroautos ein reales Problem. Nach dem Brand eines Renault Zoe am 26. Oktober 2026 in Ettenheim (Kreis Ortenau) stellt sich nun die Frage, ob auch dort die Antriebsbatterie das Feuer ausgelöst hat. Die Badische Zeitung berichtet am 27. Oktober 2026 über den Vorfall und einen von der Polizei vermuteten technischen Defekt. Recherchen von Dr. Stoll & Sauer bestätigen das Fahrzeugmodell und zeigen: Für bestimmte Zoe gibt es bereits KBA-Rückrufe und Warnmeldungen im EU-System Safety Gate wegen Brandgefahr. Dabei steht stets die Hochvoltbatterie im Fokus. Die Kanzlei rät Verbrauchern, deren Fahrzeug von einem Batterie-Rückruf betroffen ist, ihre Rechte prüfen zu lassen, und bietet dafür eine kostenlose Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check an. Verpflichtende Rückrufe liegen beispielsweise auch gegen Mercedes, Ford, VW, Audi oder Cupra sowie Renault, Opel und Porsche vor.
Was zum Brand in Ettenheim bekannt ist
Nach Recherchen von Dr. Stoll & Sauer handelte es sich bei dem ausgebrannten Elektroauto um einen Renault Zoe. Das Polizeipräsidium Offenburg bestätigte der Kanzlei das Fahrzeugmodell auf Nachfrage.
Nach dem Bericht der Badischen Zeitung vom 27. Oktober 2026 ging der Alarm kurz nach 18 Uhr ein. Das in einer Garage in der Straße Im Bienle abgestellte Elektroauto stand beim Eintreffen der Feuerwehr bereits vollständig in Flammen; das Feuer erfasste die Fassade des Hauses.
Die Zeitung schildert unter Berufung auf Ettenheims Polizeipostenleiter Jochen Brehm und Feuerwehrkommandant Christian Mösch folgende Einzelheiten:
Drei Rückrufe beim Renault Zoe wegen Brandgefahr
Die Recherche von Dr. Stoll & Sauer zeigt, dass für bestimmte Produktionsserien des Renault Zoe bereits Batteriefehler mit möglicher Brandgefahr dokumentiert sind. Die veröffentlichten KBA-Daten und die Warnungen des europäischen Schnellwarnsystems Safety Gate betreffen folgende Aktionen:
Diese Rückrufe betreffen jeweils bestimmte Fahrzeuge. Ob der Renault Zoe aus Ettenheim dazugehört und welche Arbeiten an ihm vorgenommen wurden, ist bislang nicht bekannt. Der mögliche Zusammenhang mit einem Batteriefehler muss deshalb am konkreten Fahrzeug untersucht werden. Aus anderen Orten in Deutschland liegen ebenfalls Berichte über ausgebrannte Renault Zoe vor, darunter aus Wernau und March.
Auch Mercedes und Ford kämpfen mit Batterieproblemen
Volkswagen ist mit diesen Problemen nicht allein. Bei Mercedes mussten zahlreiche Elektroautos der Baureihen EQA und EQB wegen möglicher Kurzschlüsse und Brandgefahr zurückgerufen werden.
Dr. Stoll & Sauer hat bereits vier erstinstanzliche Urteile im Zusammenhang mit den Mercedes-Batterieproblemen erstritten. Zuletzt verurteilte das Landgericht Dortmund mit Urteil vom 4. September 2026 Mercedes zur Zahlung von 37.843,35 Euro gegen Rückgabe eines EQA 250+ (Az. 3 O 300/25). Das Gericht bewertete das konkrete Brandrisiko als Sachmangel. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
Auch beim Ford Kuga Plug-in-Hybrid bestehen Batterieprobleme. Nach Rückmeldungen von Mandanten der Kanzlei können Softwaremaßnahmen zu verlängerten Ladezeiten und einer eingeschränkten nutzbaren Batteriekapazität führen. Darüber berichtete Dr. Stoll & Sauer am 16. September 2026 unter der Überschrift „Ford Kuga: Frust nach Software-Update wächst“.
Das Landgericht Regensburg verurteilte Ford außerdem mit Versäumnisurteil vom 27. Juli 2026 zur Rückabwicklung eines Kaufvertrags (Az. 84 O 872/26).
Welche Möglichkeiten betroffene Verbraucher haben
Aus Sicht von Dr. Stoll & Sauer können Verbraucher bereits bei einem nachgewiesenen Sicherheitsmangel Rechte geltend machen. Ein konkretes Brandrisiko oder erhebliche Einschränkungen beim Laden und Nutzen des Fahrzeugs können einen Sachmangel darstellen. Ein tatsächlicher Fahrzeugbrand ist dafür keine Voraussetzung.
Je nach Vertrag, Mangel und Verlauf der Reparatur kommen insbesondere folgende Möglichkeiten in Betracht:
Ein Rückruf führt allein noch nicht zu einem Rückgaberecht. Entscheidend sind der konkrete Mangel, die Möglichkeiten seiner dauerhaften Beseitigung, die Nutzungseinschränkungen und die Verjährung. Rückrufschreiben, Werkstattunterlagen und Belege über zusätzliche Kosten sollten deshalb aufbewahrt werden.
Dr. Stoll & Sauer bietet Verbrauchern, deren Elektroauto von einem Batterie-Rückruf betroffen ist, eine kostenlose Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check an. Dabei lässt sich prüfen, ob Nachbesserung, Minderung, Rückabwicklung oder Schadensersatz im konkreten Fall in Betracht kommen.
Dr. Stoll & Sauer gehört zu den führenden Verbraucherkanzleien in Deutschland. Die Kanzlei vertritt Verbraucher bundesweit unter anderem im Automobilrecht, bei Problemen mit Elektroautos und Hochvoltbatterien und bei weiteren verbraucherrelevanten Themen. Die Gesellschafter Dr. Ralf Stoll und Ralph Sauer führten für den Verbraucherzentrale Bundesverband die Musterfeststellungsklage gegen Volkswagen und verhandelten für rund 260.000 Verbraucher einen Vergleich über 830 Millionen Euro. Anwälte der Kanzlei vertreten den vzbv über eine Spezialgesellschaft auch in der Facebook-Sammelklage gegen Meta. Das JUVE-Handbuch hebt die Kompetenz beim Management von Massenverfahren hervor.
Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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