EMS-Tag 2026: Wie der EMS-Mittelstand Wettbewerbsfähigkeit neu sichert
Breaking News:
Kathmandu Nepal
Donnerstag, Aug. 20, 2026
Die Elektronikindustrie steht unter hohem Veränderungsdruck. Schwankende Nachfrage, anspruchsvolle Lieferketten und zunehmender Wettbewerb treffen auf neue Möglichkeiten durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Für kleine und mittlere EMS-Unternehmen entsteht daraus eine zentrale strategische Frage: Wie lassen sich Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum in einem anspruchsvollen Marktumfeld sichern?
Genau hier setzt der EMS-Tag 2026 an. Am 1. Oktober kommen Geschäftsführer, Entscheider und Fachverantwortliche aus EMS-Unternehmen, Inhouse-Fertigungen und Zulieferbetrieben im Vogel Convention Center in Würzburg zusammen. Im Fokus stehen Marktentwicklung, Wettbewerbsfähigkeit, Finanzierung, Materialversorgung und Digitalisierung – ebenso wie Sichtbarkeit, Vertrieb und strategische Positionierung.
EMS steht für Electronic Manufacturing Services. Die Unternehmen übernehmen im Auftrag von Herstellern unter anderem Beschaffung, Bestückung, Montage und Prüfung elektronischer Baugruppen sowie weitere Schritte bis zur Serienproduktion. Damit bilden sie eine zentrale Schnittstelle zwischen Entwicklung, Lieferkette und Markt. Viele dieser Unternehmen sind Hidden Champions: technologisch relevant und tief in industriellen Wertschöpfungsketten verankert, in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch häufig wenig sichtbar.
Zwischen Marktdruck und Zuversicht
Wie unterschiedlich die aktuelle Lage im EMS-Mittelstand ist, zeigt die dritte Marktumfrage von EMS Scout. Unter den 136 teilnehmenden Unternehmen erzielten 43 Prozent im ersten Halbjahr 2026 weniger Umsatz als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig erwarten 74 Prozent für 2027 steigende Umsätze.
Auch bei der Auslastung zeigt sich ein differenziertes Bild: 43 der 136 teilnehmenden Unternehmen liegen derzeit unter 70 Prozent. Zugleich rechnen 52 Prozent für das zweite Halbjahr mit einer besseren Geschäftsentwicklung. Die Zahlen erlauben keinen pauschalen Schluss auf die gesamte deutsche EMS-Branche. Sie machen aber sichtbar, wie unterschiedlich Unternehmen die aktuelle Marktsituation erleben und welche strategischen Fragen daraus entstehen.
Matthias Holsten und Michael Künsebeck ordnen die Ergebnisse beim EMS-Tag ein und zeigen, was die unterschiedlichen Entwicklungen für kleine und mittlere EMS-Unternehmen bedeuten.
„Der EMS-Mittelstand ist ein wesentlicher Teil der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Gerade in einem volatilen Marktumfeld braucht es deshalb mehr als kurzfristige Antworten. Entscheidend sind Orientierung, konkrete Lösungen und der Austausch darüber, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit, Sichtbarkeit und Positionierung nachhaltig stärken können. Genau dafür schafft der EMS-Tag eine Plattform.“ erläutert Maria Beyer-Fistrich, Chefredakteurin der Elektronikpraxis
KI wird zum Werkzeug für den Unternehmensalltag
Ein weiterer Schwerpunkt ist Künstliche Intelligenz. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technologie als Selbstzweck, sondern ihr konkreter Nutzen für mittelständische Unternehmen.
Dr. Ralf Hasler von Incap Electronics zeigt, wie agentenbasierte Systeme die EMS-Fertigung verändern können. Ein weiterer Praxisbeitrag beleuchtet am Beispiel von M. Richter, wie ein von Kewano entwickeltes KI-gestütztes ERP-System Routineaufgaben in Einkauf, Planung und Kundenkommunikation reduziert und Entscheidungen beschleunigt.
Damit richtet der EMS-Tag den Blick auf Anwendungen, die sich an konkreten betrieblichen Herausforderungen orientieren: Wo kann KI Prozesse tatsächlich vereinfachen? Welche Aufgaben lassen sich sinnvoll automatisieren? Und wo entsteht messbarer Nutzen für Unternehmen und Mitarbeitende?
