Seitenkanalverdichter versorgen Biofilter mit Prozessluft
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Freitag, Sep. 11, 2026
Biogasanlagen erzeugen nicht nur verwertbares Gas. An Annahmestellen, Fermentern, Gärrestlagern und weiteren Anlagenbereichen kann außerdem geruchsbelastete Abluft entstehen. Biofilter und Abluftwäscher übernehmen die Aufgabe, diese Abluft zu behandeln und Geruchsemissionen zu reduzieren.
Damit die Abluft gleichmäßig durch das Filtermaterial oder die Waschstufe geführt werden kann, wird ein definierter Luftstrom benötigt. Seitenkanalverdichter eignen sich für solche luftseitigen Nebenprozesse, wenn ein vergleichsweise großer Volumenstrom bei einem niedrigen bis mittleren Differenzdruck bereitgestellt werden muss.
Der Anlagenwiderstand bestimmt den erforderlichen Betriebspunkt
Bei der Auswahl eines Seitenkanalverdichters genügt es nicht, ausschließlich den gewünschten Volumenstrom zu betrachten. Rohrleitungen, Bögen, Armaturen, Filterflächen, Packungen und weitere Bauteile erzeugen Druckverluste. Auch der Verschmutzungsgrad eines Biofilters kann den Widerstand während des Betriebs erhöhen.
Der erforderliche Betriebspunkt ergibt sich deshalb aus dem benötigten Luftvolumenstrom und dem gesamten Druckverlust der Anlage. Die Leistungskennlinie des Seitenkanalverdichters zeigt, welcher Volumenstrom beim tatsächlich erforderlichen Differenzdruck zur Verfügung steht.
Die angegebenen maximalen Werte für Volumenstrom und Druck dürfen dabei nicht miteinander kombiniert werden. Sie beschreiben unterschiedliche Punkte der Kennlinie. Eine technische Vorauswahl erfolgt daher immer auf Grundlage der konkreten Prozess- und Leitungsdaten.
Konkretes Gerätebeispiel aus dem SKVTechnik-Sortiment
Als mögliches Gerätebeispiel wird der Seitenkanalverdichter e5MSMOR mit 1,1 kW IE3WR-Motor betrachtet. Das Gerät erreicht einen maximalen Volumenstrom von 263 m³/h sowie maximal +125 mbar Überdruck beziehungsweise −125 mbar Unterdruck.
Die Ausführung ist mit ATEX II 3GD T3 angegeben. Der IE3-Weitspannungsmotor ist für den Betrieb mit Frequenzumrichter geeignet. Dadurch kann der bereitgestellte Luftstrom innerhalb der technisch zulässigen Betriebsgrenzen an unterschiedliche Prozesszustände angepasst werden.
Ob dieses Gerät für eine konkrete Abluftbehandlungsanlage geeignet ist, hängt vom benötigten Betriebspunkt, dem Leitungssystem, der Filterausführung und den Umgebungsbedingungen ab. Das Beispiel ersetzt deshalb keine projektbezogene Auslegung.
ATEX und Korrosionsschutz getrennt bewerten
Bei Abluftbehandlungssystemen muss zunächst geklärt werden, welches Medium tatsächlich durch den Seitenkanalverdichter geführt wird. Wird ausschließlich Umgebungsluft gefördert und befindet sich das Gerät außerhalb eines explosionsgefährdeten Bereichs, kann die Bewertung anders ausfallen als bei direktem Kontakt mit biogashaltiger Abluft.
Die ATEX-Ausführung beschreibt die Eignung des Gerätes für entsprechend festgelegte explosionsgefährdete Bereiche. Sie ist jedoch nicht automatisch mit einem erhöhten Korrosionsschutz gleichzusetzen.
Feuchtigkeit, Kondensat und aggressive Bestandteile der Abluft können die inneren Bauteile eines Seitenkanalverdichters belasten. Deshalb sind ATEX-Anforderung und Korrosionsbelastung separat zu prüfen. Für das betrachtete Modell können unter anderem eine Oberflächenbehandlung und eine abgedichtete Ausführung angefragt werden. Weitere Schutzmaßnahmen werden abhängig von Medium, Feuchte, Temperatur und Betriebsweise festgelegt.
Gleichmäßige Luftversorgung statt unnötiger Leistungsreserven
Ein zu klein ausgelegter Seitenkanalverdichter kann den benötigten Luftstrom bei zunehmendem Filterwiderstand möglicherweise nicht mehr bereitstellen. Eine unnötig große Maschine verursacht dagegen höhere Anschaffungs- und Betriebskosten.
Ziel der Auslegung ist daher ein Betriebspunkt, der den erforderlichen Luftstrom zuverlässig abdeckt und gleichzeitig ausreichende Reserven für betriebliche Veränderungen berücksichtigt. Bei wechselndem Bedarf kann eine geeignete Drehzahlregelung dazu beitragen, den Volumenstrom an den Prozess anzupassen.
Für die technische Vorauswahl werden insbesondere folgende Angaben benötigt:
– erforderlicher Luftvolumenstrom
– benötigter Überdruck oder Unterdruck
– Druckverlust des Biofilters oder Abluftwäschers
– Länge, Durchmesser und Verlauf der Rohrleitungen
– Art und Zusammensetzung der geförderten Luft
– Feuchtigkeit, Kondensatanfall und Temperatur
– geplanter Dauer- oder Intervallbetrieb
– Aufstellungsort und Umgebungsbedingungen
– vorhandene ATEX-Zoneneinteilung
– erforderliche Korrosionsschutzmaßnahmen
– elektrische Anschlussdaten und gewünschte Regelung
SKVTechnik unterstützt bei der technischen Vorauswahl eines passenden Seitenkanalverdichters. Die endgültige Auslegung erfolgt anhand der Anlagenkennlinie und der projektspezifischen Betriebsbedingungen.
Weitere Informationen zur Anwendung:
https://www.skvtechnik.de/biogas-seitenkanalverdichter/belueftung-von-abluftbehandlungs-systemen/
Übersicht der Einsatzmöglichkeiten von Seitenkanalverdichtern in Biogasanlagen:
Seit 2012 ist SKVTechnik Ihr verlässlicher Partner für Seitenkanalverdichter, Schallschutzhauben, Umschaltventile und das notwendige Zubehör für einen reibungslosen Betrieb. Unser Sortiment umfasst Seitenkanalverdichter in allen gängigen Ausführungen – sowohl für den normalen als auch für den ATEX-Einsatz. Ganz gleich, ob Sie Lösungen für den Blasdruck- oder Saudruck-Bereich benötigen, wir bieten passende Geräte, die allen Anforderungen an Volumenströme gerecht werden. Dank unserer langjährigen Erfahrung und engen Zusammenarbeit mit Hersteller-Ingenieuren garantieren wir individuelle Lösungen und höchste Zufriedenheit bei der Umsetzung von Kundenprojekten. Vertrauen Sie auf SKVTechnik – Ihr Experte für Seitenkanalverdichter.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.skvtechnik.de.
SKVTechnik
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https://www.skvtechnik.de/
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