Mit der MEDI:CUS-Plattform entsteht erstmals eine multicloudbasierte, sichere, datenschutzkonforme und hochgradig flexible digitale Infrastruktur für Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure des Gesundheitswesens, die auf eine moderne Stack-Architektur setzt. Durch einfach zu beziehende digitale Lösungen, die konsequente Anwendung von Standards und einheitliche Prozesse wird MEDI:CUS dabei helfen, die Chancen der Digitalisierung skalierbar zu nutzen und vor Ort Ressourcen von nicht-medizinischem Aufwand zu entlasten. So können die Kliniken den Fokus noch stärker auf das legen, was ihre Kernaufgabe ist: Die Versorgung von Patient*innen. Die Initiative wurde vom Land Baden-Württemberg gemeinsam mit zahlreichen Kliniken und Universitäten auf den Weg gebracht.
Als Gründungsmitglied bringt sich das Universitätsklinikum Freiburg aktiv in die strategische Weiterentwicklung des gesamten MEDI:CUS-Ökosystems ein. Gemeinsames Ziel ist es, Innovationen schneller einzuführen, IT-Strukturen zukunftsfähig auszurichten und die Zusammenarbeit innerhalb des Gesundheitswesens einrichtungs- und sektorenübergreifend weiter zu stärken.
„Die Digitalisierung ist ein entscheidender Faktor für eine moderne und leistungsfähige Gesundheitsversorgung. Mit unserem Engagement bei MEDI:CUS setzen wir ein klares Zeichen für Innovation, Zusammenarbeit und Zukunftsfähigkeit. Gemeinsam schaffen wir digitale Strukturen, die unseren Mitarbeitenden die Arbeit erleichtern und vor allem unseren Patient*innen zugutekommen. Deshalb freuen wir uns, als Gründungsmitglied die Entwicklung von MEDI:CUS aktiv mitzugestalten“, sagt Wenz.
„MEDI:CUS ist ein starkes Zeichen für den gemeinsamen digitalen Aufbruch des Gesundheitswesens in Baden-Württemberg. Die cloudbasierte und interoperable Datenplattform ermöglicht eine bessere Vernetzung von Versorgung, Forschung und medizinischem Fortschritt und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung im Land“, erklärt auch der Vorstandsvorsitzende der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Heiner Scheffold. „Gebündelte digitale Infrastrukturen und IT-Services stärken einheitliche Standards und entlasten die Krankenhäuser, damit diese sich auf die hochwertige und verlässliche Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten konzentrieren können.“
Führungsstruktur des Vereins gewählt
Im Rahmen der Gründungsveranstaltung wurden zudem die Vorstandsmitglieder des Vereins gewählt. Dem Vorstand gehören an:
- Prof. Dr. Dr. h.c. Frederik Wenz (Vorstandsvorsitzender), Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Freiburg,
- Prof. Dr. Dr. Martin Holderried, Medizinischer Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Karlsruhe,
- Wolfgang Schmid, Kaufmännischer Geschäftsführer der Alb Fils Klinikum GmbH.
Der Vorstand repräsentiert in seiner Zusammensetzung gleichzeitig die unterschiedlichen Einrichtungsarten und -größen und wird zusammen mit den Mitgliedern die strategische Weiterentwicklung von MEDI:CUS zum Vorteil aller gestalten.
Digitalisierung gemeinsam voranbringen
MEDI:CUS steht für einen neuen Ansatz der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. Statt Lösungen in einzelnen Einrichtungen zu beschaffen oder zu entwickeln, werden digitale Dienste künftig gemeinsam aufgebaut und betrieben. Dies stärkt die Interoperabilität, erhöht die IT-Sicherheit und schafft die Voraussetzungen, Gesundheitsdaten verantwortungsvoll für Versorgung, Forschung und Innovation nutzbar zu machen. Die beteiligten Einrichtungen übernehmen damit gemeinsam Verantwortung für eine leistungsfähige digitale Gesundheitsversorgung in Baden-Württemberg.
Über MEDI:CUS
In den vergangenen zwei Jahren hat das Land im Zuge des Projekts MEDI:CUS gemeinsam mit baden-württembergischen Kliniken und weiteren Partnern eine anbieterunabhängige, cloudbasierte Plattformarchitektur zum einfachen Bezug von Applikationen und Services aufgebaut. Damit soll die stark fragmentierte IT-Landschaft im Gesundheitswesen überwunden und der langfristige Austausch sowie die Nutzung von Gesundheitsdaten ermöglicht werden. Finanziert wurde das unter dem Dach des „Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg“ initiierte Projekt ressortübergreifend mit rund 25 Millionen Euro durch das Sozial-, das Wissenschafts- und das Wirtschaftsministerium. Das Innen- und Digitalisierungsressort war federführend mit der Umsetzung betraut. Im März gab das Kabinett seine Zustimmung für die künftige Trägerorganisation bestehend aus einem Verein und einer operativen GmbH. Heute ist die Gründung des Vereins als langfristige Steuerungseinheit der MEDI:CUS-Plattform erfolgt.
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