Wie finden Studenten eine bezahlbare Bleibe?

Am günstigsten ist ein Studentenwohnheim. Teilmöblierte Zimmer kosten durchschnittlich 300 Euro warm und sind damit viel günstiger als am freien Wohnungsmarkt. Für Studierende mit Kind gibt es auch kleine Wohnungen. 

Studentenwohnheim: Früh bewerben und dranbleiben

Das Problem: Es gibt zu wenige Wohnheimplätze – deutschlandweit nur 196.000. Entsprechend lang sind die Wartelisten. Nur wer sich früh bewirbt, hat Chancen. Zum Teil ist eine Bewerbung beim zuständigen Studierendenwerk schon vor der Zusage der Uni möglich. Auch private Träger, Vereine, Kirchen und Verbindungen bieten günstige Zimmer an. Kontaktadressen gibt es beim AStA und im Internet. Studierende sollten aber hinterfragen, welche Verpflichtungen mit einem Einzug verbunden sind. Manche Studentenverbindungen sind politisch sehr konservativ, zum Teil mit Kontakten in rechtsextreme Kreise. 

WG-Zimmer: Kosten teilen und Anschluss finden

Wer in eine Wohngemeinschaft (WG) zieht, kommt ebenfalls günstiger weg, weil Sie sich Miet- und Nebenkosten teilen. Bad und Küche werden gemeinsam genutzt. Haben Sie nette Mietbewohner erleichtert dies auch den Start am neuen Studienort. Damit das WG-Leben funktioniert, lassen Vermieter Studierende häufig mitentscheiden, wer einziehen soll, wenn ein Zimmer frei wird. Die Chemie sollte stimmen und die Regeln des Zusammenlebens abgesprochen werden. Streit um Putzpläne, nicht abgespültes Geschirr und abendliche Feten lassen sich so vermeiden. 

Wohnen für Hilfe: Mit Senioren unter einem Dach

Wem es in einer WG zu laut und trubelig ist, kann ein Zimmer bei einer Familie oder älteren Menschen mieten, denen das Haus zu groß geworden ist, seit die Kinder ausgezogen sind. Wie eng der Kontakt zu den Vermietern im Alltag ist, kann sehr unterschiedlich sein. Vom reinen Untermieter bis hin zu Projekten wie „Wohnen für Hilfe“ ist alles möglich. Wer bei Senioren einzieht, zahlt meist keine oder nur eine geringe Miete und übernimmt dafür Botengänge oder Tätigkeiten in Haushalt und Garten. Pro Quadratmeter Wohnraum ist eine Stunde Hilfe im Monat üblich. Pflegeleistungen sind jedoch ausgeschlossen. Art und Umfang der Hilfe sollten Sie vorab besprechen und im Mietvertrag regeln.    

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