Barrierefreiheit im Bestand: welche Baumaßnahmen tatsächlich vorgenommen werden

Das Thema Barrierefreiheit spielt zunehmend auch im Sanierungs- und Modernisierungssegment eine wichtige Rolle – gerade im Wohnungsbau. Dabei können je nach Art und Umfang unterschiedlichste Baumaßnahmen durchgeführt werden, um Barrieren in bestehenden Gebäuden zu minimieren. Doch welche Maßnahmen beobachten die Bauprofis am häufigsten in ihrer Sanierungspraxis? Studienergebnisse von BauInfoConsult zeigen, dass in dieser Frage besonders oft die Verbreiterung von bestehenden Eingängen und Türen ganz oben auf dem Zettel steht. Doch das ist bei weitem nicht alles, wie die 351 befragten Bauprofis aus ihrem Arbeitsalltag berichten können. 

Der Abbau von Barrieren im Bestand gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die von den Bauprofis besonders häufig umgesetzt bzw. beobachtet werden. Ganz vorne liegt dabei die Verbreiterung bestehender Türen und Eingänge: 36 Prozent der von BauInfoConsult interviewten 559 im Wohnungsbau tätigen Architekten, Bauunternehmer, Trockenbauer, Maler und SHK-Installateure nennen spontan diesen Bauschritt.

Auch die nachträgliche Installation und Modernisierung von Aufzügen – z. B. durch den Einbau von blindengerechten Tableaus – wird von 30 Prozent der Bauakteure als oft anzutreffende barriereminimierende Maßnahme beschrieben. Daneben beobachten die Bauakteure, dass bei Sanierungsprojekten auf die Verwendung rutschfester Böden (27 Prozent) sowie die nachträgliche Installation von Handläufen und Halterungen (19 Prozent) zurückgegriffen wird, um die Barrierefreiheit in bestehenden Wohnungen zu optimieren. Dies sind zum Teil Baumaßnahmen, die relativ einfach und kostengünstig – z. B. bei der Montage von Griffen – durchgeführt werden können.    

Fast jeder sechste befragte Bauprofi hat in der barriereminimierenden Modernisierung zusätzlich den gesamten Themenbereich „Ebenerdigkeit“ in Blick: So sind Maßnahmen wie die Installation bodenebener Duschen (17 Prozent) oder die Entfernung von Bodenschwellen bzw. Stufen (16 Prozent) bautechnische Schritte, die im Sanierungssegment zu einer Verbesserung der Barrierefreiheit führen. 

Die Schaffung größerer Räume – immerhin eines der Top-3 Aspekte barrierefreien Bauens im Neubau – wird im Sanierungssegment hingegen nur von jedem zehnten Bauakteur beobachtet. Dies ist nur logisch, da die Vergrößerung bestehender Räume oft mit einem immensen bautechnischen Aufwand (und Kosten) verbunden ist – z. B. wenn Durchbrüche erforderlich werden. Im Neubau hingegen können großzügigere Raumschnitte schon vorab per Bauplanung umgesetzt werden.   

Über die Studie

Die barriereminimierenden Maßnahmen im Bestands- und Neubau sind nur einige Ergebnisse der Jahresanalyse 2018/2019, der jährlichen Baustudie von BauInfoConsult, die Anfang August erscheint. Auf Basis von über 600 Interviews unter Architekten, Bauunternehmern, Maler/Trockenbauern, SHK-Installateuren und Herstellern behandelt die Studie unter anderem Themen wie:
 

  • Baukonjunktur und zentrale Kennzahlen
  • regionale Bauprognosen 2019 und 2020
  • spontane Markenbekanntheit nach Produktsegmenten
  • Internet der Dinge, Bauen 4.0/BIM
  • Bautrends und Entwicklungen
  • Barrierefreies Bauen in Deutschland
  • DMU und Einkaufsverhalten in der Baubranche
  • Marketing- und Budgettrends
  • u.a.

Die Jahresanalyse 2018/2019 kann zum Preis von 595 € zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult bezogen werden. Mehr Informationen erhalten Sie von Alexander Faust und Christian Packwitz unter 0211 301 559-10 oder per E-Mail an info@bauinfoconsult.de.

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