Übergewicht in Deutschland: Durchschnittsgewicht steigt auf 78,3 Kilogramm bei unveränderter Körpergröße — 53,4 Prozent liegen über dem Grenzwert
Kathmandu Nepal
Dienstag, Aug. 11, 2026
Das sind 1,3 Kilogramm in acht Jahren — eine Größenordnung, die im Alltag niemand bemerkt und die sich in der Statistik trotzdem klar abbildet. Sie erklärt zugleich, warum Ernährungsformen mit festen Regeln so stabil nachgefragt werden: Wer eine schleichende Verschiebung korrigieren will, greift eher zu einem Rahmen als zu einem Vorsatz. Ein solcher Rahmen setzt am Zeitpunkt an, wie beim intermittierenden Fasten für Einsteiger.
Ein zweiter Zugang verändert nicht den Zeitpunkt, sondern die Zusammensetzung der Mahlzeiten. Diesem Muster folgt die typgerechte Low-Carb-Ernährung mit Rezeptbasis. Das Fachportal der Provimedia GmbH bündelt beide Ansätze.
Was der Mikrozensus 2025 ausweist
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ergibt sich für das Jahr 2025 folgendes Bild:
Die Lücke zwischen den Geschlechtern ist größer als die Bewegung über die Zeit
Bemerkenswert ist weniger der Anstieg als der Abstand: Zwischen Männern und Frauen liegen bei dieser Quote 18,8 Prozentpunkte — 62,6 gegenüber 43,8 Prozent. Der Zuwachs des Durchschnittsgewichts über acht Jahre beträgt dagegen gut ein Kilogramm.
Bei der Adipositas kehrt sich das Verhältnis fast um: Hier liegen Männer mit 19,9 Prozent und Frauen mit 15,8 Prozent deutlich näher beieinander. Der Unterschied entsteht also vor allem im Bereich zwischen den Werten 25 und 30 — dort, wo der Index Übergewicht anzeigt, ohne dass eine Adipositas vorliegt.
Warum der Body-Mass-Index nur eine grobe Auskunft gibt
Der Index setzt das Gewicht ins Verhältnis zum Quadrat der Körpergröße. Er unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse und berücksichtigt weder Statur noch Fettverteilung. Eine muskulöse Person kann rechnerisch übergewichtig sein, ohne es gesundheitlich zu sein.
Hinzu kommt die Erhebungsmethode: Der Mikrozensus fragt Größe und Gewicht ab, er misst sie nicht. Selbstauskünfte weichen erfahrungsgemäß nach unten ab, was die Anteile eher unter- als überschätzen dürfte. Für Zeitvergleiche bleibt die Reihe dennoch belastbar, weil die Methodik über die Erhebungswellen gleich bleibt.
„Die Zahl, die unsere Leser überrascht, ist nicht der Anteil, sondern das Tempo. Gut ein Kilogramm in acht Jahren merkt niemand — und genau deshalb wird es selten zum Anlass, etwas zu ändern“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Der nächste Mikrozensus zeigt, ob das Tempo anhält
Das Statistische Bundesamt erhebt Größe und Gewicht regelmäßig im Mikrozensus. Die nächste Auswertung wird zeigen, ob der Zuwachs von gut einem Kilogramm binnen acht Jahren so weiterläuft oder abflacht.
Im Alltag hilft der Blick auf die Größenordnung: Ein Kilogramm über acht Jahre sind rund 125 Gramm im Jahr. Das ist zu wenig, um es zu bemerken, und genug, um sich zu summieren — was erklärt, warum Ernährungsformen mit festen Regeln stabiler nachgefragt werden als kurzfristige Kuren. Ob im Einzelfall Handlungsbedarf besteht, entscheidet nicht die Statistik, sondern die ärztliche Einschätzung, insbesondere bei einem Index über 30 oder bei Vorerkrankungen.
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