KfW-Förderprogramm für Neubauten ausgeschöpft

Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, kritisiert den erneuten Stopp der staatlichen Neubauförderung für energieeffiziente Häuser (EH40 und EH40Plus). Dazu sagt ZIA-Präsident Dr. Andreas Mattner: 

„Der Förderstopp im Januar hatte bereits viel Vertrauen verspielt, die Wiederaufnahme wurde heiß erwartet. Doch das extrem limitierte Budget für die erste Stufe der am 20. April 2022 wieder aufgenommenen KfW-Neubauförderung war absehbar viel zu gering angesetzt – und der Topf ist bereits nach einem halben Tag ausgeschöpft. Nun gelten bis Ende des Jahres neue Förderbedingungen zu erneut verschärften Konditionen. Unter diesem Förder-Ping Pong wird der Wohnungsbau schnell zum Erliegen kommen.“ 

Die 1 Milliarde Euro waren nur ein Tropfen auf den heißen Stein, das war von Anfang an absehbar. Nicht einmal einen Tag haben die Gelder ausgereicht. Wie sollen unter solchen Bedingungen 400.000 Wohnungen jährlich gebaut und den Flüchtlingen aus der Ukraine ein zu Hause gegeben werden? Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit anstatt ständig wechselnder Förderkonditionen. Eine langfristig gesicherte Neubauförderung muss mit ausreichenden Mitteln ausgestattet sein.“

Unklar erscheinen die Rahmenbedingen für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Die BEG-Förderrichtlinien schränken zwar nicht ein, welche Art von Gebäude mit einem QNG-Siegel zertifiziert werden kann. Allerdings gibt es nur Anforderungswerte für Büro- und Verwaltungsgebäude, Unterrichtsgebäude und Wohngebäude. 

„Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude muss für alle Assetklassen gleichermaßen gelten und darf Wirtschaftsimmobilien nicht ausschließen. Ansonsten gibt es einen Förderstopp für die meisten Wirtschaftsimmobilien. Das kann und darf nicht Zweck der neuen Förderkulisse sein!“, warnt Mattner eindringlich.

Über den ZIA Zentraler Immobilien-Ausschuss e.V.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter 30 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der ZIA gibt der Immobilienwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt eine umfassende und einheitliche Interessenvertretung, die ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft entspricht. Als Unternehmer- und Verbändeverband verleiht er der gesamten Immobilienwirtschaft eine Stimme auf nationaler und europäischer Ebene – und im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Präsident des Verbandes ist Dr. Andreas Mattner.

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