ADRA Deutschland leistet Nothilfe für Menschen im Libanon
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Mittwoch, März 18, 2026
Seit Ende Februar 2026 hat sich die humanitäre Lage im Nahen Osten infolge eines militärischen Konflikts zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel massiv verschärft. Die Auswirkungen der zahlreichen Angriffe treffen die Zivilbevölkerung in der gesamten Region mit brutaler Härte. Auch im Libanon ist die Situation kritisch: Nach heftigen Luftangriffen auf Beirut und die Region Baalbek befinden sich aktuell mehr als eine halbe Million Menschen auf der Flucht.
Schnelle Hilfe in der Not
Viele Familien suchen Schutz in provisorischen Unterkünften wie öffentlichen Schulen, oft ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung oder medizinischer Versorgung. ADRA ist gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort im Libanon aktiv und leistet lebensnotwendige Unterstützung. Aktuell versorge die Hilfsorganisation 432 Familien in sechs Notunterkünften in und um Beirut – darunter Mousaitbeh, Mtein und Bourj Hammoud – mit Trinkwasser und Hygieneartikeln, heißt es in der Pressemitteilung. In enger Abstimmung mit lokalen Partnern wie Tahaddi und dem Armenian Relief Cross Libanon (ARCL) stelle ADRA sicher, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Ein Schicksal von Tausenden: „Ich habe meinen Teddy vergessen“
Hinter den Zahlen stehen unzähliges Leid und Einzelschicksale. Als ein Beispiel wird das des siebenjährigen Rami aus Baalbek genannt. Anfang März musste er mit seiner Familie vor den Bomben fliehen. „Ich hatte große Angst vor den lauten Explosionen“, berichtet er Mitarbeitenden von ADRA Libanon in einer der Notunterkünfte. In der überstürzten Flucht blieb sein Schulranzen zurück – und damit auch sein geliebter Teddybär, ein Geschenk seiner Lehrerin, weil er eine schwierige Matheaufgabe gelöst hatte. „Ich vermisse auch meine Freunde“, erzählt Rami unter Tränen. Geschichten wie diese verdeutlichten die tiefe psychosoziale Belastung, unter der insbesondere die Kinder in solchen Konflikten litten.
Spendenaufruf von ADRA Deutschland
Der Bedarf an humanitärer Hilfe wächst täglich. ADRA plane weitere Maßnahmen, um die Versorgung mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und medizinischer Hilfe auszuweiten. Weiterhin sollen Notunterkünfte ausgestattet, Menschen auf der Flucht mit Lebensmitteln, Wasser und Hygieneartikeln versorgt und psychosozialer Beistand geleistet werden.
Mehr zur Hilfe von ADRA im Nahen Osten gibt es unter: https://adra.de/thema/krieg-im-nahen-osten-hilfe-fuer-familien/
Spenden sind unter dem Stichwort „Nahost“ unter adra.de/spenden möglich.
Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA Deutschland e. V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1987 gegründet, hat 61 Angestellte und steht der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Es ist Teil des weltweiten ADRA-Netzwerks, das 1956 gegründet wurde, aus 119 eigenständigen nationalen Büros besteht und weltweit Projekte der Entwicklungszusammenarbeit sowie der humanitären Hilfe in Katastrophenfällen durchführt. ADRA steht für Adventist Development and Relief Agency. ADRA Deutschland ist unter anderem Gründungsmitglied des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), der „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam für Afrika“. Informationen: www.adra.de.
Adventistischer Pressedienst Deutschland APD
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