Aktuelle Portoentwicklung & Postrechtsmodernisierung: Was sich ändert – und warum das auch für digitale Briefversender wichtig ist
Kathmandu Nepal
Mittwoch, Feb. 4, 2026
Wie sich das Briefporto entwickelt hat
Die Portokosten für klassische Briefsendungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die wichtigsten Schritte im Überblick am Beispiel eines Standardbriefes:
Bis Ende 2021 kostete ein Standardbrief 0,80 €. Seit 1. Januar 2022 erhöhte sich der Preis um 0,05 € auf 0,85 € und seit 1. Januar 2025 gibt es eine erneute Anhebung um ganze 0,10 € auf einen Preis von 0,95 €.
Die Deutsche Post AG beantragt bei der Bundesnetzagentur die Genehmigung für Preisanpassungen im Briefbereich. Dazu wird von der Behörde im Rahmen eines sogenannten „Maßgrößenverfahrens“ ein Preisanpassungsspielraum für die Angebote der Deutsche Post AG beim Universaldienst ermittelt. Dabei werden Faktoren wie Inflation, Kostenentwicklung, Produktivitätsfortschritte und die Entwicklung der Briefmengen berücksichtigt. Die Bundesnetzagentur gewährte der Deutschen Post hierbei einen durchschnittlichen Preisrahmen von 9,85 % für Anpassungen im Briefbereich.
Gründe für die Erhöhungen laut Deutscher Post:
Die DPAG betont, dass höhere Portotarife notwendig seien, um Zustellung, Modernisierung und Transformation des Postsystems finanzieren zu können.
Das Postrechtsmodernisierungsgesetz – die wichtigsten Neuerungen
Das Postrechtsmodernisierungsgesetz (PostModG) hat zum 1. Januar 2025 erstmals seit vielen Jahren die Rahmenbedingungen für die Briefzustellung an die Realität eines schrumpfenden Briefmarkts angepasst. Kern der Reform sind neue, großzügigere Laufzeitvorgaben: Künftig müssen 95 Prozent der Briefe erst bis zum dritten Werktag (E+3) und 99 Prozent bis zum vierten Werktag (E+4) zugestellt werden. Damit erhält die Deutsche Post mehr Flexibilität, um die Zustellung trotz sinkender Briefmengen wirtschaftlich zu organisieren. Gleichzeitig stärkt das Gesetz die Regulierung des Postmarkts. Ein digitales Anbieterverzeichnis sorgt für mehr Transparenz, während die Bundesnetzagentur erweiterte Kontroll- und Eingriffsbefugnisse erhält.
Zudem werden Subunternehmerstrukturen strenger überwacht, um Qualitätsprobleme oder Umgehungen von Arbeitsstandards zu verhindern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf sozial-ökologischen Aspekten: Fairere Arbeitsbedingungen sollen gesichert und klimafreundliche Zustellprozesse – etwa durch die Reduzierung von Nachtflügen – stärker gefördert werden. Auch die Versorgungssicherheit wird neu geregelt: Mindestens 12.000 Postfilialen sind bundesweit gesetzlich vorgeschrieben, und gleichzeitig wird die Einführung automatisierter, barrierefreier Poststationen erleichtert, um moderne und flexible Zugangswege für die Nutzerinnen und Nutzer zu schaffen.
Ergänzend führt das Gesetz eine neue Regel zur sogenannten „Bekanntgabefiktion“ ein. Für juristische und behördliche Schriftstücke gilt nun, dass sie mit Ablauf von vier Tagen als zugestellt gelten – zuvor waren es drei Tage. Dadurch wird die gesetzliche Vermutung der Zustellzeit an die verlängerten Laufzeitvorgaben angepasst.
Warum hängt die Portoentwicklung so eng mit dem neuen Gesetz zusammen?
Kritikpunkte & Chancen
Kritikpunkte:
Kritiker bemängeln vor allem, dass Verbraucher künftig mehr für eine insgesamt langsamere Zustellung bezahlen müssen. Verbraucherschutzverbände und Teile der Politik warnen zudem vor einem möglichen Qualitätsverlust in der postalischen Grundversorgung, weil längere Laufzeiten und flexiblere Vorgaben die Verlässlichkeit beeinträchtigen könnten. Auch aus der Wirtschaft und von Branchenexperten kommt die Sorge, dass wiederholte Portoerhöhungen strukturelle Probleme – etwa ineffiziente Prozesse oder veraltete Logistikstrukturen – lediglich kaschieren, statt sie nachhaltig zu lösen.
Chancen:
Befürworter der Reform – darunter die Deutsche Post/DHL, wirtschaftsnahe Institute, viele Logistikexperten und teilweise auch politische Entscheidungsträger – sehen dagegen erhebliche Potenziale. Sie erwarten, dass die neuen Regeln zu einer stabileren und nachhaltigeren Organisation der Briefzustellung beitragen, weil sie besser an das stark sinkende Briefvolumen angepasst sind. Zudem biete das Gesetz die Chance, die Infrastruktur zu modernisieren und den Service flächendeckend zukunftsfähiger zu machen. Darüber hinaus werden bessere Rahmenbedingungen für digitale und automatisierte Versandlösungen gesehen, die langfristig effizientere Prozesse und neue Angebote ermöglichen könnten.
Fazit für LetterXpress-Kunden
Die klassischen Briefpreise der Deutschen Post steigen — und gleichzeitig wird die Zustellgeschwindigkeit neu definiert. Für Sie als Kunde von LetterXpress bedeutet das: Der postalische Teil der Zustellung bleibt zwar unverändert (Zustellung weiterhin durch die Deutsche Post AG), aber Sie sparen insgesamt Kosten. Während ein Standardbrief bei der Post aktuell 0,95 € Porto kostet, bietet LetterXpress den All-In-Preis für einen Standardbrief inkl. Druck, Kuvertierung und Zustellung bereits ab 0,81 € netto (0,96 € brutto) an. Daher fallen für Sie die klassischen Aufwände wie Drucker, Papier, Kuvert, Marke sowie der Weg zum Briefkasten oder zur Postfiliale weg — und der Briefversand bleibt dennoch günstiger als mit klassischer Selbstabwicklung.
Für viele Nutzer lohnt sich der Versand daher deutlich mehr: Je komplexer und teurer der physische Briefversand mit Eigenleistung und Porto bei der Post wird, desto attraktiver ist der vergleichsweise günstige, automatisierte Versand über LetterXpress. Damit verdeutlicht die Reform und der Preisunterschied: Die Zukunft der Briefkommunikation ist hybrid — digital erstellt, physisch zugestellt und kostenoptimiert.
LetterXpress richtet sich an Kunden, die Briefe digital versenden wollen, aber eine klassische Zustellung mit der Post bevorzugen. Zudem orientiert sich unserer Angebot an Kunden, die den Arbeitsaufwand für den Postausgang deutlich reduzieren möchten, bzw. eine Möglichkeit suchen, diesen auch im Home-Office professionell abzuwickeln. Hier sprechen wir Geschäftskunden, Vereine, kommunale Auftraggeber oder Freiberufler aber ebenso den Privatanwender an. Aktuell betreuen wir mehr als 13.000 Kunden bei LetterXpress aus nahezu allen Bereichen, Unternehmensgrößen und mit den unterschiedlichsten Sendungsinhalten.
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