GRS Autoservice-Roadshow 2026: 112 Teilnehmer, vier Standorte, praxisnahe Themen

In Hamburg, Leipzig, Sindelfingen und Leverkusen kamen mehr als hundert Teilnehmer aus dem Premio- und HMI-Netzwerk zusammen, um sich zu aktuellen Themen aus dem Autoservice- und IT-Bereich zu informieren.

Gastgeber der diesjährigen Roadshow-Runde waren die regionalen Handelspartner AAG (Hamburg), WM (Leipzig), Göhrum Autoteile (Sindelfingen) und Wütschner Autoteile (Leverkusen) sowie von GRS-Seite Autoservice-Leiter Thorsten Brückner und IT-Retail-Leiter Marco Heitmann.

Einen Schwerpunkt im Autoservice-Part der Roadshow bildete der Klimaanlagenservice. Referent Phillip Benstein von Trainmobil erläuterte die Auswirkungen der neuen Klimaanlagen-Durchführungsverordnung auf den Werkstattalltag durch geänderte Anforderungen beim Umgang mit Kältemitteln, neue Prüfpflichten und veränderte Serviceprozesse. Darüber hinaus zeigte er auf, wie sich Remoteservice-Lösungen bei der Fahrzeug-Diagnose immer weiter verbessern und zunehmend in den Betriebsablauf integriert werden können.

Vertreter von Hella Gutmann referierten zum Thema Fahrerassistenzsysteme. Die Kalibrierung von ADAS-Komponenten – von Radarsensoren bis zu Kameras – ist nach Veränderungen am Fahrzeug, Unfällen, dem Austausch von Windschutzscheiben oder Fahrwerksarbeiten zwingend erforderlich und für Werkstätten damit kein Nischenthema mehr. Hella Gutmann vermittelte technische Grundlagen, typische Fehlerquellen und die Anforderungen an Ausrüstung und Qualifikation.

IT-Block: Vier Neuerungen mit direkter Betriebsrelevanz

Am Nachmittag übernahm Marco Heitmann das Programm und informierte die Teilnehmenden über die aktuelle Schwerpunktthemen rund um die GRS-eigene Warenwirtschaft. Im Fokus standen die neue Telefonintegration im GRS-Warenwirtschaftssystem TireSoft3, die jüngsten Entwicklungen rund um die Digitale Arbeitskarte sowie der aktuelle Stand der E-Rechnung. Dabei ging es insbesondere um die gesetzlichen Vorgaben und die notwendigen Vorbereitungen der Partner für deren Umsetzung.

Mit der nahtlosen Integration der Telefonanlage in die Warenwirtschaft werden Telefonprozesse effizienter und kundenorientierter gestaltet. Eingehende Anrufe werden automatisch erkannt, sodass Anrufende persönlich begrüßt werden können und alle relevanten Kundeninformationen sofort zur Verfügung stehen. Eine zeitaufwendige Identifikation des Kunden entfällt – das spart wertvolle Zeit, reduziert unnötige Rückfragen und schafft Raum für eine schnelle, zielgerichtete Beratung. Darüber hinaus werden die wesentlichen Gesprächsinhalte direkt dokumentiert und stehen allen Mitarbeitenden zentral zur Verfügung.

Einen weiteren Schwerpunkt bei der GRS bildet die Weiterentwicklung der Digitalen Arbeitskarte. Dabei geht die Lösung inzwischen weit über die reine Auftragsbearbeitung hinaus: Künftig werden auch angrenzende Werkstattprozesse wie die digitale Rädereinlagerung sowie eine präzise digitale Auftragszeiterfassung integriert. Ziel ist eine durchgängige Digitalisierung aller werkstattrelevanten Abläufe – von der Fahrzeugannahme über die Arbeitsvorbereitung bis hin zum Abschluss des Werkstattauftrags.

Als weitere TireSoft3-Neuerung stellte Heitmann die neue Schnittstelle zu TYSYS, dem Komplettradexperten aus dem Hause Goodyear, vor, über die GRS-Partner ab sofort individuell zusammengestellte und montagefertige Kompletträder direkt aus dem Warenwirtschaftssystem heraus bestellen können. Das entlastet die Werkstatt gerade in saisonalen Spitzenzeiten und ermöglicht einen effizienteren Einsatz der vorhandenen Personalressourcen.

Anhand praxisnaher Beispiele zeigte GRS den Partnerbetrieben, wie sich die neuen Funktionen schrittweise und ohne großen Mehraufwand in den Werkstattalltag integrieren lassen. „Digitalisierung wird im Werkstattalltag noch häufig als zusätzlicher Aufwand wahrgenommen“, erklärte Marco Heitmann. „Dabei nehmen digitale Werkzeuge den Mitarbeitenden viele Routinetätigkeiten ab, schaffen mehr Transparenz und sorgen für effizientere Prozesse. Genau das wollten wir den Teilnehmenden anhand konkreter Beispiele vermitteln.“

Thorsten Brückner, der die Veranstaltungsreihe moderierte, zieht ein positives Fazit: „Die Roadshow lebt davon, dass wir komplexe Themen direkt in die Betriebe bringen – nicht als trockene Präsentation, sondern im echten Austausch. Die positive Resonanz der Teilnehmenden hat einmal mehr gezeigt, wie gut Veranstaltungen mit praxisnahem Bezug im Netzwerk ankommen.“

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