BYD gewinnt den International Paul Pietsch Award mit innovativem Ladekonzept „Flash-Charging“

Zum ersten Mal in seiner bis 1989 zurückreichenden Geschichte geht der renommierte International Paul Pietsch Award an ein chinesisches Unternehmen. Im Rahmen der großen BEST CARS-Gala von auto motor und sport wurde der Hersteller BYD für seine Super e-Platform mit Megawatt Charging geehrt. Mit dieser neuen Lade-Infrastruktur soll es möglich sein, ein E-Auto innerhalb von fünf Minuten mit Strom für rund 400 Kilometer Reichweite zu versorgen.

„Das Flash-Charging könnte die Akzeptanz der E-Mobilität entscheidend vorantreiben“, so Jens Dralle, Leiter der Abteilung Test&Technik bei auto motor und sport, in seiner Vorstellung des Konzeptes. „Bisher brauchen längere Fahrten mit dem E-Auto mehr Planung als mit dem Verbrenner.“

In China wird der Ausbau der neuen, auch Flash-Charging genannten Technologie bereits vorangetrieben, in Europa soll es jetzt losgehen, erklärte Maria Grazia Davino, Regional Managing Director BYD Europe, die den Preis entgegennahm. Erst am Vortag habe man in Großbritannien eine Ladestation eröffnet. Für Deutschland sei geplant, bis Jahresende die ersten von 300 Ladestellen einzurichten, zunächst bei Händlern der BYD-Premiummarke Denza.

„Doch mit der höheren Ladeleistung von bis zu 1500 kW – bisher sind maximal bis zu 400 kW üblich – ist es nicht getan“, betont Jens Dralle. „Man braucht auch ein Auto dazu, das damit umgehen kann.“ Diese Technologie soll die Super e-Platform von BYD bieten.

Der nach dem Verleger, Rennfahrer und Mitbegründer des Medienhauses Motor Presse Stuttgart benannte International Paul Pietsch Award wird alljährlich von der Redaktion von auto motor und sport für herausragende innovative Konzepte und Entwicklungen im Automobilbereich vergeben. 

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