Forschung im Bundestag: HsH-Studierende präsentieren ihre Abschlussarbeiten in Berlin
Große Ehre für drei Studierende der Hochschule Hannover (HsH): Am Donnerstag, den 25. Juni, durften die BWL-Studierenden Ali Faruk Gönülalan und Hannah Reipen sowie die Absolventin des Bachelor-Studiengangs Public Relations Hannah Diederich ihre Forschungsarbeiten im Deutschen Bundestag präsentieren. Im Rahmen der Ausstellung „Poster im Bundestag: Wissenschaftsfreiheit – die Freiheit zu forschen“ begrüßte Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz Studierende aus 28 deutschen Universitäten und Hochschulen. Ihre Arbeiten wurden von einer Jury aus einer Vielzahl von Einreichungen ausgewählt und werden für drei Wochen an prominenter Stelle im Zentrum der Demokratie zu sehen sein.
Ein einmaliges Erlebnis im Bundestag
Hannah Diederich, Absolventin des Bachelor-Studiengangs Public Relations, hat in ihrer Abschlussarbeit untersucht, wie große US-Unternehmen in den ersten 100 Tagen der zweiten Amtszeit Donald Trumps über Diversity, Equity und Inclusion (DEI) kommunizierten – und diese Ergebnisse mit der DEI-Kommunikation derselben Unternehmen zu Beginn der Präsidentschaft Joe Bidens verglichen. Die Analyse zeigt deutlich: Unter Trump wurden entsprechende Themen in Pressemitteilungen merklich seltener und zurückhaltender aufgegriffen. Die Arbeit macht damit sichtbar, wie sensibel Unternehmenskommunikation auf politische Rahmsenbedingungen und gesellschaftliche Polarisierung reagiert.
„Es war ein einmaliges Erlebnis, die eigene Abschlussarbeit im Bundestag vorstellen zu dürfen“, freute sich Diederich. „Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich Studierende aus ganz Deutschland forschen und welche Themen sie bewegen.“
„Das Gefühl, etwas geschafft zu haben, das wirklich ernst genommen wird“
Nachdem er erst Anfang Juni mit dem HsH-Lehrpreis als bester Tutor ausgezeichnet wurde, durfte sich auch Ali Faruk Gönülalan zusammen mit seiner Kommilitonin Hannah Reipen auf den Weg nach Berlin machen. Gemeinsam untersuchten die beiden BWL-Studierenden unter dem Titel „Zwischen Leistungsdruck und Lebensrealität, wie Studienerfolg unter realen Studienbedingungen entsteht“. Auf Basis empirischer Daten analysierten sie, wie Selbstorganisation, Zeitmanagement und Stressbewältigung mit finanziellen Belastungen, Erwerbstätigkeit und Prüfungsdruck zusammenwirken. Das Ergebnis: Erfolgreiches Studieren ist nicht nur eine Frage individueller Leistung, sondern auch der Rahmenbedingungen, unter denen Studierende lernen, arbeiten und leben.
„Wenn mir am Anfang meines Studiums jemand gesagt hätte, dass ich einmal meine eigene Forschung im Bundestag vorstellen darf, hätte ich das wahrscheinlich nicht geglaubt“, so Gönülalan. „Es war schon ein besonderer Moment, dort zu stehen und mit so vielen unterschiedlichen Leuten über unser Thema zu sprechen. Ein großes Dankeschön geht auch an unseren Professor, der uns auf dem Weg unterstützt und ermutigt hat.“
Reipen fügte hinzu: „Irgendwie ist es schon süß, wenn man merkt, dass die eigene Arbeit plötzlich außerhalb der Hochschule Aufmerksamkeit bekommt. Gleichzeitig ist es auch richtig stark, welche Möglichkeiten wir schon im Studium bekommen. Aus Berlin nehme ich viel Motivation mit – und das Gefühl, etwas geschafft zu haben, das wirklich ernst genommen wird.“
Praxisnah, wissenschaftlich orientiert und gesellschaftlich relevant
„Wir freuen uns sehr über diesen besonderen Erfolg unserer Studierenden“, sagt Prof. Dr. Josef von Helden, Präsident der Hochschule Hannover. „Die Präsentation im Bundestag ist eine große Ehre und zugleich eine Anerkennung für die Qualität studentischer Forschung an der HsH. Die beiden Projekte zeigen, wie praxisnah, wissenschaftlich fundiert und gesellschaftlich relevant unsere Studierenden forschen.“
Auch die drei Betreuenden, Prof. Dr. Maik von Fischer und Prof. Dr. Adriana Cardozo Silva (Gönülalan und Reipen) sowie Prof. Dr. Johannes Berendt (Diederich), waren zur feierlichen Eröffnung in den Bundestag geladen und nutzten die Gelegenheit, sich zum Thema studentische Forschung auszutauschen.
Die Ausstellung „Poster im Bundestag“ kann noch bis zum 17. Juli 2026 im Deutschen Bundestag besucht werden. Weitere Informationen zur Ausstellung unter https://uol.de/poster-im-bundestag.
Die Hochschule Hannover ist die zweitgrößte Hochschule in der Landeshauptstadt. Sie bietet ein breitgefächertes Studienangebot in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Sozialwesen sowie Informatik, Kommunikation und Gestaltung. Studierende lernen mit einer hohen Anwendungs- und Zukunftsorientierung und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Neben Lehre und Forschung agiert die Hochschule als Impulsgeberin und Transferpartnerin für die Wirtschaft und Gesellschaft in Stadt, Region und Land. Die Fakultäten finden sich an den Standorten in Linden, Ahlem, Expo Plaza, Kleefeld und der Südstadt.
Zahlen & Fakten:
• An der HsH studieren rund 9.000 Studierende in fünf Fakultäten.
• Die HsH bietet etwa 70 akkreditierte Studienangebote, darunter zahlreiche duale und berufsbegleitende Studienmodelle.
• Rund 290 Professorinnen und Professoren und rund 1000 Beschäftigte sind an der HsH tätig.
• Zertifikate & Netzwerke: familiengerechte Hochschule, Total E-Quality Prädikat, weltoffene Hochschule, Bündnis Niedersachsen hält zusammen, Gleichstellungsstarke Hochschule Professorinnenprogramm 2030
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