Schlaganfall-Versorgung für Köln wird verbessert

In der Kölner Region erfolgt die flächendeckende Versorgung von Patienten mit akutem Schlaganfall nun in enger Zusammenarbeit zwischen lokalen Schlaganfalleinheiten und überregionalen Schlaganfallzentren im Verbund eines Neurovaskulären Netzwerkes. Im Februar 2021 wurde die Uniklinik Köln als koordinierendes Zentrum, zusammen mit sechs weiteren Verbundpartnern, als Neurovaskuläres Netzwerk für die Region Köln von der Deutschen Schlaganfall Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie und der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie zertifiziert.

Das Zentrum wird interdisziplinär von der Klinik und Poliklinik für Neurologie, der Klinik für Allgemeine Neurochirurgie und der Sektion Neuroradiologie des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie getragen. Im Zentrum der Behandlung stehen dabei die überregionale Stroke Unit und die Neurologische Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Neurologie.

Der Schlaganfall ist die häufigste neurovaskuläre Erkrankung, dritthäufigste Todesursache und wichtigste Ursache erworbener Behinderungen. Er ist ein medizinischer Notfall, der eine sofortige Einweisung in eine dafür spezialisierte Klinik erfordert. Je schneller Patienten in dafür vorgesehenen, spezialisierten Schlaganfalleinheiten (Stroke-Unit) behandelt werden, umso größer sind ihre Chancen auf eine Beseitigung der Schlaganfallursache (z.B. durch eine Blutgerinnsel-auflösende Therapie oder ein Absaugen des Gerinnsels) und Erholung von den Symptomen.

„Mit dem Neurovaskulären Netzwerk schaffen wir in enger Partnerschaft mit den beteiligten Kliniken und dem Rettungsdienst für die Region Köln eine bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall und anderen neurovaskulären Erkrankungen. Und das von der häuslichen Situation über die Akutversorgung und Frührehabilitation bis zur ambulanten

Nachsorge.“ sagt Univ.-Prof. Dr. Gereon Fink, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Uniklinik Köln.

„Das Neurovaskuläre Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Kliniken, mit dem Ziel, die Behandlungsabläufe beim akuten Schlaganfall und weiteren neurovaskulären Erkrankungen effizienter und gleichzeitig für alle Partner strukturierter zu gestalten.“ ergänzt Univ.-Prof. Dr. Michael Schroeter, Stellvertretender Klinikdirektor und Koordinator des Neurovaskulären Netzwerkes.

Für das Neurovaskuläre Netzwerk haben die Kliniken vorab gemeinsam Qualitätsrichtlinien, Strukturen und Prozesse ausgearbeitet. So wird sichergestellt, dass Schlaganfall-Patienten der gesamten Region jederzeit die neuesten Therapieverfahren erhalten und bestmöglich behandelt werden. Wenn erforderlich, kann nahtlos an die Akutphase bei entsprechender Indikation eine neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation begonnen werden. Spezialisierte Sprechstunden und Therapieangebote für ambulante Patienten ergänzen die stationären Behandlungsangebote

„Interdisziplinäre Fallbesprechungen zwischen den Kooperationspartnern sollen die Versorgung von Patienten genauso verbessern die gemeinsame Aus-, Fort- und Weiterbildung und die Information der Bevölkerung über neurovaskuläre Erkrankungen.“ sagt Prof. Schroeter. „Und, ganz wichtig: Neben Qualitäts- und Prozesssicherung bietet das Netzwerk auch eine Plattform für klinische Studien zur weiteren Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten von Patienten mit neurovaskulären Erkrankungen.“ ergänzt Prof. Fink.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Herzzentrum der Uniklinik Köln
Kerpener Straße 62
50937 Köln
Telefon: +49 (221) 47887340
Telefax: +49 (221) 47887301
http://www.uniklinik-herzzentrum.de

Ansprechpartner:
Christoph Wanko
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: +49 (221) 478-88757
E-Mail: christoph.wanko@uk-koeln.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel