„Musik ist die beste Therapie“ – Engagementpreis für Frau Merker
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Kathmandu Nepal
Freitag, Juli 24, 2026
Von einer Idee zur starken Gemeinschaft
Die Idee für die Aussiedlergruppe entstand bereits im Jahr 2007. Damals erhielt Frau Merker über ihre Arbeitgeberin eine Broschüre mit der Einladung zu einem deutsch-russischen Nachmittagscafé. Daraus entwickelte sie die Idee, eine eigene Gruppe für Aussiedler*innen zu gründen. Was klein begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer festen Gemeinschaft mit großer Bedeutung für viele Menschen.
Musik als Kraftquelle
Selbsthilfe bedeutet für Frau Merker weit mehr als gegenseitige Unterstützung. Es geht um Nähe, Zuhören und darum, Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht allein zu lassen. Besonders eindrucksvoll beschreibt sie die Kraft der Musik: „Musik ist die beste Therapie. Sie gibt uns die Möglichkeit, für ein paar Stunden Krankheiten, Probleme oder Sorgen zu vergessen.“
Die Gruppe trifft sich regelmäßig, isst gemeinsam, singt und tanzt und unterstützt sich gegenseitig – oft weit über die Treffen hinaus. Viele Mitglieder erleben die Gruppe als „zweite Familie“. Gerade Menschen, die Einsamkeit, Krankheit oder persönliche Krisen erleben, finden hier Halt, Gemeinschaft und neue Kraft.
Begegnungen, die berühren
Besonders bewegend sind für Frau Merker die Begegnungen bei Auftritten ihres Chores in Hospizen und Pflegeeinrichtungen. Dort erlebt sie immer wieder, wie Musik Menschen berührt und neue Lebensfreude schenken kann. Manche Rückmeldungen von Mitgliedern der Aussiedlergruppe bleiben ihr besonders im Herzen: „Es gibt nirgendwo eine Gruppe wie unsere, nur nette, freundliche Menschen, positive Aura, man fühlt sich gleich wie Zuhause.“
Engagement, das Freude schenkt
Solche Worte zeigen, welche Wirkung ehrenamtliches Engagement und Selbsthilfe entfalten können. Gleichzeitig macht Frau Merker deutlich, dass hinter dieser Arbeit auch viel Einsatz steckt. Organisation, Fahrten, Bürokratie, Instrumente und Unterlagen – vieles wird privat organisiert und getragen. Dennoch überwiegt für sie die Freude: „Wir schenken den Menschen Freude – und damit tun wir auch uns selbst etwas Gutes.“
Sich neu erfinden und Verantwortung übernehmen
Ihr eigener Lebensweg hat sie geprägt. Nach einem Neuanfang in Deutschland meisterte sie viele Herausforderungen: Sie lernte die Sprache, absolvierte eine Ausbildung, versorgte ihre Familie und schuf sich gleichzeitig neue Perspektiven. Durch ihr Engagement habe sie sich „neu erfunden“ und gelernt, soziale Verantwortung für andere zu übernehmen.
Selbsthilfe stärkt den Zusammenhalt
Der Engagementpreis würdigt deshalb nicht nur den langjährigen Einsatz von Frau Merker**, sondern** auch die große Bedeutung von Selbsthilfe insgesamt. Selbsthilfe schafft Räume für Begegnung, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und zeigt, wie viel Menschen füreinander bewirken können. Oder, wie Frau Merker es selbst formuliert: Sie möchte „zum Wohl meiner Landsleute etwas Sinnvolles tun und mich für den Zusammenhalt der Kulturen in Berlin und für die Demokratie einsetzen.“
Wir wünschen Frau Merker weiterhin alles Gute für ihr Engagement und danken ihr herzlich dafür, dass sie Berlin jeden Tag ein Stückchen besser macht.
Unionhilfswerk
Schwiebusser Straße 18
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