„Gemeinsam stark“
VEF-Präsident Marc Brenner legte seiner Festpredigt einen Textabschnitt der Bibel aus Prediger 4, Verse 9-12 zugrunde: „Zwei haben es besser als einer allein; denn zusammen können sie mehr erreichen“. Als zentrales Bild für das freikirchliche Miteinander nutzte Brenner das biblische Motiv der „dreifachen Schnur“, die nicht so leicht reißt. Wenn viele Stränge zusammenkämen und Christus die tragende Mitte bilde, so der VEF-Präsident, entstehe eine Verbindung, die halte.
Miteinander über Konfessionsgrenzen
In den Grußworten wurde das geschwisterliche Miteinander der VEF über Konfessionsgrenzen hinweg sichtbar. So hob Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die gewachsene Gemeinschaft der Kirchen hervor und erinnerte an die Predigtgemeinschaft zwischen VEF und EKD. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill, würdigte die Vorreiterrolle der VEF als älteste ökumenische Vereinigung von Kirchen und Gemeindebünden in Deutschland. „Uns verbindet die gemeinsame Basis: das Bekenntnis zu Jesus Christus als Gott und Heiland gemäß der Heiligen Schrift“, so Easthill. Für die römisch-katholische Kirche überbrachte Bischof Dr. Gerhard Feige die Glückwünsche und räumte dabei auch Schuld im Umgang seiner Kirche gegenüber den Freikirchen in der Vergangenheit ein. Er sagte für die Zukunft einen „wirklich geschwisterlichen Umgang“ zu. Es sei gut, dass die Freikirchen das Bewusstsein dafür wachhielten, dass das Verhältnis von Kirche und Staat stets einer kritischen Reflexion bedarf, dass sie daran erinnerten, die friedensethischen Impulse des Christentums ernst zu nehmen, und dass sie unbeirrbar für Glaubens- und Gewissensfreiheit einträten – auch gegen Widerstände. Auch Bischof Emanuel von Christoupolis von der griechisch-orthodoxen Kirche würdigte die von der VEF gelebte Einheit in Vielfalt und sprach sich für das Zusammenstehen der Kirchen gegen spaltende Ideologien aus.
Geschichte der VEF
Genau 100 Jahre zuvor, am 29. April 1926, wurde die VEF in der Friedenskapelle der Baptistengemeinde Leipzig gegründet. Begleitet wurde das Jubiläum auch durch ein neu erschienenes Magazin, das unter anderem Beiträge zur Geschichte enthält. Außerdem wird sich die aktuelle Jahrestagung des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) in Berlin-Wedding mit Vergangenheit und Zukunft des Verbandes beschäftigen.
Weitere Informationen zur VEF, ihrer Geschichte und zum online verfügbaren Jubiläumsmagazin: www.vef.de/100jahre. Siehe auch APD-Meldung vom 17. Februar.
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