Auch eine höhere und sportlichere Ausrichtung der Marke Opel, wie es sie zu Zeiten der Modelle GT, Manta, Commodore und Diplomat gab, hält Vidal für denkbar. „Wenn wir das in der Preisklasse von Mainstream-Marken schaffen, wenn wir überlegene Qualität, überlegenes Design und überragende Cockpit-Erlebnisse auf einem Qualitätsniveau bieten, das der Premium-Welt entspricht, wäre das wirklich genial. Denn genau das verlangt der Markt, und nicht viele Marken können hier liefern.“
Generell verfolgt der seit 2025 amtierende Designchef der europäischen Stellantis-Marken das Ziel, dass sich die Marken weiterhin an den nationalen Design-Vorlieben orientieren. „Italienische Marken müssen sich italienisch anfühlen, französische Marken müssen sich französisch anfühlen, also müssen wir in positiver Hinsicht schizophren sein und jeder Kultur und jedem kulturellen Designerbe treu bleiben“, betont Vidal. „Das gilt nicht nur für die Nationalitäten, sondern für jede einzelne Marke.“ Das sei auch bei gleicher Plattform und Technik möglich. „Ein gutes Beispiel für Modelle, bei denen das trotz einer gemeinsamen technischen Basis gelungen ist, sind der Peugeot 3008 und der Opel Grandland. Alle Varianten, inklusive DS 7 und Citroën C5 Aircross, sind sehr unterschiedlich in Bezug auf Fahrverhalten, Handling und Design. Trotzdem sind sie technisch eng miteinander verwandt. Ein gutes Beispiel für Synergien zwischen Modellen, bei denen die Markenspezifika dennoch erhalten bleiben.“
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