IWiG – Benchmarking im Gesundheitswesen
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Donnerstag, Mai 21, 2026
Impulse aus Forschung, Wissenschaft und Praxis – Innovationen im klinischen Workflow-Management
Der Strukturwandel im Gesundheitswesen verändert die Anforderungen an Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen nachhaltig. Demografische Entwicklungen, medizinisch-technischer Fortschritt sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen führen dazu, dass Einrichtungen ihre Leistungen zunehmend unter Wettbewerbs- und Effizienzgesichtspunkten betrachten müssen. Neben einer hohen Versorgungsqualität stehen heute insbesondere Transparenz, Wirtschaftlichkeit und eine nachhaltige Steuerung komplexer Abläufe im Mittelpunkt strategischer Entscheidungen.
Vor diesem Hintergrund gewinnt Benchmarking als Management- und Steuerungsinstrument zunehmend an Bedeutung. Der Vergleich mit anderen Einrichtungen ermöglicht es, eigene Prozesse, Strukturen und Leistungen systematisch zu analysieren und auf Grundlage definierter Kennzahlen objektiv zu bewerten. Ziel ist vor allem die Schaffung von Transparenz, Vergleichbarkeit als Grundlage für belastbare Entscheidungen.
Benchmarking beschreibt den strukturierten Vergleich von Prozessen, Leistungen oder Kosten anhand messbarer Parameter. Durch die Erhebung und Auswertung von Kennzahlen lassen sich Unterschiede in Abläufen, Ressourceneinsatz und Leistungsstrukturen sichtbar machen. Auf dieser Basis können Abweichungen analysiert, Zusammenhänge erkannt und geeignete Steuerungsmaßnahmen entwickelt werden. Der Grundgedanke des Benchmarkings besteht darin, bewährte Vorgehensweisen zu identifizieren und geeignete Lösungsansätze auf die individuellen Rahmenbedingungen der eigenen Organisation zu übertragen.
Gerade im Krankenhausbereich besitzt dieser Ansatz eine hohe Relevanz. Gesundheitseinrichtungen stehen vor der Herausforderung, personelle und finanzielle Ressourcen effizient einzusetzen und gleichzeitig eine patientenorientierte Versorgung sicherzustellen. Dies erfordert zunehmend eine Abkehr von rein funktionsorientierten Organisationsstrukturen hin zu einer prozessorientierten Betrachtung der Leistungserbringung.
Im Mittelpunkt steht dabei die transparente Darstellung von Prozessen und Prozessketten. Durch eine systematische Erfassung der Abläufe wird es möglich, Ressourcenverbrauch, Zeitaufwand, Qualität und Wirtschaftlichkeit zu analysieren und Abläufe organisationsübergreifend vergleichbar zu machen.
Besonders wertvoll ist dabei die Kombination aus Prozessdarstellung, Datenanalyse und strukturierter Bewertung. Sie ermöglicht nicht nur die Identifikation von Schwachstellen, sondern schafft zugleich Transparenz über komplexe Organisationsabläufe und unterstützt datenbasierte Entscheidungen. Gerade an Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen oder Organisationseinheiten entstehen häufig Informationsverluste, Verzögerungen oder unnötige Ressourcenaufwände. Benchmarking hilft dabei, diese Bereiche sichtbar zu machen und Steuerungspotenziale gezielt zu erschließen.
Entscheidend ist jedoch, Benchmarking nicht als kurzfristiges Optimierungsprojekt zu verstehen. Vielmehr handelt es sich um einen kontinuierlichen Management- und Lernprozess, der Transparenz, Vergleichbarkeit und organisatorische Weiterentwicklung miteinander verbindet. Erst durch die regelmäßige Analyse und Bewertung von Prozessen entsteht die Grundlage für nachhaltige Qualitätsentwicklung und eine langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
Benchmarking ist damit weit mehr als ein Instrument zur Effizienzsteigerung. Es schafft die Voraussetzung für ein strukturiertes Verständnis von Prozessen, stärkt die Steuerungsfähigkeit von Organisationen und unterstützt Gesundheitseinrichtungen dabei, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Patientenorientierung gleichermaßen weiterzuentwickeln.
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"Wir ermutigen Einrichtungen im Gesundheitswesen, ein systematisches Workflow-Management zur Routine zu machen, um Zeit zu sparen und Verschwendung zu vermeiden, indem wir eine engagierte Kommunikation führen und die Akteure motivieren, ihre Kompetenzen erfolgreich weiterzubilden."
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