Neue Workshops stärken Vertrieb und Sichtbarkeit
2026 erweitert der EMS-Tag sein Konzept erstmals um zwei Workshops. Damit rücken neben technologischen und wirtschaftlichen Themen zwei weitere strategische Erfolgsfaktoren stärker in den Fokus: Kundengewinnung und Sichtbarkeit.
Im Workshop zum EMS-Vertrieb geht es um die systematische Gewinnung neuer Kunden, zeitgemäße Akquise und Ansätze, die sich direkt auf die Vertriebsarbeit übertragen lassen.
Der zweite Workshop widmet sich der Frage, wie sich EMS-Unternehmen mit vorhandenen Ressourcen besser positionieren können. Im Mittelpunkt stehen LinkedIn, Networking, Webseiten, Themenfindung und die Präsenz in klassischen Medien. Ziel ist es, konkrete Wege aufzuzeigen, wie gerade kleinere Unternehmen ihre Sichtbarkeit erhöhen können – ohne große Marketingabteilung und ohne umfangreiche Budgets.
Die Workshops erweitern damit den Charakter des EMS-Tags: Teilnehmende erhalten nicht nur Impulse, sondern können konkrete Fragestellungen aus ihrem eigenen Unternehmensalltag bearbeiten.
Austausch als strategischer Erfolgsfaktor
Das Profil des EMS-Tags verbindet Markteinordnung, Praxisbeispiele und persönlichen Austausch. Die Themen orientieren sich an realen Herausforderungen mittelständischer Unternehmen: Wie lassen sich Materialbedarfe besser planen? Wie kann KI Routinearbeit reduzieren? Wie gewinnt ein EMS-Unternehmen in einem schwierigen Markt neue Kunden? Und wie lässt sich die eigene Position im Markt klarer kommunizieren?
Der Austausch beginnt bereits am Vorabend. Beim Networking-Abend am 30. September im Maschinenhaus im Bürgerbräu in Würzburg können Teilnehmende erste Kontakte knüpfen und Erfahrungen teilen. Am Veranstaltungstag wird dieser Dialog mit anderen EMS-Unternehmen, Vortragenden und Zulieferern fortgesetzt.
Der EMS-Tag positioniert sich damit als Plattform für einen Teil der Elektronikindustrie, dessen Bedeutung häufig größer ist als seine öffentliche Sichtbarkeit: den mittelständischen EMS-Unternehmen, die als Partner von Herstellern wesentliche Teile der elektronischen Wertschöpfung übernehmen.
Veranstaltungsinformationen
EMS-Tag 2026 – Zukunft gestalten: Perspektiven für die EMS-Branche
Datum: 1.Oktober 2026
Veranstaltungsort: Vogel Convention Center, Würzburg
Networking-Abend: 30. September 2026, Maschinenhaus im Bürgerbräu, Würzburg
Zielgruppe: Geschäftsführer, Entscheider und Fachverantwortliche aus kleinen und mittleren EMS-Unternehmen, Inhouse-Fertigungen und Zulieferbetrieben
Weitere Informationen und Anmeldung: www.ems-tag.de
Vogel Communications Group (VCG) ist mit 920 Mitarbeiter:innen und rund 120 Mio. Euro Umsatz ein führender Anbieter von B2B-Kommunikation und Fachinformation. Die internationale Unternehmensgruppe ist im deutschsprachigen Raum an 11 Standorten vertreten, darüber hinaus auch weltweit mit Lizenzpartnern und Schwerpunkt China. Die VCG bietet ein gruppeneigenes Agenturnetzwerk aus 8 Kommunikationsagenturen und Service-Unternehmen. Sie ist mit rund 110 Fachmedien in den 5 Wirtschaftsfeldern Automotive, Industrie, Informationstechnologie, Recht/Wirtschaft/Steuern und B2B-Kommunikation/Marketing verankert. Die VCG bietet für professionelle und erfolgreiche Unternehmenskommunikation 250+ Services, 100+ digitale Plattformen und Communities sowie 300 + Business-Events pro Jahr und Zielgruppenzugang in rund 25 Branchen.
Wir machen unsere Kunden durch Kommunikation erfolgreicher – national und international!
Vogel Communications Group GmbH & Co. KG
Max-Planck-Str. 7/9
97082 Würzburg
Telefon: +49 (931) 418-0
http://www.vogel.de
![]()