Das Finale: Der Flens-LKW wird wieder fliegen! Augen zu und durch?

"Es waren die geilsten 5 Sekunden und die geilsten 30 Meter, die ich je mit einem Fahrzeug geflogen bin", sagt Sepp Lohsteiner, der mit einem MAN-18-Tonner beim Werner-Rennen 1988 legendär über Motorräder flog. Stuntman Sepp war damals 26 Jahre alt und als Werner-Fan voller Euphorie für den Job. Dieses Jahr bei der grandiosen Neuauflage steht der spektakuläre LKW-Sprung ebenfalls auf dem Festival-Programm. Der feine aber wesentliche Unterschied: "Es geht nicht nur um höher, schneller, weiter", sondern darum, dass alle eine Menge Spaß haben, es dabei aber sicher ist – für das Publikum und auch für den Fahrer.

Auf dem Gaspedal des LKW steht in diesem Jahr der erfahrene Stuntman Thomas Bloem, Chef der Firma Stunt-Unit. Der 49-jährige Ostfriese hat bei einer Menge Stunts mitgewirkt von Tatort bis James Bond Film und ist grundsätzlich topfit, wenngleich er sich für den Sprung mit dem LKW mit gezieltem Rückentraining vorbereitet. "Das ist nicht so, dass man sich mal eben da reinsetzt und losfährt", sagt Bloem. "Das ist ein harter und gefährlicher Stunt, auf den ich mich körperlich und technisch top vorbereite."

Die technische Seite des Stunts ist das A und O. Dafür wird der 7,5-Tonner, der 3,30 Meter hoch und 8 Meter lang ist, von Spezialisten gründlich umgebaut: Überrollbügel, Spezialsitz und alles wird verstärkt, was zu verstärken ist. Am Ende wird er gewogen und für die Abnahme von Statikern und TÜV fertiggemacht. Dann wird er nochmal getrimmt, um die richtige Gewichtsverteilung von hinten 55 Prozent und vorne 45 Prozent des Gewichts zu erreichen. Hecklastig muss das Fahrzeug sein. Hat Thomas Blohm Angst? Er antwortet schnell und unerschrocken:

"Nein, Angst habe ich keine aber man ist im Vorfeld doch angespannt. Das Schlimmste, was passieren könnte ist ein Black Out. Das darf nicht passieren." Der ureigene Reflex, auf die Bremse treten zu wollen, müsse überwunden werden, frei nach dem Motto: "Augen zu und durch!". Bei dem Sprung gebe es aber auch viele Eventualitäten, wie das Wetter, die man im Vorfeld nicht berechnen kann. Da sei immer ein Restrisiko. Im Film würden solche Sprünge oft ferngesteuert umgesetzt. Viel spektakulärer ist es aber für den Zuschauer, wenn ein Fahrer aus Fleisch und Blut hinter dem Steuer sitzt. Nicht zuletzt wegen des Restrisikos und der hohen körperlichen Belastung, bei der man in 3 Sekunden wegstecken muss, was ein Profiboxer in 12 Runden Kampf verkraftet. Bloem: "Deswegen sitzt auch ein Stuntman am Steuer und nicht die Pressesprecherin der Flensburger Brauerei."

Den typischen Flens LKW mit 7,5-Tonner hat die Flensburger Brauerei extra für das Großereignis gekauft und steht Pate für das ganze Event.

Andreas Tembrockhaus, Geschäftsführer der Flensburger Brauerei erinnert sich: "Das war eine verrückte Zeit, da machte man auch als Partner verrückte Sachen. Irgendwie steckt doch in jedem von uns ein Kind. – Bei Flens jedenfalls. Deshalb plopp’en wir auch so gern und freuen uns auf dieses waghalsige Finale."

Für den Sprung wird die komplette Rennstrecke eingeplant. Der Flens-LKW beschleunigt und fährt auf die zwei Meter hohe, 15 Meter lange und 4 Meter breite Rampe. Wie weit der LKW fliegt, wagt Bloem nicht vorauszusagen. Begleitet wird der Stuntman von einem 5 Mann starken Team – darunter einer, der den Fahrer ausschließlich angurtet – "das hat mit Vertrauen zu tun" – und natürlich Techniker für den LKW sowie Rennarzt, Sanitäter und Rettungswagen.

Vor 30 Jahren war Thomas Bloem schon bei dem Werner-Rennen dabei. "Dass sich das Ding nochmal wiederholen wird, hätte ich nicht gedacht. Das macht mich natürlich stolz, dass ich sowas machen darf. So einen Job bekommt man nur einmal im Leben angeboten. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, darf immer Räuber und Gendarm spielen. In meinem Beruf steckt Herzblut." Seine Frau Yolanda wird den Stunt nicht live verfolgen. Auch hier hat Bloem eine kecke Antwort: "Der Chirurg nimmt ja auch seine Frau nicht mit in den OP."

Der Stuntman von 1988, Sepp Lohsteiner, lebt inzwischen auf Mallorca und wird sich die Details vom diesjährigen Sprung in allen Einzelheiten berichten lassen. Unvergessen ist für ihn der eigene Flug mit dem LKW damals. Lohsteiner: „Wir wussten nicht wie lang die Rampe ist, wir wussten nicht wie das Ding aufschlägt. Im Prinzip hätte ich auch draufgehen können. Aber es ist halt nicht so gewesen. Es waren die geilsten 5 Sekunden und geilsten 30 Meter die ich je hatte. Auf einmal siehst du nur die Baumwipfel und dann siehst du die Wiese. Bin richtig schön geflogen, geile Flugbahn. Die Wucht des Aufpralls war extrem, dann bin ich mehrere Male gesprungen, auf einmal sind die Luftleitungen geplatzt, der Federspeicher hat sich aktiviert, dann hat die Bremse hinten zugemacht. Der LKW hat sich quergestellt und auf die Seite gelegt.“ Unvergessen die Menschenmengen so dicht an der Bahn: „Ich bin in einen Trichter von Menschen gesprungen – habe noch nie so viele Leute gesehen.“ 30 Jahre später wird alles ein bisschen anders sein: sicherer aber mit genauso viel Action wie beim letzten Mal, das weiß auch Lohsteiner. „Ich wünsche allen Beteiligten viel, viel Spaß!“, so sein Gruß an alle Werner-Rennen-Fans aus der Ferne.

 

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