Zwei Therapien – gleicher klinischer Nutzen, unterschiedlicher Versorgungsaufwand
Breaking News:
Kathmandu Nepal
Donnerstag, Juli 30, 2026
Während in Deutschland im Rahmen der frühen Nutzenbewertung vor allem patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Morbidität, Lebensqualität und Nebenwirkungen berücksichtigt werden, verändert sich mit der Einführung der gemeinsamen europäischen EU Joint Clinical Assessments (JCAs) die Beurteilung klinischer Evidenz grundlegend. Künftig wird der vergleichende klinische Nutzen innovativer Technologien für viele Anwendungen auf europäischer Ebene gemeinsam bewertet. Gleichzeitig gewinnen gesundheitsökonomische Fragestellungen wie Ressourcenverbrauch, Prozessqualität und Versorgungseffizienz für nationale Erstattungs- und Preisentscheidungen weiter an Bedeutung.
Gerade bei Therapien mit vergleichbarem klinischem Nutzen können Unterschiede im Ressourcenverbrauch, im Personalbedarf oder in den Versorgungsprozessen entscheidende Informationen für gesundheitsökonomische Beurteilungen und Market-Access-Strategien liefern.
„Die Zukunft des HTA liegt in einer ganzheitlichen Bewertung medizinischer Innovationen“, so Greiling. „Klinische Evidenz bleibt unverzichtbar. Erst die Verbindung mit realen Prozess- und Ressourcendaten macht jedoch sichtbar, welchen gesundheitsökonomischen Mehrwert eine Innovation tatsächlich für die Versorgung bietet.“
Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) macht den realen Versorgungsaufwand mithilfe von Time-Driven Activity-Based Costing (TDABC), Prozesskostenrechnung und detaillierten Prozessmodellierungen transparent, messbar und vergleichbar. Wissenschaftlich fundierte Prozessanalysen zeigen auf, welche Abläufe sich durch eine neue Therapie verändern, welche Ressourcen eingespart oder zusätzlich benötigt werden und welche Auswirkungen sich auf den gesamten Behandlungsprozess ergeben. Damit ergänzt das IWiG die klassische Nutzenbewertung um den Wert, den eine Technologie für Patienten und Gesundheitssysteme bringt.
Für Pharmaunternehmen entstehen dadurch neue Möglichkeiten im Market Access. Ergänzend zur klinischen Evidenz können belastbare Aussagen über den tatsächlichen Ressourcenverbrauch einer Therapie in die gesundheitsökonomische Argumentation gegenüber Kostenträgern und Gesundheitseinrichtungen einfließen. Dies schafft eine fundierte Grundlage für Preisverhandlungen, HTA-Dossiers sowie strategische Entscheidungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus.
Gerade vor dem Hintergrund der europäischen Joint Clinical Assessments können Analysen des tatsächlichen Versorgungsaufwands dazu beitragen, den Mehrwert einer Innovation für nationale Market-Access-Strategien noch umfassender und transparenter darzustellen.
“IWiG gehört zu Deutschlands Top-Innovationschampions 2025 aus Forschung, Entwicklung und Wissenschaft gemäß der FOCUS-Business-Bestenliste des Verlags Hubert Burda Media.“
Info-Link zur Softwarebasierten Prozessualen Gesundheitsökonomischen Analyse (SPGA)
Das Institut für Workflow-Management im Gesundheitswesen (IWiG) beschäftigt sich mit der Analyse, Optimierung und Digitalisierung von Arbeitsprozessen im Gesundheitswesen. Ziel ist es, durch innovative Methoden und Technologien die Effizienz und Qualität medizinischer und administrativer Abläufe nachhaltig zu verbessern.
"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."
Deutsche Gesellschaft für Workflow-Management im Gesundheitswesen (DGWMiG) e.V.
Ignaz-Reimann-Straße 4
48291 Telgte
Telefon: + 49 (0)2504 9337-110
Telefax: + 49 (0)2504 9337-120
http://www.dgwmig.de/
![]()