Toyota Yaris WRC vor seinem letzten Einsatz in der Rallye-WM

  • Letzter WRC-Lauf der Saison vom 19. bis 21. November
  • Titel in der Herstellerwertung zum Greifen nah
  • Ogier und Evans kämpfen um den Sieg in der Fahrerwertung

Acht Siege in elf Läufen: Die aktuelle Saison der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ist die bisher erfolgreichste für den Yaris WRC in seinem fünften und letzten Wettbewerbsjahr. Ab der nächsten Saison wird er durch den GR Yaris WRC Rally1 ersetzt, wenn für die WRC die neue Ära des Hybridantriebs anbricht.

Aktuell liegt Toyota Gazoo Racing in der Herstellerwertung mit 47 Punkten Vorsprung in Führung, wobei am letzten Rennwochenende in Monza maximal 52 Punkte vergeben werden können. Der Titel ist also gesichert, wenn eine der Crews die Rallye auf einem der ersten sieben Plätze beendet.

Den Titel in der Fahrer- und Beifahrerwertung hat Toyota Gazoo Racing bereits zum dritten Mal in Folge sicher. Wie schon 2020 werden Sébastien Ogier und Elfyn Evans beim letzten Event des Jahres um die Meisterschaft kämpfen. Ogier und Beifahrer Julien Ingrassia wollen beim letzten Rennen ihrer Vollzeit-Rallye-Karriere ihre achte gemeinsame Meisterschaft gewinnen. Sie haben 17 Punkte Vorsprung auf ihre Teamkollegen Evans und Scott Martin, die aber immer noch die Chance haben, ihren ersten Titel zu erringen.

Kalle Rovanperä und Jonne Halttunen wollen ihre starke Saison, in der sie unter anderem ihre ersten WM-Siege in Estland und Griechenland feierten, mit einem Erfolgserlebnis abschließen und haben die Chance, sich mit ihren Teamkollegen unter den ersten Drei zu platzieren. Takamoto Katsuta, Fahrer des TGR WRC Challenge Programms, pilotiert zusammen mit Aaron Johnston einen vierten Yaris WRC – dort, wo er 2020 seinen ersten Etappensieg errang.

Die Veranstaltung zum Jahresende auf der legendären Rennstrecke von Monza wurde im letzten Jahr erstmals in den WRC-Kalender aufgenommen. Sie umfasst Etappen in Monza selbst – auf der Hochgeschwindigkeits-Rennstrecke, dem historischen Oval sowie Nebenstraßen mit wechselnden Bodenbelägen – sowie Abschnitte auf anspruchsvollen Bergstraßen rund um Bergamo. Im letzten Jahr wurde die Rallye durch winterliches Wetter beeinträchtigt. Doch auch ohne Schnee und Eis könnten in diesem Jahr Regen und Schlamm für schwierige Bedingungen sorgen. Am Freitag und Samstag, den ersten beiden Tagen der Rallye, werden jeweils zwei Bergprüfungen am Vormittag gefahren, gefolgt von Prüfungen auf der Rennstrecke am Nachmittag. Ein Trio von Prüfungen in Monza rundet die Rallye dann am Sonntag ab.

„Wir haben in Monza die große Chance, uns alle drei Meistertitel zu sichern“, so Teamchef Jari-Matti Latvala. „Es wäre der ideale Ausklang der World-Rally-Car-Ära und das letzte Rennen für unseren Yaris WRC. Bei seinem Einstand 2017 gehörte ich noch zu den Fahrern. Wenn alles nach Plan läuft, gewinnen wir die Hersteller-Meisterschaft, aber im Motorsport ist nichts sicher, bis man das Ziel erreicht hat. Wir freuen uns außerdem auf einen fairen Kampf um den Fahrertitel zwischen Sébastien und Elfyn. Schon im letzten Jahr war die Rallye Monza aufgrund der Wetterbedingungen sehr schwierig, und auch unsere Tests in Italien waren wegen des vielen Regens knifflig, sodass ich wieder mit einem spannenden Finale rechne.“

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