TEAG bei Gewinn und Dividende 2025 erneut auf stabilem Niveau – weiter hohe Investitionen und steigende Mitarbeiterzahl – Versorgungssicherheit unverändert hoch
Der Jahresüberschuss der TEAG steigt leicht auf 79,6 Mio Euro. (Vorjahr 76,1 Mio. Euro). Die Ausschüttung an die kommunalen Aktionäre bleibt auf dem hohen Niveau der Vorjahre.
Der Umsatz reduzierte sich wegen rückläufiger Marktpreise auf 2,8 Mrd. Euro (3,2 Mrd in 2023).
Die Investitionen vor allem in Energie-Netze, Glasfaser oder E-Mobilität betrugen 301 Mio. Euro (Vorjahr 314 Mio.)
„Das Geschäftsjahr 2025 war für die TEAG-Gruppe geprägt von vielen politischen Unsicherheiten und vor allem dem Warten auf zahlreiche Gesetze im Rahmen der angekündigte Neuausrichtungen der Energiepolitik nach der vorgezogenen Bundestagswahl. Ein Jahr nach dem Ende der Ampel in Berlin ist jedoch kaum ein wichtiges Energiegesetz oder entsprechende Regulierungsreform beschlossen worden. Hier fehlt uns die Planungs- und Rechtssicherheit. Haushalte und Industrie warten immer noch auf Entlastungen“,
erklärte TEAG-Vorstandsvorsitzender Stefan Reindl bei der Vorstellung der TEAG-Bilanz 2025 in Erfurt. „Die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft geht ungeachtet dessen voran, die „Elektrifizierung“ wird sich infolge des Irankrieges noch beschleunigen. In diesem unverändert schwierigen Umfeld haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TEAG erneut in allen Unternehmensbereichen hervorragende Leistungen erbracht“, so Vorstandschef Stefan Reindl weiter.
Die Umsatzerlöse des TEAG-Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2025 bei 2,8 Mrd. Euro – und damit ca. 320 Mio. Euro unter Vorjahresniveau. Der Gesamtumsatz des Vorjahres war noch geprägt von hohen Preisspitzen auf den Energie- und Absatzmärkten seit 2022. Im Geschäftsjahr 2025 ergab sich vor allem durch eine relative Preisentspannung auf den Absatzmärkten ein Umsatzrückgang des Gesamtkonzerns. Weiterhin führten die schwierige konjunkturelle Lage der Industrie sowie der zunehmende Ausbau von Energie-Eigenerzeugung zum Rückgang des Energieverbrauchs insgesamt.
Der Energieabsatz betrug im vorigen Geschäftsjahr beim Strom 7.741,6 Gigawattstunden – der Vorjahreswert lag hier bei 8.329,8 GWh. Hier machten sich ein sparsameres Verbrauchsverhalten, die gestiegene regionale Eigenerzeugung sowie die stagnierende Konjunkturentwicklung bemerkbar. Der Umsatzanteil Strom am Gesamtumsatz der TEAG betrug 2.043,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2.371,4 Mio. Euro.).
Der Erdgasabsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent auf 7.358,4 Gigawattstunden (Vorjahr 6.615,5 GWh). Der deutlich kältere Winter mit längerer Heizperiode führte zu einem spürbaren Verbrauchsanstieg über alle Kundensegmente hinweg.
Weiter hohes Niveau bei Investitionen
Mit 301 Mio. Euro hat die TEAG ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr (314 Mio. Euro) auf historisch hohem Niveau gehalten. Deutlich über die Hälfte der Investitionen – ca. 175 Mio. Euro – gingen dabei 2025 in den Ausbau der Strom- und Glasfasernetze.
Für die Jahre von 2025 bis 2028 wird ein zusätzliches Investitionsvolumen von insgesamt 1,1 Milliarden zum Ausbau der Energieinfrastruktur eingesetzt. Basis sind die Erhöhung des Eigenkapitals und umfangreiche langfristige Finanzierungen, die in 2025 gesichert wurden.
Erneuerbare Energien Im Jahr 2025 speisten rund 50.000 EEG-Anlagen Öko-Strom in das Netz der TEN Thüringer Energienetze GmbH ein – das sind ca. 12.000 Anlagen mehr als noch 2024 (37.842 Anlagen). Insgesamt gingen im Berichtsjahr 15.799 Anträge zum Anschluss EEG-Anlagen und Speichern bei der TEAG-Netztochter TEN ein. Insbesondere die Anschlussanträge von Großspeichern für Strom sind im Jahr 2025 überproportional gestiegen (918 Anträge mit 21 Gigawatt 2025 zu 230 Anträge mit 9,4 Gigawatt 2024). Die Netzeinspeisung von EEG-Strom lag mit 5.371,6 Gigawattstunden etwa auf Vorjahresniveau.
