Seitenkanalverdichter versorgen pneumatische Weinpressen mit Prozessluft
Breaking News:
Seitenkanalverdichter versorgen pneumatische Weinpressen mit Prozessluft
Zahnverlust: Ursachen, Folgen und moderne Behandlungsmöglichkeiten
Platz 1 bei Event, Platz 2 bei Seminar: ANDERS Hotel erreicht bestes Ergebnis seiner Geschichte
German Tech Holding GmbH & Co. KGaA: Erneutes Auftauchen von anonymen Verleumdungsschreiben
Kathmandu Nepal
Donnerstag, Sep. 17, 2026
Während der Weinlese müssen große Mengen Trauben innerhalb begrenzter Zeit verarbeitet werden. Nach dem Einfüllen in eine pneumatische Weinpresse übernimmt eine flexible Membran den eigentlichen Pressvorgang.
Die Membran wird kontrolliert mit Luft beaufschlagt und dehnt sich innerhalb der geschlossenen Presstrommel aus. Dadurch werden die Trauben beziehungsweise die Maische gegen eine perforierte oder mit Entwässerungskanälen versehene Pressfläche gedrückt. Der austretende Most wird separat aufgefangen und zur weiteren Verarbeitung abgeleitet.
Ein Seitenkanalverdichter kann die für die Beaufschlagung der Membran erforderliche Prozessluft liefern. Dabei kommt die geförderte Luft nicht mit den Trauben oder dem Most in Kontakt, sofern das Presssystem konstruktiv entsprechend ausgeführt und die Membran unbeschädigt ist.
Prozessluft und Produktweg bleiben getrennt
Die Prozessluft wird über eine separate Leitung vom Seitenkanalverdichter zum Luftanschluss der Pressmembran geführt. Mit zunehmender Luftbeaufschlagung vergrößert sich das Volumen der Membran und der verfügbare Raum für das Pressgut wird kleiner.
Der Most tritt durch die dafür vorgesehenen Öffnungen aus und gelangt über einen eigenen Ablauf in eine Auffangwanne oder einen Sammelbehälter. Der Luftweg des Seitenkanalverdichters und der Flüssigkeitsweg des Mosts sind somit voneinander getrennt.
Trauben, Maische, Most oder Reinigungsflüssigkeit dürfen nicht in den Seitenkanalverdichter gelangen. Das Gerät ist für die Förderung gasförmiger Medien vorgesehen und darf nicht als Flüssigkeitspumpe eingesetzt werden.
Pressdruck stufenweise aufbauen
Bei der Weinbereitung soll der Pressvorgang kontrolliert erfolgen. Ein zu schneller oder zu hoher Druckaufbau kann das Pressgut unnötig stark belasten. Die Prozessluftversorgung muss daher in die Steuerung der Weinpresse eingebunden und entsprechend geregelt werden.
Abhängig vom Pressprogramm kann die Membran schrittweise beaufschlagt werden. Zwischen den einzelnen Pressstufen können Entlastungs- oder Auflockerungsphasen vorgesehen sein, damit sich das Pressgut innerhalb der Trommel neu verteilt.
Der Seitenkanalverdichter stellt dafür den erforderlichen Luftstrom bereit. Die konkrete Druckregelung, die zulässigen Pressstufen und der zeitliche Ablauf werden jedoch durch die Ausführung und Steuerung der Weinpresse bestimmt.
Die Vorgaben des Pressenherstellers sind deshalb verbindlich zu beachten. Nicht jede pneumatische Weinpresse ist automatisch für den direkten Anschluss eines Seitenkanalverdichters geeignet.
Volumenstrom und Druck gemeinsam betrachten
Für die Auswahl des Seitenkanalverdichters müssen sowohl der erforderliche Luftvolumenstrom als auch der benötigte Betriebsdruck bekannt sein.
Ein hoher Volumenstrom kann die Membran schneller füllen. Mit zunehmendem Druck verändert sich jedoch der erreichbare Volumenstrom des Verdichters. Der maximale Volumenstrom und der maximale Druck eines Seitenkanalverdichters stehen normalerweise nicht gleichzeitig zur Verfügung.
Maßgeblich ist der tatsächliche Betriebspunkt. Dieser ergibt sich aus der Kennlinie des Verdichters und dem Widerstand des angeschlossenen Systems. Neben der Membran beeinflussen insbesondere folgende Komponenten den Betriebspunkt:
– Länge und Querschnitt der Luftleitung
– Bögen, Kupplungen und Armaturen
– Regel- und Absperrventile
– Rückschlagventile
– Filter und Schalldämpfer
– Anschlussquerschnitt der Weinpresse
– erforderlicher Druck innerhalb der Membran
Der Seitenkanalverdichter muss den benötigten Volumenstrom bei dem tatsächlich erforderlichen Pressdruck bereitstellen. Eine Auswahl ausschließlich anhand der angegebenen Maximalwerte ist nicht ausreichend.
Größe der Membran beeinflusst die Füllzeit
Das Luftvolumen der Membran und die gewünschte Zeit für den Druckaufbau bestimmen wesentlich, welcher Volumenstrom benötigt wird. Bei einer großen Presse muss während einer Füllphase mehr Luft bereitgestellt werden als bei einer kleineren Anlage.
Neben dem maximalen Membranvolumen sind das vorgesehene Pressprogramm und die Zahl der täglichen Presszyklen relevant. Für eine belastbare Vorauswahl werden deshalb Angaben zur Pressengröße, zur gewünschten Füllzeit und zum zeitlichen Verlauf der Druckstufen benötigt.
