Von Dänen lernen: Grenzübergreifende Infotainment-Tour mit Motivationsschub für Energiewender im deutsch-dänischen Burgenland

Nicht nur die Mitfahrer der 11. "Tour de Flens" standen unter Strom, als sie mit ausschließlich elektrischen Fahrzeugen den Hafen von Fynshav auf der dänischen Insel Alsen ansteuerten. Eine der weltweit größten elektrischen Hochsee-Fähren, die "Nerthus" kam gerade von der Insel Fünen und konnte parallel zum Passagierwechsel innerhalb von ca 20 Minuten die Akkus für die Rückfahrt aufladen. In Dänemark, wo inzwischen 94 % aller PKW-Neuzulassungen elektrisch fahren, wird Vieles schon längst erfolgreich umgesetzt, was in Deutschland selbst bei einer Kleinfähre wie in Missunde seit Jahren zu Kopfzerbrechen führt. Ein ähnliches Aha-Erlebnis hatten die etwa 50 Tour-de-Flens-Fahrer, die aus der gesamten Grenzregion, aber auch aus Berlin, Bremen und Oldenburg angereist waren, beim Besuch des "smartstore" von Coop in Nordborg, der mit eigenem Solarstrom und moderner Danfoss-Technologie die Abwärme der Eistruhen für die Beheizung des Supermarktes und andere Einsätze nutzt und fast energie-autark ist.

Bei bestem Wetter fand die Infotainment-Tour statt, die vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, schon zum elftenmal, doch stets auf anderen Streckenführungen, durchgeführt wurde. Die Partner "Project Zero" und "Klimapakt Flensburg" waren schon am Vortag von Malene Lehmann aus Sonderborg und Jördes Wüstermann mit vielfältigen Maßnahmen, Beratungen und Erfolgen vorgestellt worden. Dass sich auch südlich der Grenze Einiges bewegt, stellten die MItfahrer, die mit Fahrzeugen wie einem elektrisch umgerüsteten NSU Prinz über deutsche, französische, amerikanische und chinesische Serienfahrzeuge bis zum E-Motorrad unterwegs waren, beim Mobilitätstag im Autohaus AZF in Flensburg statt. Dort gab´s einen Impulsvortrag von Stefan Wiese, bevor es weiterging nach Ringsberg, wo die dortige Autoschmiede vorgestellt wurde. Vor zwanzig Jahren wurde dort bereits mit der Umrüstung von Dieselfahrzeugen auf reines Pflanzenöl experimentiert, bevor sich Elektromobilität als dominierende Technik der Zukunft durchsetzte. Zum Abschluss des Tages führte Werner Kiwitt durch den Klimapark in Glücksburg und lud dann zum after-Tour-Grillen. Einhellige Rückmeldung der Mitfahrer: ein tolles und unterhaltsames Programm, das über den Tag hinaus motiviert, das im Nachbarland längst Praktizierte endlich auch südlich der Grenze auf den Weg zubringen – denn Öl-timer sind ein Auslaufmodell.

Das Detailprogramm finden Sie unter artefact.de/Tour-de-Flens

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