Cyberkriminelle nehmen nun Video-Streamingdienste ins Visier

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Samstag, Mai 3, 2025
Entsprechend passen viele Menschen ihr Verhalten an, arbeiten von zu Hause und nutzen in der Freizeit vermehrt Audio- und Video-Streamingdienste wie Spotify, Netflix oder Amazon. Doch wie so oft, wenn etwas populär ist, nutzen dies Cyberkriminelle umgehend für ihre eigenen Zwecke aus. Denn Zugangsdaten und Kreditkarteninformationen für diese Dienste sind ein lohnendes Ziel. Zum einen können die Hacker die Daten selbst missbrauchen, zum anderen können sie diese aber auch auf dem Schwarzmarkt weiterverkaufen.
Eine Methode dabei ist das sogenannte „Huckepackverfahren“. Dabei nutzen fremde Anwender diese gestohlenen Kreditkartendaten für den gleichen Streaming-Provider wie der legitime Nutzer. Dieser merkt oftmals nicht oder erst spät, dass sich Fremde auf seine Kosten Zugriff auf die Streaming-Inhalte verschaffen.
Nun haben sich Forscher des US-Cybersecurity-Spezialisten Proofpoint mit dem Problem befasst und in einem Blog-Beitrag erklärt, wie Anmeldeinformationen gestohlen werden, was mit diesen Daten geschieht und wie man sich dagegen wehren kann.
„Neben ihrer Beliebtheit hat auch die Nachfrage nach Streaming-Angeboten enorm zugenommen, was die User-Accounts für Angreifer immer attraktiver macht“, erklärt Michael Heuer, Vice President DACH bei Proofpoint. „Da Menschen auf der ganzen Welt aufgrund der Coronavirus-Pandemie aufgefordert werden, zu Hause zu bleiben, nutzen viele von ihnen Streaming-Dienste zur Unterhaltung. Die Angreifer werden sich diesen Trend wahrscheinlich zunutze machen und den Diebstahl sowie den Verkauf von Zugangsinformationen verstärken. Wir empfehlen den Verbrauchern daher, ein paar einfache Schritte zu unternehmen, um ihre Konten zu schützen und nicht autorisierte Benutzer zu identifizieren und zu entfernen.“
Die Methoden der Angreifer
Es gibt drei Möglichkeiten für Angreifer, gültige Anmeldedaten für Streaming-Dienste zu stehlen: Schadsoftware, Credential Phishing oder zuvor erbeutete Login-Daten von anderen Diensten zu diesem Zweck heranzuziehen, da eine Vielzahl von Nutzern noch immer dazu neigt, das selbe Passwort für verschiedene Dienste zu nutzen.
Effektiver Schutz
Die meisten großen Streaming-Dienste bieten im Einstellungsmenü Möglichkeiten zur Verwaltung der mit dem Konto verbundenen Geräte. So können legitime Anwender sehen, wenn sich jemand unbefugt anmeldet. Über die Auflistung der letzten Streaming-Aktivitäten kann man zudem erkennen, ob sich illegale Log-ins ereignet haben. Natürlich ist es darüber hinaus immer ratsam, stets verschiedene Passwörter zu nutzen sowie die Browser auf den verwendeten Geräten immer aktuell zu halten.
Weitere Details zu diesen Angriffen und Screenshots mit Beispielen finden Sie im aktuellen Blogpost unseres Kunden Proofpoint.
Proofpoint
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Telefon: +49 (871) 78064258
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