Mitmachen und Leben retten – „Zwei Räder, ein Ziel: Null Unfälle“
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Mittwoch, Juni 17, 2026
Unter dem Motto „Zwei Räder, ein Ziel: Null Unfälle“ stellt der diesjährige Tag der Verkehrssicherheit die Sicherheit von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern in den Mittelpunkt. Der jährliche Aktionstag, der 2005 vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) initiiert wurde, findet bundesweit am kommenden Samstag, den 20. Juni 2026, statt. Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen machen Polizeibehörden, Verkehrswachten, Schulen und Kommunen auf die Bedeutung sicherer Mobilität aufmerksam.
25-fach höheres Todesrisiko auf dem Motorrad
Dass für Bikerinnen und Biker bei gleichzeitig erheblichen Fortschritten bei der Verkehrssicherheit für Pkw-, Lkw- und Bus-Insassen großer Handlungsbedarf besteht und eine stärkere Sensibilisierung in der Bevölkerung notwendig ist, zeigen die Unfallzahlen. Im Jahr 2024 sei jeder fünfte im Straßenverkehr getötete Mensch mit einem Motorrad unterwegs gewesen, so der DVR. Bezogen auf die Fahrleistung trügen Motorradfahrende demnach ein rund 25-fach höheres Risiko, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen als Pkw-Insassen. Nach Angaben des DVR verunglückten insgesamt 27.934 Motorradfahrende im Jahr 2024; 513 von ihnen kamen dabei zu Tode.
„Hinter jeder Unfallstatistik stehen Menschen, Familien und persönliche Schicksale. Die Vision Zero – also die Präventionsstrategie, die darauf abzielt, Unfälle, schwere Verletzungen und tödliche Vorfälle vollständig zu vermeiden – erinnert uns daran, dass schwere Verkehrsunfälle nicht als unvermeidbar hingenommen werden dürfen. Gerade Motorradfahrerinnen und -fahrer zählen zu den besonders vulnerablen Verkehrsteilnehmern. Mehr Aufmerksamkeit, Respekt und Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr können entscheidend dazu beitragen, Leben zu schützen. Entsprechend wichtig ist es auch, die Menschen dafür immer wieder zu sensibilisieren. Aus diesem Grund beteiligt sich der Automobilclub KS e.V. in diesem Jahr auch am Aktionstag und macht auf mehr Verkehrssicherheit aufmerksam“, erläutert Isabella Finsterwalder, Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V., der eines der Gründungsmitglieder des DVR ist.
Technische Maßnahmen zur Reduzierung von Motorradunfällen
„Sicherheit darf kein Privileg der Mehrheit im Auto sein – sie ist ein Grundrecht aller Verkehrsteilnehmenden, unabhängig davon, auf wie vielen Rädern sie unterwegs sind“, sagt DVR Präsident Manfred Wirsch. „Neben Rücksicht und Vorsicht der Verkehrsteilnehmenden brauchen wir aber auch entschlossenes politisches Handeln.“ Der DVR fordert die Umsetzung einer Reihe von technischen Maßnahmen, um die Zahl der Motorradunfälle zu reduzieren. So solle sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene für den verpflichtenden Einbau des automatischen Notrufsystems eCall auch für Motorräder einsetzen. Bereits seit 2018 ist dieses für alle neu typengeprüften Pkw und leichten Nutzfahrzeuge EUweit Pflicht. Zudem spricht sich der DVR für die Einführung verbindlicher europäischer und nationaler Ausrüstungsvorschriften aus, wie es sie für Pkw, Lkw oder Busse bereits gibt. Dazu zählen moderne Assistenzsysteme wie das Kurven-Antiblockiersystem, die nachweislich die Verkehrssicherheit erhöhen. Um die Wahrnehmbarkeit von Motorrädern für andere Verkehrsteilnehmende zu erhöhen, sollten Motorräder zudem in die digitale Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur einbezogen werden.
Straßeninfrastruktur verbessern
Neben technischen Maßnahmen lässt sich auch die Straßeninfrastruktur gezielt verbessern, um Unfälle mit Motorrädern zu vermeiden. Dazu zählen beispielsweise gut erkennbare Kurvenverläufe, hindernisfreie Seitenräume, Schutzplanken mit Unterfahrschutz sowie griffige und gut instand gehaltene Fahrbahnen. Zudem sollten besonders unfallauffällige Straßenabschnitte laut DVR durch Unfallanalysen und Sicherheitsaudits analysiert und gezielt verbessert werden. Darüber hinaus wäre es nach Ansicht des DVR auch sinnvoll, die ellipsenförmigen Fahrbahnmarkierungen für Motorradfahrerinnen und -fahrer, die in Nordrhein-Westfalen erfolgreich getestet wurden, an ausgewählten Gefahrenstellen verkehrsrechtlich in ganz Deutschland zu ermöglichen.
Social-Media-Kit zum Download
Um mehr Aufmerksamkeit für die Sicherheit von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern zu schaffen, ruft der DVR Organisationen, Verbände und Initiativen dazu auf, die Inhalte über die eigenen Social-Media-Kanäle zu verbreiten. Ein dafür zusammengestelltes Social-Media-Kit gibt es auf der Website www.tag-der-verkehrssicherheit.de zum Download. Entsprechende Beiträge können unter den Hashtags #TagDerVerkehrssicherheit, #TdV2026 und #VisionZero veröffentlicht werden.
Der Automobilclub KS e.V. ist mit rund 660.000 Mitgliedern der zweitgrößte Automobilclub in Deutschland. Er ist seit Jahrzehnten Mitglied der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und zählt zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Auf europäischer Ebene ist der KS zudem Gründungsmitglied des EAC (European Automobile Clubs). Das Ziel ist eine europaweit sichere und nachhaltige Verkehrspolitik. Darüber hinaus engagiert sich der KS seit mehr als 40 Jahren für mehr Umweltschutz und Energiesparen im gesamten Bereich des automobilen Verkehrs. Um den Stellenwert der Automobilbranche für Energiesparen sowie Klima- und Umweltschutz zu unterstreichen, beschloss der KS, ab 1981 jährlich den KS Energie- und Umweltpreis zu vergeben.
Mit seinen Töchtern AUXILIA Rechtsschutz-Versicherungs-AG und KS Versicherungs-AG bietet er eine umfassende Palette an Club- und Versicherungsleistungen – von der Wildschadenbeihilfe über den KS-Notfall-Service bis hin zu preiswerten Rechtsschutz- und Schutzbriefversicherungen –, die aufgrund von Leistung und Preis in den vergangenen Jahren viele Rankings gewonnen haben. In der Münchner Zentrale und in acht Bezirksgeschäftsstellen sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz der KS-Gruppe liegt bei rund 200 Millionen Euro.
Mehr Infos: www.ks-auxilia.de/automobilclub
Automobilclub KS e.V.
Uhlandstr. 7
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Telefon: +49 (89) 53981-0
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