Zusätzliche Aktivitäten zur Erhöhung der Netzsicherheit –
verändertes Krisenbewusstsein nach Berliner Anschlag – Politik muss KRITIS-Unternehmen unterstützen
„Wir verzeichnen seit 2021 auch in Thüringen mehr sicherheitsrelevante Vorkommnisse in der Energieversorgung. Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz hat das Krisenbewusstsein hinsichtlich der kritischen Infrastruktur aber nochmals geschärft. Kriminelle Anschläge auf das Stromnetz können zwar nie ganz ausgeschlossen werden. In Thüringen wären jedoch durch die anderen Netzstrukturen weniger Menschen betroffen als in der Großstadt“, so TEAG-Vorstandschef Stefan Reindl. „Wir haben im Zusammenhang mit dem Berliner Anschlag unsere Sicherheitsvorkehrungen und Vorsichtsmaßnahmen nochmals nach oben gefahren. Unter anderem werden speziell für das Störungsmanagement im Bereich Hochspannung Technik, Notstromaggregate und Reparaturmaterial angeschafft. Wir überprüfen und überarbeiten zudem die Netzstruktur unter dem Gesichtspunkt der Krisen-Resilienz.“
In diesem Kontext richtet TEAG-Vorstandsvorsitzende auch Forderungen an den Gesetzgeber. Sicherheit kostet Geld, und das ist im derzeitigen System, das auf Effizienz ausgerichtet ist, noch nicht genügend berücksichtigt.
„Wichtig ist weiterhin, den öffentlichen Zugang zu detaillierten KRITIS-Informationen zu beschränken und bereits veröffentlichte Daten zu löschen“ – so die konkrete Forderung.
Iran-Krise treibt Energiepreise und treibt Inflation
„Die Schließung der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Konflikts betrifft zwar kaum direkte Lieferungen für die deutschen Verbraucher. Beim Gaspreis sehen wir aber trotzdem deutliche Preis-Verwerfungen und Ausschläge nach oben, weil global Gasmengen fehlen“, erklärt Stefan Reindl das Szenario. „Teilweise sind Preisaufschläge auf den Märkten von über 80% zu verzeichnen“. Das sei jedoch nicht vergleichbar mit der Situation zu Beginn des Ukraine-Krieges 2022. Damals sei es zeitweise innerhalb der EU zu Gasmangellagen gekommen mit Preisspitzen von mehreren hundert Prozent. Jetzt habe man die Gasbeschaffung diversifiziert – zudem wirke im Segment Strom die zwischenzeitlich stärkere Erzeugung aus erneuerbaren Quellen. „Trotzdem verfolgen wir bei der TEAG die Entwicklung im Iran-Konflikt sehr genau“.
Mitarbeiterzahl steigt geplant an – mehrere hundert neue Fachkräfte werden eingestellt
Bis Ende 2025 hat sich die Zahl der Mitarbeiter des TEAG-Konzerns erneut um rund 200 auf derzeit 2.368 erhöht. Um die Umsetzung der Investitionen in den Geschäftsfeldern abzusichern, ist für die kommenden Jahre bis 2028 die Einstellung von mehreren hundert zusätzlichen Mitarbeitern vorrangig im gewerblich/technischen Bereich geplant. Dafür hat die TEAG u.a. eine landes- und bundesweite Kampagne zur Fachkräftegewinnung gestartet, die Erfolge zeigt.
Stabiler Bilanzgewinn bringt Kommunen sichere Dividende
Der Aufsichtsrat der TEAG hat in seiner jüngsten Sitzung den Jahresabschluss 2025 festgestellt und empfiehlt den kommunalen Aktionären, aus dem Bilanzgewinn der TEAG Thüringer Energie AG eine Dividende pro Aktie mindestens auf dem Niveau der Vorjahre auszuschütten. Die Ausschüttung erfolgt im Sommer. Die kommunale Wertschöpfung der TEAG in Thüringen – vor allem in Form von Gewerbesteuerzahlungen, Konzessionsabgaben und Dividenden – betrug wie in den Vorjahren 400 Mio. Euro.
Seit 2013 ist die TEAG Thüringer Energie AG 100prozentig kommunal und als unabhängiger Energieversorger im Freistaat Thüringen operativ tätig. Das Unternehmen ist Muttergesellschaft des Thüringer-Energie-Konzerns.
Als kommunaler Energieversorger setzt der TEAG-Konzern auf seine regionale Verankerung im Freistaat Thüringen und verfolgt einen integrierten Geschäftsansatz. Das Unternehmen ist auf sämtlichen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. Das Geschäftsportfolio umfasst die Strom- und Wärmerzeugung, den Betrieb von Strom-, Gas-, Straßenbeleuchtungs- und Datennetzen bis hin zum Vertrieb von modernen Energieprodukten und Energiedienstleistungen. Auch im kommunalen Wassergeschäft ist die TEAG vertreten.
TEAG Thüringer Energie AG
Schwerborner Straße 30
99087 Erfurt
Telefon: +49 (361) 652-0
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http://teag.de
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