Tarifverhandlungen Druckindustrie: bvdm ruft zur Verantwortung für die gesamte Branche auf

Nach rund zwei Stunden haben der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und ver.di die Tarifverhandlungen für die 133.500 Beschäftigten in der deutschen Druckindustrie auf den 27. September 2018 vertagt. Deutlich kritisierten die Arbeitgeber die Haltung der Gewerkschaft, die den realistischen Blick auf die Branche weiterhin verweigert.

„ver.di nimmt die Konkurrenz durch die digitalen Medien und die damit verbundenen Auftragsverluste und die sinkende Zahl der Betriebe nicht ernst“, so bvdm-Verhandlungsführer Sönke Boyens. Eine Lohnerhöhung von 5 % für 12 Monate sei für die Betriebe nicht annähernd zu stemmen.

„Unsere Branche profitiert kaum von der derzeit guten gesamtwirtschaftlichen Lage, liegt jedoch nach wie vor auf einem sehr hohen Lohnniveau. Es wäre daher unverantwortlich, in dieser Situation die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und damit auch ihre Zukunft durch eine unverhältnismäßige Anhebung der Löhne zu gefährden“, so der Verhandlungsführer der Arbeitgeber weiter.

Die Verhandlungen werden am 27. September 2018 in Berlin fortgesetzt.

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Der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Als Arbeitgeberverband, politischer Wirtschaftsverband und technischer Fachverband vertritt er die Positionen und Ziele der Druckindustrie gegenüber Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und der Zulieferindustrie. Getragen wird der bvdm von acht regionalen Verbänden. International ist er über seine Mitgliedschaft bei Intergraf und FESPA organisiert. Zur Druckindustrie gehören aktuell rund 8.000 überwiegend kleine und mittelständische Betriebe mit etwa 133.500 Beschäftigten.

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