Auch Entlastungsphasen sind zu berücksichtigen. Je nach Anlagenkonzept wird die Luft aus der Membran kontrolliert abgelassen oder über die Steuerung der Presse geführt. Der Seitenkanalverdichter ersetzt keine Ventile, Druckregelung oder Sicherheitseinrichtungen der Weinpresse.
Prozessluft sauber zuführen
Die angesaugte Luft sollte frei von störenden Partikeln und für die vorgesehene Anwendung geeignet sein. Ein Ansaugfilter schützt den Seitenkanalverdichter und das angeschlossene Leitungssystem vor Verunreinigungen.
Der Filterzustand muss regelmäßig kontrolliert werden. Ein zugesetzter Ansaugfilter erhöht den Anlagenwiderstand, verringert den verfügbaren Volumenstrom und kann die Belastung des Verdichters verändern.
Der Ansaugbereich sollte so gewählt werden, dass keine Reinigungsflüssigkeiten, Spritzwasser oder größere Mengen feuchter Abluft eingesaugt werden. Abhängig vom Aufstellungsort können zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sein.
Hygienische Trennung erhalten
Auch wenn die Prozessluft bei intakter Membran nicht unmittelbar mit Trauben oder Most in Berührung kommt, muss das Gesamtsystem für den Einsatz in einer Umgebung der Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung geeignet sein.
Luftleitungen und Anschlüsse sollten so verlegt werden, dass sie gereinigt und kontrolliert werden können. Beschädigungen der Membran oder Undichtigkeiten an den Anschlüssen müssen rechtzeitig erkannt werden.
Bei der Reinigung der Weinpresse ist sicherzustellen, dass Wasser und Reinigungsmittel nicht über die Luftleitung in den Seitenkanalverdichter gelangen. Gegebenenfalls sind Rückschlagventile, geeignete Absperrungen oder weitere Trenneinrichtungen vorzusehen.
Betriebsdauer und Wärmeentwicklung berücksichtigen
Während des Betriebs erwärmen sich der Seitenkanalverdichter und die geförderte Luft. Die tatsächlich entstehende Temperatur hängt unter anderem vom Betriebspunkt, der Laufzeit, dem Druckverhältnis und der Umgebungstemperatur ab.
Der Verdichter benötigt ausreichend Kühlluft. Kühlflächen und Lüftungsöffnungen dürfen nicht blockiert werden. Wird das Gerät eingehaust oder in einem geschlossenen Technikraum aufgestellt, muss die Betriebswärme zuverlässig abgeführt werden.
Die zulässigen Temperaturgrenzen der Weinpresse, der Membran und der Luftleitungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. Die Eignung der Prozesslufttemperatur muss anhand der konkreten Anlage geprüft werden.
Sicherheits- und ATEX-Anforderungen prüfen
Der erforderliche Pressdruck darf die zulässigen Grenzwerte der Membran und des Pressbehälters nicht überschreiten. Eine geeignete Druckbegrenzung und Überwachung müssen Bestandteil des Anlagenkonzepts sein.
Ob am Aufstellungsort besondere Explosionsschutzanforderungen bestehen, ist anhand der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung zu klären. Dabei sind unter anderem mögliche alkoholhaltige Dämpfe, eingesetzte Reinigungsmittel und die örtlichen Lüftungsverhältnisse zu berücksichtigen.
Eine ATEX-Ausführung darf nur anhand der tatsächlichen Zoneneinteilung und der erforderlichen Gerätekategorie ausgewählt werden. Ohne ausgewiesene explosionsfähige Atmosphäre kann häufig eine wirtschaftlichere Standardausführung eingesetzt werden.
Technische Vorauswahl durch SKVTechnik
Für die Vorauswahl eines geeigneten Seitenkanalverdichters werden insbesondere folgende Angaben benötigt:
– Hersteller und Typ der Weinpresse
– Trommel- beziehungsweise Pressenvolumen
– maximales Luftvolumen der Membran
– erforderlicher Pressdruck
– gewünschte Zeit für den Druckaufbau
– Verlauf und Anzahl der Pressstufen
– Zahl der Presszyklen pro Tag
– Länge und Querschnitt der Luftleitung
– Druckverluste von Ventilen und Einbauten
– Umgebungstemperatur und Aufstellungsort
– Anforderungen an Luftqualität und Filtration
– mögliche ATEX-Zone
SKVTechnik unterstützt Weinbaubetriebe, Anlagenbauer und Pressenhersteller bei der technischen Vorauswahl eines geeigneten Seitenkanalverdichters. Die endgültige Gerätefestlegung erfolgt anhand des tatsächlichen Betriebspunktes und der technischen Vorgaben des Pressenherstellers.
Weiterführende Informationen:
Seit 2012 ist SKVTechnik Ihr verlässlicher Partner für Seitenkanalverdichter, Schallschutzhauben, Umschaltventile und das notwendige Zubehör für einen reibungslosen Betrieb. Unser Sortiment umfasst Seitenkanalverdichter in allen gängigen Ausführungen – sowohl für den normalen als auch für den ATEX-Einsatz. Ganz gleich, ob Sie Lösungen für den Blasdruck- oder Saudruck-Bereich benötigen, wir bieten passende Geräte, die allen Anforderungen an Volumenströme gerecht werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung und engen Zusammenarbeit mit Hersteller-Ingenieuren garantieren wir individuelle Lösungen und höchste Zufriedenheit bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Vertrauen Sie auf SKVTechnik – Ihr Experte für Seitenkanalverdichter.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.skvtechnik.de.
SKVTechnik
Burgstraße 25
08523 Plauen
Telefon: +49 (3741) 2510951
Telefax: +49 (3741) 2510952
https://www.skvtechnik.de/
![]()