17. Ökumenischer Tag der Schöpfung 2026

Unter dem Leitwort „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18) werden darüber hinaus an zahlreichen Orten in Deutschland in der diesjährigen Schöpfungszeit die Vielfalt und Weite der Schöpfung, sowie die Abhängigkeit und die Begrenztheit des Menschen als Mitgeschöpf in den Fokus gestellt. Darüber informierte die ACK in einer Pressemitteilung.

Die zentrale Feier verbindet ein vielfältiges Rahmenprogramm mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem moderierten Gespräch mit Gästen aus Politik, Kirche und Wissenschaft. Veranstaltungsorte sind der Alte Botanische Garten der Philipps-Universität Marburg, die Elisabethkirche und das KA.RE Marburg.

Motto 2026 – „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“

Das Leitwort für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 ist aus dem Buch Hiob entnommen (Hiob 38,18). „Bei dem diesjährigen Motto geht es uns um eine fundamentale Positionierung des Menschen und nicht um eine geografische Information“, erläutert der Vorsitzende der ACK in Deutschland, Reverend Christopher Easthill, die Anliegen und Hintergründe des Schöpfungstages. „In der aktuellen Debatte um Waldbrände, Wasserknappheit und Klimawandel werden Ansätze vorgestellt, die Krise rein technisch zu lösen – theologisch bedarf es aber eines radikalen Umdenkens: zur Dezentrierung des Menschen und mehr Demut. Demut ist die mutige Anerkennung der Wahrheit“.

Botanische Gärten als Lern- und Hoffnungsorte

Im Mittelpunkt des Tages steht insbesondere die Biodiversität und damit die Frage, wie die Vielfalt der Schöpfung bewahrt werden kann und wie viel Resilienz in der Schöpfung von Natur aus liegt. Der Alte Botanische Garten der Philipps-Universität Marburg wurde bewusst als Veranstaltungsort vorgeschlagen, erläutert der Vorsitzende der regionalen ACK Hessen-Rheinhessen und Mitglied der Projektgruppe für den Schöpfungstag, Dr. Martin Streck: „Der historische Garten lässt uns erfahren, dass Pflanzen auch dann, wenn Umweltbedingungen sich ändern, über lange Zeiträume hinweg bestehen können – nicht, weil sie unbegrenzt belastbar sind, sondern weil Vielfalt Anpassung und damit Stabilität möglich macht.“

Zum Gottesdienst am Schöpfungstag hat die ACK Deutschland Materialien herausgegeben, die auch in englischer Sprache zur Verfügung stehen. Der ökumenische Gottesdienst aus der evangelischen Elisabethkirche in Marburg wird am 4. September ab 17:00 Uhr per Livestream auch mit einer Übersetzung in Gebärdensprache via YouTube übertragen. Vor Ort gibt es einen Service in Brailleschrift und der Gebärdensprachdolmetscher.

Ökumenische Verbundenheit – gemeinsam für die Schöpfung

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) lädt Gemeinden, ökumenische Gruppen und Einzelpersonen ein, den Ökumenischen Tag der Schöpfung mitzufeiern und sich mit eigenen Veranstaltungen und Aktionen an der Schöpfungszeit zu beteiligen. Eine Übersicht der geplanten Veranstaltungen findet sich auf der Homepage der ACK. Dort können auch noch weitere Termine gemeldet werden.  Der Ökumenische Tag der Schöpfung in Marburg wächst aus dem gemeinsamen Engagement der ACK in Deutschland, der ACK Hessen-Rheinhessen und der ACK Marburg und steht damit zugleich für die gelebte ökumenische Verbundenheit vor Ort und bundesweit.

Informationen über weitere Veranstaltungen am Schöpfungswochenende vom 4. bis 6. September sowie während der gesamten Schöpfungszeit in Marburg gibt es unter: www.schoepfungstag.info

ACK in Deutschland

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) wurde am 10. März 1948 gegründet. Derzeit gehören ihr 21 Kirchen unterschiedlicher Traditionen an, weitere vier Kirchen sind Gastmitglieder, darunter die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, und fünf ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Seit März 2025 ist der anglikanische Priester aus Wiesbaden, Reverend Christopher Easthill, Vorsitzender der ACK. Die Geschäftsstelle der ACK in Deutschland, die „Ökumenische Centrale“, hat ihren Sitz in Frankfurt am Main: www.oekumene-ack.de.

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