Jakob Holl ist Lehrling des Monats August
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Dienstag, Aug. 18, 2026
Für den 17-Jährigen war der Weg ins Bauhandwerk früh vorgezeichnet – und zwar im besten Sinne. Sein Vater führt selbst ein Maurergeschäft, und so lernte Jakob Holl Baustellen, Maschinen und das Handwerk schon als Kind kennen. „Ich hatte schon früh Einblick in den Beruf und wusste, dass ich diesen Weg einschlagen möchte“, sagt er. Sein Vater sei bis heute sein größtes Vorbild. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm ein Erlebnis, das wohl jeder junge Baubegeisterte versteht: die erste eigenständige Fahrt mit dem Bagger.
Trotz der familiären Nähe zum Handwerk entschied sich Jakob Holl bewusst dafür, seine Ausbildung nicht im elterlichen Betrieb zu beginnen. Er wollte einen größeren Ausbildungsbetrieb kennenlernen, viele unterschiedliche Baustellen sehen und fachlich möglichst breit aufgestellt werden. Über den Fußballverein und Freunde wurde er auf rebau-Inzigkofen aufmerksam. Nach einem Praktikum und zwei Ferienjobs war für ihn klar: Hier passt es. „Bei rebau kann ich mir fachlich am meisten aneignen“, sagt Holl. Besonders beeindruckt hat ihn das breite Leistungsspektrum. Ob Wohnungsbau, Gewerbe- und Kommunalbau, Erdarbeiten, Außenanlagen, Umbau, Modernisierung, Sanierung oder schlüsselfertiges Bauen. Auch größere Projekte, etwa Fundamente für Maschinen in namhaften Unternehmen, findet er spannend. Sein Motto dazu klingt nach Baustelle, Erfahrung und genauer Beobachtung: „Man darf stehlen – aber nur mit den Augen.“
Was ihm an seinem Beruf besonders gefällt, ist die Mischung aus körperlicher Arbeit, Technik, Teamarbeit und sichtbaren Ergebnissen. „Am Abend sieht man, was man geschafft und geleistet hat – das motiviert sehr“, sagt Holl. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem das Schalen und Ausschalen, Mauern, Pflastern und auch das Baggerfahren. Eine Tätigkeit, um die er lieber einen Bogen machen würde, gibt es für ihn nicht. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, sagt er. „Für mich gibt es kein ‚mag ich‘ oder ‚mag ich nicht‘. Ich möchte alles lernen und so viel wie möglich mitnehmen.“
Auch fachlich zeigt Jakob Holl bereits, dass er seinen Weg konsequent geht. An der Berufsschule erzielt er gute Leistungen, in der überbetrieblichen Ausbildung liegen seine Ergebnisse zwischen „sehr gut“ und „gut“. Teil 1 der Gesellenprüfung wird mit einer Benotung zwischen 1,5 und 2,5 erwartet. Für einen Auszubildenden, der noch am Anfang seiner beruflichen Laufbahn steht, sind das starke Voraussetzungen.
Im Betrieb wird Holl als zielstrebig, hochmotiviert und zuverlässig beschrieben. Betriebsinhaber Dietmar Redlich schätzt vor allem seine Anpassungsfähigkeit und Teamorientierung. „Jakob wurde von seinen Kollegen sofort gut aufgenommen, beteiligt sich mit großer Begeisterung an der Arbeit und führt die ihm übertragenen Aufgaben stets zur Zufriedenheit seiner Vorarbeiter aus.“ Weil er sich schnell in unterschiedliche Teams einfügt, kann er flexibel in verschiedenen Bautrupps eingesetzt werden. Redlich fasst es so zusammen: „Jakob Holl ist pünktlich, engagiert und zeigt eine vorbildliche Arbeitseinstellung – beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen beruflichen Werdegang.“
Dass Teamarbeit für Jakob Holl kein Fremdwort ist, zeigt auch sein Blick in die Freizeit. Er spielt Tenorhorn in den Musikkapellen Krauchenwies und Ablach, steht beim Fußballverein in Krauchenwies auf dem Platz und engagiert sich bei der Jugendfeuerwehr Inzigkofen sowie bei den Ledigen in Ablach. Training, Proben, Einsätze, Baustelle – sein Kalender dürfte gut gefüllt sein. Seine vielen Vereinsaktivitäten haben ihm nach Einschätzung des Betriebs auch den Einstieg in den Bautrupp erleichtert. Wer sich auf andere verlassen kann und selbst verlässlich ist, findet auf der Baustelle schnell seinen Platz. Für die Zukunft hat Jakob Holl klare Ziele. Zunächst will er seine Ausbildung so gut wie möglich abschließen, anschließend den Meister machen und irgendwann in die Fußstapfen seines Vaters treten. „Ich möchte später den Betrieb meines Vaters übernehmen“, sagt er. Bis dahin gelte: „Durchhalten und immer am Ball bleiben – auch wenn es einmal nicht so gut läuft.“ Besonders stolz ist er schon heute, wenn er an einem Bauprojekt vorbeikommt und sagen kann: „Hier habe ich mitgearbeitet.“
Die rebau-Inzigkofen GmbH & Co. KG wurde 1990 von Maurermeister Dietmar Redlich gegründet und steht seit vielen Jahren für die regionale Umsetzung kleiner und großer Bauprojekte. Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem Wohnungsbau, Gewerbe- und Industriebau, Erdbewegungen, Außenanlagen, Umbau, Modernisierung, Sanierung, schlüsselfertiges Bauen sowie Betonbohr- und Sägearbeiten in Zusammenarbeit mit Partnern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Betonbau. Seit 2015 ist mit Alexander Redlich die zweite Generation im Unternehmen tätig. Nach zwei abgeschlossenen Ausbildungen und dem Erwerb des Meistertitels verantwortet er unter anderem die Modernisierung des Baugeräteparks sowie organisatorische Aufgaben im Büro.
Zur Auszeichnung „Lehrling des Monats“
Die Auszeichnung wird seit Dezember 2014 vergeben. Vorgeschlagen wer-den können solche Auszubildende, die sich durch besonders gute Leistungen im Betrieb, in der Berufsschule und auch in der überbetrieblichen Ausbildung sowie ganz allgemein durch Lernbereitschaft, Zuverlässigkeit, Kundenorientierung, Teamfähigkeit und Belastbarkeit auszeichnen. Mit der Auszeichnung zum „Lehrling des Monats“ soll der Vorbildcharakter von jungen Erwachsenen hervorgehoben werden. Sie dient als Ansporn für andere, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen. Besonders gewürdigt werden kann darüber hinaus beispielsweise auch ein über die Ausbildung hinausgehendes ehrenamtliches Engagement. Kurzum: Gesucht werden junge Persönlichkeiten, die in besonderer Weise geeignet sind, Vorbild für andere Lehrlinge und „Werbeträger“ für eine handwerkliche Ausbildung zu sein. Im Bezirk der Handwerkskammer Reutlingen werden von den 14.000 Handwerksbetrieben zurzeit über 4.400 Lehrlinge ausgebildet.
Handwerkskammer Reutlingen
Hindenburgstr. 58
72762 Reutlingen
Telefon: +49 (7121) 24120
Telefax: +49 (7121) 2412400
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