Machbarkeitsstudie zeigt: Phased-Array-Ultraschallverfahren können klassische Röntgenprüfung ersetzen
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Dienstag, Aug. 18, 2026
Eine aktuelle Machbarkeitsstudie der W.S. Werkstoff Service GmbH zeigt, wie moderne bildgebende Verfahren diese Lücke schließen können – selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.
Die Aufgabe: Prüfstrategien entwickeln und vergleichen
Im Auftrag eines Industriekunden entwickelte das Unternehmen maßgeschneiderte Scanstrategien für die Phased-Array-Ultraschallprüfung (PAUT) und verglich die Ergebnisse mit der bisherigen RT-Prüfung. Die zentrale Frage: Erkennt PAUT alle sicherheitsrelevanten Fehler ebenso zuverlässig?
Die Herausforderungen waren dabei beträchtlich. Das Team prüfte insgesamt sechs geschweißte Bleche aus drei unterschiedlichen Werkstoffgruppen: ferritische und austenitische Stähle sowie Aluminium. „Jeder dieser Werkstoffe hat seine eigenen Tücken“, erklärt Dr. Ingo Poschmann, Geschäftsführer des W.S. Werkstoff Service. „Ferritische Bleche mit nur 5 mm Dicke lassen kaum Spielraum bei der Prüftechnik. Austenitische Stähle haben ein grobes Korn und ausgeprägte Anisotropien, die das Ultraschallsignal erheblich stören. Und Aluminiumschweißnähte sind meist reich an Poren – ein echter Prüfstein für jede Methode.“
Innovative Techniken für anspruchsvolle Werkstoffe
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzten die Prüfer ein breites Methodenspektrum ein. Neben klassischer PAUT kamen die fortschrittliche Verfahren Total Focusing Method (TFM) und Phase Coherence Imaging (PCI) zum Einsatz. Beide liefern eine deutlich höhere Bildauflösung als konventionelle Ultraschallprüfung und ermöglichen eine präzisere Charakterisierung von Fehlern als konventionelle Ultraschallprüfung.
Die Prüfer setzten darüber hinaus die Dual-Probe-Technik, also den simultanen Einsatz zweier Prüfköpfe beidseitig der Schweißnaht, die Multigruppentechnik, Fließwasserankopplung und eigens entwickelte Führungshilfen ein.
„Wir haben keine Standardlösung angewendet, sondern spezifische Prüfstrategien für diese Werkstoffe entwickelt, die wirklich funktionieren“, betont Poschmann.
Fazit: Machbarkeitsstudie als Kompetenzmotor
Der erfolgreiche Abschluss des Auftrags bedeutet für das Unternehmen mehr als nur ein abgeschlossenes Projekt. Auf drei Ebenen entstehen nachhaltige Kompetenzen:
Erstens hat sich W.S. Werkstoff Service als Partner für Kunden qualifiziert, die für die zerstörungsfreie Schweißnahtprüfung den Schritt von RT zu PAUT gehen wollen – von der Beratung über die Herstellung von Referenzkörpern und Scanvorrichtungen bis hin zu Personalschulung, Prüfanweisungen und Validierung.
Zweitens stehen die entwickelten Prüfstrategien nun unmittelbar für die ZfP-Dienstleistungen des Unternehmens zur Verfügung. „Ob dünne Bleche, anspruchsvolle Sonderwerkstoffe oder komplexe Schweißnahtgeometrien – unser methodisches Repertoire ist gewachsen“, so Poschmann.
Drittens fließen die gewonnenen Kompetenzen in das Schulungsangebot ein. Neue Kurse zu Dual-Probe- und Multigruppentechniken sowie zu TFM und PCI sind in Planung. „Gute ZfP-Ausbildung braucht praxisnahe Inhalte – und die haben wir jetzt in Hülle und Fülle“, so Poschmann abschließend.
Weitere Informationen zur Machbarkeitsstudie finden Sie im in unserem W.S. Wissensblog: https://www.werkstoff-service.de/blog/machbarkeitsstudie-zerstoerungsfreie-schweissnahtpruefung
Wir besitzen umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Werkstofftechnik, -prüfung und Metallographie. Wir betreiben eine akkreditierte Inspektionsstelle (ISO/IEC 17020) und sind als Prüflabor (ISO/IEC 17025) akkreditiert. Zudem sind wir zertifizierter Bildungsträger (ISO 9001, AZAV) und anerkannte Ausbildungsstätte für die zerstörungsfreie Prüfung (ISO 9712).
Mehr zu unseren Leistungen in der Werkstofftechnik unter www.werkstoff-service.de.
W.S. Werkstoff Service GmbH
Katernberger Straße 107
45327 Essen
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