ZVO ist klimaneutral

Der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO) räumt künftig den Themen Klimaneutralität und Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert in seiner Verbandsarbeit ein. Bei der Umsetzung seiner Nachhaltigkeitsstrategie setzt er mit der Ankündigung der Klimaneutralität einen ersten Meilenstein. Der ZVO hat seine CO2-Emissionen erfasst, auf ein Minimum reduziert und gleicht die unvermeidbaren Emissionen durch die Beteiligung an einem Baumpflanzprojekt in Deutschland aus.  

Gemeinsam mit dem Dienstleister ClimatePartner hat der ZVO zunächst seinen CCF – Corporate Carbon Footprint, also den CO2-Fußabdruck berechnet. Dabei wurden Emissionsquellen wie Energie und Heizung, aber auch Geschäftsreisen, Büromaterial und andere Emissionen berücksichtigt.

Im nächsten Schritt werden weitere Möglichkeiten zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes aufgespürt. So soll innerhalb des ZVO konsequent auf Inlandsflüge verzichtet und die Virtualität innerhalb der ZVO-Gremienarbeit ausgebaut werden. Im Rahmen anstehender Wechsel künftiger Dienstfahrzeuge sollen alternative Antriebe bevorzugt werden.

Der CCF wird regelmäßig aktualisiert, um den Überblick über den Erfolg bei der Reduktion zu behalten und gegebenenfalls zu optimieren.

Neben der Vermeidung und Reduktion von Treibhausgasen ist der Ausgleich ein wichtiger Schritt im ganzheitlichen Klimaschutz. Ohne den Ausgleich ist das Ziel des Pariser Abkommens nicht mehr erreichbar – es gibt schlicht noch nicht die erforderlichen Technologien, um alle Emissionen drastisch genug zu senken. Durch die Investition in Klimaschutzprojekte wird außerdem eine nachhaltige Entwicklung in den Ländern des globalen Südens gefördert, damit Fortschritt nicht allein auf fossilen Energien beruhen muss.

ZVO als Motor der Branche

Doch der ZVO-Ansatz zielt noch einen wesentlichen Schritt weiter, denn der Verband will Motor für die gesamte Branche im Bestreben nach der Verminderung des CO2-Ausstoßes sein. Der ZVO bekennt sich zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens und steht gleichzeitig hinter den zunehmenden Anforderungen unserer Abnehmerbranchen im Hinblick auf den Klimaschutz. Deshalb ist es wichtig, die Umsetzung ganzheitlich anzugehen und gemeinsam mit den ZVO-Mitgliedern voranzutreiben. Primäres Prinzip dabei: Zuerst vermeiden und reduzieren, zum Beispiel durch Reduktion des CO2-Ausstoßes über Reduktion des Energieverbrauchs, den Einsatz erneuerbarer Energieträger und soweit möglich den Erwerb von Öko-Strom. Im zweiten Schritt sollen nicht vermeidbaren CO2-Emissionen kompensiert werden durch Senkungsprojekte, die der Atmosphäre CO2-Emissionen entziehen wie zum Beispiel Aufforstungsprojekte im Inland.

Auf diesen Weg will der ZVO seine Mitglieder mitnehmen. Im Rahmen der diesjährigen ZVO-Oberflächentage vom 22. bis 24. September in Berlin wird sich ein Vortragsblock ausschließlich diesem ambitionierten Ziel annehmen.

Klimaschutzprojekt: Bäume pflanzen in Deutschland

Zum Ausgleich seiner eigenen derzeit unvermeidbaren Emissionen unterstützt der ZVO ein Klimaschutzprojekt aus dem ClimatePartner-Portfolio:  Deutschland ist eines der waldreichsten Länder der EU. Aber auch hier spüren die Wälder den Klimawandel deutlich: Waldbrände vernichten große Flächen, Dürre und Hitze schwächen verbreitete Baumarten wie Fichten, die mit ihren flachen Wurzeln keine tieferen, wasserhaltigen Erdschichten erreichen. Sie sind auch anfälliger bei Stürmen. Schädlinge verbreiten sich in geschwächten Wäldern sehr schnell und richten besonders viel Schaden an. Mischwälder, zum Beispiel mit Eichen und Kiefern, sind widerstandsfähiger gegen den Klimawandel. Sie vertragen Hitze und Trockenheit besser und das Waldbrandrisiko ist geringer.

Mit dem Projekt „1111 Regionale Projekte, Bäume pflanzen, Deutschland“ (www.climatepartner.com/1111), umgesetzt durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V., unterstützt ClimatePartner deshalb die Aufforstung und den Umbau deutscher Wälder. Projekte in Deutschland, Österreich und in der Schweiz bringen jedoch in aller Regel keine zertifizierten Emissionsminderungen hervor. Deshalb kombiniert ClimatePartner regionale Projekte mit international anerkannten Klimaschutzprojekten: Es unterstützt zusätzlich ein international anerkanntes Waldschutzprojekt in Brasilien (www.climatepartner.com/1056). Für jede kompensierte Tonne CO2 wird ein neuer Baum in deutschen Wäldern gepflanzt. So sind gleichzeitig Klimaneutralität und regionales Engagement möglich.

Über den Zentralverband Oberflächentechnik e.V.

Der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. (ZVO) vertritt die Interessen von Roh- und Verfahrenslieferanten, Anlagenherstellern, Komponentenherstellern, Dienstleistern, Beschichtern und Galvaniken der deutschen Galvano- und Oberflächentechnik. Seine Mitgliedsunternehmen sind im Bereich der Oberflächenveredelung mit Metallen oder Metallverbindungen aus flüssigen Prozessmedien tätig. Für Abnehmerindustrien, Politik und Behörden ist der ZVO zentraler Ansprechpartner zu wirtschafts-, umwelt-, energie- und bildungspolitischen Fragen mit Bezug auf Galvano- und Oberflächentechnik.

Über die Galvano- und Oberflächentechnik:
Die Galvano- und Oberflächentechnik ist eine mittelständisch geprägte Industriebranche, die europaweit rund 440.000 Mitarbeiter beschäftigt, davon 50.000 in Deutschland. Allein in Deutschland erwirtschaftet die Branche einen Umsatz von ca. 7,5 Mrd. EUR. Die Struktur der Galvanobetriebe wird dabei von KMUs dominiert, nur ein geringer Anteil der Betriebe erreicht Größen von mehr als 100 Mitarbeitern. Die Oberflächenbranche ist eine Schlüsselindustrie, deren Dienstleistung Voraussetzung für die Funktionalität von Bauteilen, Geräten und Maschinen nahezu jeder anderen Branche ist. Die Galvanotechnik verhindert dabei jährlich Korrosionsschäden von ca. 150 Mrd. EUR. Galvanotechnik ermöglicht eine zuverlässige Funktionalität einer Vielzahl unterschiedlichster Bauteile: Kein Auto verlässt mehr das Band, bei dem nicht wesentliche Teile oberflächenveredelt sind. Die moderne Medizintechnik ist ohne neuere Verfahren der Oberflächentechnik nicht denkbar, aber auch Bauwirtschaft und Sanitärindustrie, die Elektrotechnik und die Elektronikindustrie sowie die Flugzeugindustrie kommen ohne Oberflächenveredelung nicht aus.
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