Ganz neu erschienen (am 18. September 2026) ist der Briefroman „Blumenlieder einer späten Liebe“ (ISBN 978-3-95716-420-9). Darin schildern Gisela Rein und Claus Irmscher alle Facetten einer gelungenen Paarbeziehung. Sie, zwei ältere DDR-Hobby-Schriftsteller, lernen sich zur Zeit der politischen „Wende“ in einem „Zirkel schreibender Arbeiter“ kennen, in dem sie zwar unter fachmännischer Leitung schreiben dürfen, aber keine Chance haben, dass ihre Texte veröffentlicht werden. Papier war knapp in der DDR und wurde für Parteibroschüren gebraucht.
Während der kleinen Abschlussfeier einer Zusammenkunft im Schloss Sondershausen stellen sie fest, wie sympathisch sie sich finden und dass ihnen auch die vorgetragenen Geschichten des Anderen ausnehmend gut gefallen, während diese von den jeweiligen Ehepartnern entweder als „brotlose Kunst“ bezeichnet oder als so unverständlich wie „Russisch“ empfunden werden.
Dazu gilt es, die Hürden des Alltags zu überwinden – die Umbrüche nach der friedlichen Revolution und dem Ende der DDR, die alle Lebensbereiche verändern. Wie und unter welchen schwierigen Umständen beide zueinander finden, sich aus den lieblosen Ehezwängen befreien, selbst ein Ehepaar werden, und, aus Mangel eines Verlags für ihre Manuskripte, selbst einen gründen, mit einigem Erfolg, und Liebende bleiben bis ins hohe Alter, erzählt dieses Buch.
Eine berührende Liebesgeschichte, verflochten mit einem Stück Frauenemanzipation und einem Stück Zeitgeschichte – behutsam, respektvoll, leidenschaftlich und fröhlich.
Ob sich ein Lebenstraum erfüllt oder nicht, hängt nicht allein vom Charakter der Person ab. Wichtiger noch erscheinen die persönliche Freiheit und die gesellschaftlichen Zwänge, in die ein Leben eingefügt ist. In diesem magischen Dreieck bewegt sich der Roman „Leben ohne Maske“ (ISBN 978-3-95716-328-8). Knut Wagner verarbeitet darin auf 640 Seiten sein eigenes Erleben in der DDR.
Sein Lebenstraum war die Bühne, das Theater. Ein Lehrerstudium hatte ihn auf Umwegen einst zu seinem Ziel, zur Erfüllung seines Lebenswunsches gebracht, zum Theater Meiningen, wo er in den zwei Jahren vor dem Mauerfall als Schauspielintendant wirkte. Jahre, in denen es bereits gärte, in denen gesellschaftliche Spannungen aufbrachen, ohne dass das Ende der Entwicklung vorauszuahnen war.
So fließen Wagner eigene Erinnerungen in seine Romanfigur Wolfgang Bruckner, den es nach dem Lehrerstudium in Jena und dem vergeblichen Versuch, am Theater zu landen, in die tiefste Provinz Thüringens verschlägt. Er kann sich nicht einleben, wo seine Frau zu Hause ist, und er bringt kein Verständnis für die Ansichten seines Schwiegervaters auf, der in den dörflichen Traditionen und Gepflogenheiten fest verwurzelt ist. Dennoch geschieht Unerwartetes: Obwohl Wolfgang seinem Lehrersein nur widerwillig nachgeht, macht er beruflich Karriere. Obwohl er große Angst vor Hunden hat, richtet er Doggen ab. Und August Stillmark, der Werkzeugmacher und Kirmestrompeter, wird mit 56 Jahren Trompetenlehrer an der Musikschule.
Nach dem Tod seines Schwiegervaters entscheidet sich Wolfgang, seiner Berufung zu folgen: Ihm gelingt sogar der Sprung ans Theater, an das renommierte Haus in Meiningen. Aber seine Revue bleibt unaufgeführt. Statt Revue Revolution: In die Herbstereignisse 1989 hineingezogen, kämpft Wolfgang Bruckner für Presse- und Meinungsfreiheit. Ein großer, immer noch aktueller Roman.
Doris Vogt-Köhler erzählt in ihrem Buch „Zeit – Form – Leben“ (ISBN: 978-3-95716-382-0) eine wahre Geschichte von Menschen in Thüringen und im Ruhrgebiet. Das Zeitfenster reicht von 1945 bis 2020. In diesem Fenster erscheinen historische Fakten und persönliche Erlebnisse.
Der Kunstbildhauer Erich Schmidtbochum aus dem Ruhrgebiet prägt mit seiner Liebe zu den einfachen Menschen auch das Leben einer Familie in Thüringen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs tritt der Soldat Erich Schmidt ins Leben einer Bergmannsfamilie, die ihm das Leben rettet. Seinem „Lebensretter“ und dessen Familie sendet er von da an regelmäßig Briefe und Kartengrüße. Er weiß, dass er ihnen damit eine Freude bereitet und sie ehrlich an seinem Leben und seinem künstlerischen Schaffen Anteil nehmen, das in Bochum beginnt. Die Stadt Bochum ist stolz auf Erich Schmidt und verleiht ihm als Zusatz ihren Stadtnamen, den er ebenso stolz lebenslang trägt.
Das Relief „Der Steiger schreibt das Gedinge auf“ ist ein Geschenk an seinen Lebensretter. Es ist eine Tür zum ehemaligen Bergbaugeschehen, hinter der sich manches entdecken lässt.
Die Autorin Doris Vogt-Köhler ist die Schwester der Schwiegertochter des „Lebensretters“. Sie hat die Briefe und Dokumente ausgewertet und die Gleichzeitigkeit des Lebens ihrer eigenen Familie in Thüringen dagegen gestellt. So versucht sie, eine Betrachtung der Lebensart der Familien in Ost und West den Lesern nahe zu bringen.
Die Print-Ausgaben sind direkt beim Verlag erhältlich und können über den Buchhandel bestellt werden. Als E-Book gibt es die Bücher über die einschlägigen Plattformen
Unser Verlagsprogramm umfasst viele Genres: Romane, Erzählungen, Krimis, Biografien, Ratgeber, Sachbücher, Reiseliteratur, Lyrik und Geschenkbücher.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden „Wahre Geschichten aus Leidenschaft geschrieben”. Hier schildern Menschen authentisch ihre Erfahrungen mit dem Geschäft der Ausbeutung der Gefühle europäischer Frauen und Männer in einigen islamischen Ländern (Bezness). Außerdem finden sich hier ungeschönte, persönliche Berichte über soziale Konflikte, Gewalterfahrung und sexuellen Missbrauch.
Alle Titel gibt es auch als E-Books, zum Beispiel über reinlesen.de.
Der Verlag Kern wurde 2006 von Evelyne Kern in Bayreuth gegründet. Seit Anfang 2015 arbeitet er unter der Leitung von Ines Rein-Brandenburg in Ilmenau. Er bietet vor allem neuen, unbekannten Autoren die Möglichkeit, ihr Manuskript professionell gestaltet auf den Markt zu bringen.
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