Wenn Regallücken im Supermarkt zum Umsatzkiller werden

Lebensmittelhändler digitalisieren Kasse, Onlineshop und Lieferketten seit Jahren konsequent. Gleichzeitig entscheidet sich der Umsatz nach wie vor an einer sehr analogen Stelle: am Regal. Ist un ein Artikel nicht verfügbar, greift der Kunde zur Alternative, zur Konkurrenz oder kauft gar nicht. Jede Regallücke ist damit nicht nur ein logistisches Ärgernis, sondern ein direkter, messbarer Umsatzverlust.

Besonders in Filialnetzen mit hohem Durchsatz summieren sich diese Lücken schnell. Frequenzstarke Artikel sind ausverkauft, obwohl im System noch Bestand ausgewiesen wird. Nachbestellungen erfolgen zu spät oder in falscher Menge. Oft fehlt die Transparenz darüber, ob die Ware nicht geliefert wurde, im Lager liegt oder schlicht nicht eingeräumt wurde. Genau hier wird die Bestandsführung vom Nebenprozess zum entscheidenden Umsatzhebel.

Warum Regallücken teurer sind als gedacht

Der direkte Verlust durch einen nicht verkauften Artikel ist nur die Spitze. Hinzu kommen Kundenabwanderung, sinkende Wiederkaufrate und ein beschädigtes Filialimage. Bei verderblicher Ware kommt das Gegenteil hinzu: Überbestände, die als Abschrift im Verlust enden. Beide Probleme, Out of Stock und Überbestand, haben dieselbe Ursache: ungenaue Bestandsdaten.

Solange Bestände verzögert oder manuell gepflegt werden, bleibt die Disposition ein Ratespiel. Die Folge sind leere Regale bei Topsellern und volle Lager bei Ladenhütern.

Wo die Lücke wirklich entsteht

In der Praxis beginnt das Problem selten beim Einkauf, sondern in der Filiale selbst. Wareneingänge werden nicht oder zu spät verbucht. Umlagerungen zwischen Lager und Verkaufsfläche bleiben undokumentiert. Inventurdifferenzen verfälschen den Systembestand. Nachbestellungen basieren häufig auf Schätzungen oder manuellen Notizen.

Das Ergebnis ist eine Diskrepanz zwischen System- und Regalbestand. Diese Lücke lässt sich nur schließen, wenn Bestandsbewegungen unmittelbar dort erfasst werden, wo sie entstehen.

Mit mobiler Bestandsführung Regallücken reduzieren

Genau hier setzt die COSYS Retail Management Software an. Statt Bestände nachträglich zu korrigieren, werden alle relevanten Bewegungen mobil und in hoher Synchronisationsfrequenz erfasst, per Smartphone oder MDE-Gerät direkt auf der Fläche.

Wareneingänge werden beim Eintreffen gescannt und sofort verbucht. Umlagerungen, Abschriften und Korrekturen erfolgen mobil ohne Medienbruch. Bestellanforderungen lassen sich direkt am Regal erfassen und zur Auslösung an das übergeordnete Warenwirtschaftssystem übermitteln, sobald ein Mindestbestand erreicht ist. Dadurch entsteht eine optimierte Datenbasis zur nachhaltigen Verbesserung der Disposition.

Für den Lebensmittelhandel bedeutet das konkret: weniger leere Regale bei Topsellern, optimierte Abschriften bei Frischeware durch lückenlose MHD-Kontrolle und eine präzisere Disposition durch effizientere Prozessabläufe.

Transparenz durch Retail Analytics und Prozessdatenanalyse

Der eigentliche Hebel entsteht durch die Auswertbarkeit. Über die integrierte COSYS Retail Analytics werden Bestandsbewegungen, Abverkäufe und potenzielle Out-of-Stock-Situationen filialübergreifend analysiert.

Dadurch wird sichtbar, welche Artikel wann und wo regelmäßig ausverkauft sind, an welchen Standorten Nachbestellungen zu spät erfolgen und wo Bestände systematisch von der Realität abweichen. Aus einer reaktiven Regalpflege wird so eine datenbasierte Steuerung, die Engpässe erkennt, bevor sie zum signifikanten Umsatzverlust führen.

Praxisbeispiel

Eine regionale Supermarktkette kämpfte trotz Warenwirtschaftssystem dauerhaft mit leeren Regalen bei frequenzstarken Artikeln. Wareneingänge werden teils erst am Folgetag verbucht, Nachbestellungen liefen uneinheitlich.

Nach Einführung der mobilen COSYS Retail Management Software mit Bestandsführungsmodulen wurden Wareneingänge direkt bei der Anlieferung erfasst und Bestellanforderungen am Regal digital dokumentiert. Das Ergebnis: weniger Out-of-Stock-Situationen bei Topsellern, geringere Abschriften bei Frischeware und eine zuverlässigere Datenbasis für die Disposition im ERP-System.

Fazit

Regallücken sind kein unvermeidbares Übel, sondern das Symptom ungenauer Bestandsdaten. Wer Bestandsbewegungen mobil und zeitnah erfasst und konsequent auswertet, schließt die Lücke zwischen System und Regal und optimiert die Warenverfügbarkeit.

Die COSYS Retail Management Software verbindet mobile Bestandsführung, Wareneingang, Nachbestellung und Analyse zu einer durchgängigen Plattform für den modernen Lebensmittelhandel.

Testen Sie die kostenlose COSYS Retail Demo-App für iOS und Android und erleben Sie Wareneingang, Bestandsführung und Nachbestellung direkt aus Anwendersicht. Für weitere Informationen zu passenden Lösungen für Ihr Unternehmen steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.

Über die Cosys Ident GmbH

Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.

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