INDUS: Steigende Kapitalkosten belasten Unternehmensbewertungen bei gleichzeitig positiver operativer Entwicklung der Gruppe

Die INDUS Holding AG erfasst trotz einer insgesamt positiven operativen Entwicklung im dritten Quartal 2022 im Konzernabschluss nicht zahlungswirksame Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 39,8 Mio. Euro als Folge des jährlichen Wertminderungstests. Der Grund: Die Wertminderungen resultieren zum einen aus dem signifikanten Anstieg der aus Marktparametern abgeleiteten und zur Bewertung verwendeten Kapitalkosten im laufenden Jahr. Zum anderen teilweise aus reduzierten Zukunftsaussichten für die von den Wertminderungen betroffenen Einheiten im Rahmen des aktuell laufenden Planungsprozesses. Insgesamt reduzieren sich damit die bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte um 8,4% von 443,0 Mio. Euro (30. Juni 2022) auf 405,8 Mio. Euro (30. September 2022).

„Die aktuellen Zinserhöhungen der EZB als Reaktion auf die europaweite Rekordinflation haben unmittelbaren Einfluss auf die Bewertung unserer Beteiligungen. Lässt man diese nicht zahlungswirksamen Einmaleffekte unberücksichtigt, setzt unser Portfolio seine in Summe gute operative Entwicklung fort“, sagt INDUS-Vorstandsvorsitzender Dr. Johannes Schmidt. „In den drei größten unserer fünf Segmente entwickeln sich die Margen vor Wertminderungen weiter unseren Erwartungen entsprechend gut – trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen.“

Auf Basis der vorläufigen Geschäftszahlen für die ersten neun Monate 2022 steigerten die INDUS-Beteiligungen ihren Umsatz auf rund 1,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 1.296,4 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) der INDUS-Gruppe lag bei rund 11,2 Mio. Euro (Vorjahr: 78,6 Mio. Euro). Bereinigt um Aufwendungen aus Wertanpassungen im Zusammenhang mit dem von der INDUS-Beteiligung SMA eingeleiteten Eigenverwaltungsverfahren, um Aufwendungen aus Wertminderungstests sowie um weitere nicht operative Effekte erzielten die Beteiligungen ein bereinigtes EBIT in Höhe von rund 92,7 Mio. Euro (Vorjahr: 86,8 Mio. Euro).

Im Zuge des aktuell laufenden Planungsprozesses wurden auch die Prognosen für operatives Ergebnis (EBIT) und Umsatz für das Gesamtjahr 2022 überprüft. Einschließlich aller aufgeführten Effekte rechnet der Vorstand mit einem operativen Ergebnis (EBIT) zwischen 15 und 30 Mio. Euro. Die Prognose vom 24. Oktober 2022 mit einem EBIT zwischen 46 und 61 Mio. Euro hatte mögliche nicht zahlungswirksame Wertminderungen im Wesentlichen der Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) aufgrund der laufenden Planungsrunde wie angekündigt noch nicht berücksichtigt. Für das Gesamtjahr 2022 erwartet der Vorstand ein um die oben genannten Einmaleffekte bereinigtes EBIT zwischen 115 und 130 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse werden weiter im Band zwischen 1,90 und 2,00 Mrd. Euro erwartet.

Der vollständige Zwischenbericht der INDUS Holding AG wird am 10. November 2022 veröffentlicht.

 

Über die INDUS Holding AG

Die 1989 gegründete INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach ist ein führender Spezialist für nachhaltige Unternehmensbeteiligung und -entwicklung im deutschsprachigen Mittelstand. Der Branchenfokus umfasst Bau / Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizin-/Gesundheitstechnik sowie Metalltechnik. Als wachstumsorientierter Finanzinvestor unterstützt INDUS ihre aktuell 47 Beteiligungen mit langfristiger Ausrichtung in ihrer unternehmerischen Entwicklung. Seit 1995 ist die Mittelstandsholding im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet (DE0006200108) und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von rund 1,74 Mrd. Euro. Mehr Informationen zu INDUS unter www.indus.de.

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