Bentley Bentayga Hybrid: Brandgefahr durch Hochvoltbatterie
Bentley ruft weltweit 558 Bentayga Hybrid wegen möglicher Brandgefahr an der Hochvoltbatterie zurück. In Deutschland sind nach den zum KBA-Rückruf 15895R veröffentlichten Angaben 32 Fahrzeuge betroffen. Die europäische Produktsicherheitsplattform Safety Gate veröffentlichte die Warnung SR/00085/26 am 16. Januar 2026 und stuft das Risiko als „ernst“ ein: Zellmodule der Hochvoltbatterie können sich beim Laden überhitzen und im schlimmsten Fall einen Fahrzeugbrand auslösen.
Die Verbraucherrechtskanzlei Dr. Stoll & Sauer rät betroffenen Haltern, den Rückruf ernst zu nehmen und ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen zu lassen. Gerade bei sicherheitsrelevanten Problemen der Hochvoltbatterie können je nach Einzelfall Ansprüche gegenüber Verkäufer oder Hersteller in Betracht kommen. Eine kostenlose Ersteinschätzung bietet die Kanzlei im E-Mobilitäts-Online-Check.
Bentley-Rückruf RE25/46: Hochvoltbatterie kann beim Laden überhitzen
Betroffen sind Bentley Bentayga Hybrid des Modelljahres 2023. Nach den KBA-Angaben wurden die Fahrzeuge zwischen 29. März und 7. November 2023 produziert. Weltweit umfasst die Rückrufaktion 558 Fahrzeuge, davon 32 in Deutschland.
Die Ursache liegt nach den veröffentlichten Informationen in den Zellmodulen der Hochvoltbatterie:
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA liefert zusätzliche technische Details. Danach kommen als mögliche Ursachen entweder Partikelverunreinigungen oder Schäden am Separator innerhalb der Hochvoltbatterie in Betracht. Beides kann während oder kurz nach dem Laden zu einem Kurzschluss führen. Die betroffenen Batterien stammen von Samsung SDI Hungary.
Auch andere Hersteller haben Probleme mit Hochvoltbatterien
Bentley steht mit der Problematik nicht allein. Rückrufe wegen möglicher Kurzschlüsse und Brandrisiken betreffen inzwischen mehrere Hersteller.
Aus Sicht von Dr. Stoll & Sauer zeigt sich damit, dass die dauerhafte Sicherheit und Funktionsfähigkeit von Hochvoltbatterien zu einem zentralen verbraucherrechtlichen Thema der Elektromobilität geworden ist.
Hochvoltbatterie bleibt sicherheitsrelevanter Schwachpunkt bei E-Autos und Plug-in-Hybriden
Der Rückruf reiht sich in eine Vielzahl von Fällen ein, bei denen Hersteller wegen möglicher Überhitzung oder Brandgefahr an Hochvoltbatterien reagieren mussten. Dr. Stoll & Sauer führt bereits zahlreiche Verfahren im Zusammenhang mit mangelhaften Hochvoltbatterien und Rückrufmaßnahmen verschiedener Autohersteller.
Aus Sicht der Kanzlei sollten betroffene Bentley-Halter insbesondere darauf achten, ob der Rückruf dauerhaft Abhilfe schafft oder ob nach dem Software-Update weiterhin Einschränkungen beziehungsweise Fehlermeldungen auftreten. Bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse kann zudem eine erhebliche Beeinträchtigung durch einen sicherheitsrelevanten Hochvoltbatteriemangel rechtlich besonders ins Gewicht fallen.
Dr. Stoll & Sauer bietet Betroffenen eine kostenlose Ersteinschätzung im E-Mobilitäts-Online-Check an.
Dr. Stoll & Sauer zählt zu den führenden Kanzleien im Verbraucherschutz. Die Kanzlei vertritt Verbraucher bundesweit unter anderem in Verfahren rund um den Abgasskandal, fehlerhafte E-Autos und Hochvoltbatterien, Datenschutz, Arbeitsrecht und Versicherungen. Darüber hinaus führt Dr. Stoll & Sauer Musterfeststellungs- und Sammelverfahren und wurde vom Fachmagazin JUVE im Bereich Konfliktlösung ausgezeichnet.
Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
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