Das Gehirn am Scheitern hindern
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Freitag, Mai 15, 2026
Die Habenula – der Game Changer der Neurowissenschaft
Warum geben manche Menschen nach einer Niederlage auf, während andere trotz Rückschlägen weitermachen und Neues wagen? Die Verhaltensforscherin Dr. Kyra Bobinet zeigt in ihrem neuen Buch „Unstoppable Brain“, wie wir durch einen Perspektivenwechsel, kreative Lösungsansätze und die Kraft der Iteration neue Wege einschlagen – und dabei selbst Rückschläge als wichtigen Teil des Prozesses begreifen können. Dafür greift sie auf neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften über das kaum bekannte Hirnareal der Habenula zurück. Die zweiteilige Struktur oberhalb des hinteren Thalamus funktioniert wie eine Art Misserfolgsmelder, der zudem die Motivation ausschaltet und dabei sogar das Belohnungssystem beeinflusst, das bislang in der Forschung als bedeutendster Verhaltenstreiber gilt.
Das Wissen um die Funktionsweise der Habenula wirkt sich auf die physische und psychische Gesundheit, auf das Berufs- sowie das Privatleben aus, indem es dabei hilft, positive und dauerhafte Verhaltensänderungen zu erreichen. „Der effektivste und lohnendste Weg, ein gutes Leben zu leben, macht es erforderlich, mit dem Gehirn zu arbeiten, nicht dagegen“, erklärt Bobinet und ermutigt dazu, die Illusion des Scheiterns zu durchschauen und weiterzumachen.
Leiden durch Leistung
Die bisherigen Methoden, um Verhaltensänderungen zu erreichen, sind laut Bobinet durchdrungen von Leistungsdenken: „Uns allen wird eingetrichtert, Leistung zu erbringen, indem wir Ziele nach der SMART-Methode setzen (d. h. spezifisch, messbar, attraktiv, relevant und terminiert), Kalorien zählen, nach Belohnungen streben, unsere Schritte festhalten, Ranglisten aufstellen und uns miteinander messen, messen, messen.“ Ständig vergleichen sich Menschen mit anderen und bewerten alles, sie wetteifern um einen Spitzenplatz, einen begehrten Titel oder einfach nur um Aufmerksamkeit. Aber jede an Leistung orientierte Methode geht, wenn sie übermäßig angewendet wird, irgendwann nach hinten los und hat katastrophale Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität. Denn Leistung verursache Leid in Form von Sucht, gescheiterten Beziehungen, Karriereknicks und anderen Herausforderungen.
Leistungsdenken ist nach Bobinets Auffassung auch ursächlich für den unangemessenen Einfluss, den Menschen auf andere ausüben, ein Machtinstrument, um Kontrolle und Dominanz über andere zu erlangen. Zwar sei Leistungsdenken sinnvoll für kurzfristige, überdimensionierte, ausgrenzende oder selektive Aktionen. Aber es schadet, wenn es auf lebenslange, unvorhersehbare, stark schwankende und sogar umkehrbare Bestrebungen angewendet wird, wie die berufliche Laufbahn, den Lebensstil oder die Gesundheit.
Habenula als Hürde für das Handeln
Dahinter steckt laut Dr. Bobinet die Habenula – „ein Game Changer in der Neurowissenschaft und womöglich der mächtigste Kontrolleur menschlichen Verhaltens“. Dieser neuroanatomische Mechanismus im Epithalamus des Gehirns wird immer dann aktiv, wenn etwas als Misserfolg wahrgenommen wird, und regelt dann – oft unbewusst – die Motivation herunter, es noch einmal zu versuchen.
Die Habenula ist also ein Gradmesser für Misserfolge; ihre evolutionäre Aufgabe besteht darin, beim Überleben zu helfen. Sie hat sich wahrscheinlich entwickelt, um Lebewesen vor Verletzungen, Krankheiten oder Tod zu schützen, indem sie davon abhält, wiederholt potenziell schädliches Verhalten an den Tag zu legen.
Wenn es jedoch darum geht, die Gesundheit oder das Leben zu verbessern, erweist sich die Habenula als große Hürde. Denn als neuronales Korrelat für erlernte Hilflosigkeit verhindert sie das Handeln. Das sogenannte Scheitern oder Versagen ist in Dr. Bobinets Augen eine bloße Illusion bzw. eine Wahrnehmung des Gehirns. Wer es schafft, diese umzuformulieren, kann die Habenula ausschalten und es immer wieder versuchen. Die wichtigste Aufgabe besteht somit darin, zu steuern und zu neutralisieren, wie das Gehirn Misserfolge erlebt.
„Für so viele von uns, die sich vielleicht fragen, warum sie emotional, körperlich oder seelisch feststecken – Dr. Bobinets ‚Unstoppable Brain‘ liefert den Schlüssel. Praxisnah, verständlich und wichtig – dieses Buch ist ein echtes Juwel.“
DR. MAYIM BIALIK, Neurowissenschaftlerin und Schauspielerin (bekannt als „Dr. Amy Farrah Fowler“ aus „The Big Bang Theory“)
„In ‚Unstoppable Brain‘ verschmilzt Dr. Kyra Bobinet Bahnbrechendes aus den Neurowissenschaften mit brauchbaren Erkenntnissen und bietet damit einen revolutionären Ansatz für Verhaltensänderungen. (…) Eine unverzichtbare Lektüre für Fachleute im Gesundheitswesen, Pädagogen und alle, die sich danach sehnen, ihr unstoppable brain zu befreien.“
LARRY CHU, MD, MS, MSC. Professor der Stanford School of Medicine
Dr. Kyra Bobinet
Unstoppable Brain
Warum unser Gehirn uns manchmal ausbremst und wie wir das ändern
Neue Erkenntnisse der Neurowissenschaft: Der Habenula-Code
Mankau Verlag, 1. Auflage Mai 2026
Klappenbroschur, 13,5 × 21,5 cm, 271 S.
ISBN 978-3-86374-785-5
24,90 Euro (D) | 25,60 Euro (A)
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Zum Interview mit Dr. Kyra Bobinet
Mehr über Autorin Dr. Kyra Bobinet
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