Museum für Hamburgische Geschichte präsentiert bedeutsame Neuerwerbung

Präsentation einer wichtigen Neuerwerbung des Museums für Hamburgische Geschichte:
Die Prachtschatulle des Grafen von Schönborn ist ein herausragendes Schlüsselobjekt für die Geschichte Hamburgs und bereichert die Sammlung des Museums um ein bedeutsames Exponat. Bis Ende des Jahres 2023 wird die Schatulle zunächst im Rahmen einer Präsentation gezeigt.

Nach der geplanten Modernisierung des Museums wird dem spätbarocken Prunkobjekt eine besondere Rolle in der neuen Dauerausstellung zuteilwerden.

Dank der Förderung der Kulturstiftung der Länder, der Erdwin Amsinck-Stiftung, der Dipl. Ing. Lindow-Stiftung und durch Mittel aus der Erbschaft Blunck konnte die Stiftung Historische Museen Hamburg im Jahr 2021 für die Sammlung des Museums für Hamburgische Geschichte mit der Prachtschatulle des Grafen von Schönborn ein außergewöhnliches und historisch bedeutsames Exponat erwerben. Seit Dienstag, dem 14. Februar ist das spätbarocke Prunkobjekt bis zum Ende des Jahres 2023 im Rahmen einer Präsentation zu sehen, bevor es dann erst wieder in der zukünftigen ständigen Ausstellung nach dem Abschluss der kommenden Modernisierung des Museums gezeigt werden kann.

Die Schatulle, die um 1716 gefertigt wurde, ist eng mit dem Grafen von Schönborn-Buchheim und seiner Verdienste für die Stadt Hamburg verbunden. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts hielt ein anhaltender Streit zwischen Bürgerschaft und Rat die Stadt in Atem. Es kam zu fast bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Die Situation spitzte sich so dramatisch zu, dass der damalige Kaiser Joseph eine Kommission unter der Leitung des Grafen nach Hamburg entsandte. Ihr Ziel war die Herstellung des inneren Friedens und die Wiederaufrichtung einer stabilen Ordnung – immerhin war Hamburg eine der wichtigsten Städte im Reich. Über vier Jahre erstreckten sich die Untersuchungen, Beratungen und Verhandlungen. Schlussendlich gelang es Schönborn den inneren Frieden wieder herzustellen und den sogenannten Hauptrezess am 13. Oktober 1712 zu verabschieden. Der Hauptrezess bildete für fast anderthalb Jahrhunderte die Grundlage der hamburgischen Verfassung. Als Leiter der kaiserlichen Kommission hatte Schönborn maßgeblich Anteil an der Bewältigung dieser Krise. Erst 1716 kehrte Schönborn Hamburg den Rücken und ging nach Speyer, wo er später zum Fürstbischof gewählt wurde. Frühestens in diesem Jahr ist auch die Schatulle entstanden, mit der sich vermutlich der Rat der Stadt Hamburg für seine Arbeit bedankt hat.

Der Ankauf wurde gefördert von:
Kulturstiftung der Länder
Erdwin Amsinck-Stiftung
Diplomingenieur Lindow-Stiftung
Erbschaft Blunck

Zur Modernisierung des Museums für Hamburgische Geschichte

Das stadthistorische Museum am Holstenwall steht vor einer umfangreichen baulichen und inhaltlichen Modernisierung. Neben zahlreichen Umbaumaßnahmen, die u.a. mit der Herstellung der vollständigen Barrierefreiheit und der Öffnung der Museumsgastronomie zur anliegenden Parkanlage Planten un Blomen eine deutliche Verbesserung der Aufenthaltsqualität zum Ziel haben, wird auch eine Neugestaltung der ständigen Ausstellung erfolgen. Der erste Schritt im Prozess der Modernisierung ist die für das Jahr 2023 geplante erforderliche schrittweise Beräumung des Hauses. Zu deren Vorbereitung ist seit dem 1. Februar 2023 nur noch ein eingeschränkter Besucherbetrieb möglich. Weiterhin geöffnet bleibt bis Ende 2023 das Erdgeschoss des Museums mit dem Museumsrestaurant „Bastion“ und dem Bereich für Sonderausstellungen. Hier ist neben der Präsentation der Prachtschatulle noch bis zum 31. Juli 2023 die Ausstellung „EINE STADT WIRD BUNT. Hamburg Graffiti History 1980-1999“ zu sehen, die in den kommenden Monaten von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet wird. Das weitere Programm des Jahres 2023 umfasst die Ausstellungen „Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ und „Hamburg 1923 – die bedrohte Stadt“ zum Hamburger Aufstand von 1923. Darüber hinaus findet in den Räumen im Erdgeschoss über das ganze Jahr hinweg ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm statt. Der Eintritt für den eingeschränkten Museumsbesuch ist seit 1. Februar regulär auf 5 Euro reduziert. Dieser gilt auch für den Besuch an den fortgesetzten langen Donnerstagabenden bis 21 Uhr.

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