Positionspapier der Evangelischen Allianz in Deutschland zu Politik und christlichem Glauben
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Donnerstag, Okt. 1, 2026
Leitsatz
Im Zentrum steht der Leitsatz: „Christus ist unser einendes Fundament, das Wort Gottes unser Maßstab, die gottgegebene Würde jedes Menschen unverhandelbar, die Liebe unser Weg und die Hoffnung unser Horizont.“
Keine Wahlempfehlungen
Der Konvent unterstreicht, dass die Evangelische Allianz gesellschaftlich engagiere, aber parteipolitisch unabhängig sei. Die EAD gebe keine Wahlempfehlungen zu bestimmten Parteien und formuliere nicht zu jeder politischen Sachfrage eine gemeinsame Position. Zugleich sehe sie sich aufgrund ihres christlichen Glaubens in der Verantwortung, Antisemitismus, Rassismus und politischem Extremismus entgegenzutreten und proaktiv für ethische Grundsätze wie Menschenwürde, Lebensschutz, Religionsfreiheit, Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung, Schutz vor Gewalt, Wahrhaftigkeit, Rechtsstaat und Institutionen wie Ehe und Familie einzustehen.
Bei konkreten politischen Fragen könnten Christen zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen und dennoch in Christus verbunden bleiben.
Einheit trotz Vielfalt
Bereits der Entstehungsprozess des Positionspapiers sei ein Zeichen der Einheit, so Susanne Thyroff, Sprecherin des Konvents der EAD. Im Konvent arbeiteten rund 60 Leitungspersönlichkeiten aus unterschiedlichen Kirchen, Gemeinden, Werken, Verbänden und Ortsallianzen zusammen. Sie stünden für verschiedene Glaubenstraditionen, Prägungen und Formen, den christlichen Glauben zu leben. Dass sie sich trotz dieser Vielfalt auf gemeinsame Werte und eine gemeinsame Haltung verständigt haben, sei ein ermutigendes Signal in eine Gesellschaft, die zunehmend von Empörung, Spaltung und gegenseitigen Vorhaltungen geprägt sei. Das Netzwerk der Evangelischen Allianz mit rund 900 örtlichen Allianzen und etwa 380 Werken und Einrichtungen wolle dazu beitragen, Gesprächsfähigkeit zu erhalten, Brücken zu bauen und friedensstiftend zu wirken.
Das Positionspapier der EAD soll nun in der EAD sowie in Gemeinden, Ortsallianzen, Werken und Gremien bekannt gemacht und für die praktische Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Es kann als PDF heruntergeladen werden: https://www.ead.de/fileadmin/DEA_Allgemein/Stellungnahmen/2026-09-29_Positionspapier_-_In_Verantwortung_vor_Gott_und_den_Menschen.pdf
Über die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)
Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ist ein Netzwerk, zu dem Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften gehören. Die theologische Basis ist die sogenannte „Glaubensbasis“, deren erste Fassung bereits 1846 bei der Gründung der Evangelischen Allianz in London verabschiedet wurde. Vorstand der EAD ist Dr. Reinhardt Schink. Zum Netzwerk der EAD gehören ca. 900 örtliche Allianzkreise, in denen sich Christen aus verschiedenen landes- und freikirchlichen Gemeinden, Organisationen und Werken treffen, um vor Ort zusammenzuarbeiten. Ein Beispiel dafür ist die jährliche Allianz-Gebetswoche im Januar. Arbeitsfelder der EAD sind diakonische, pädagogische, publizistische und missionarische Aktivitäten in ca. 380 Einrichtungen allein in Deutschland. Die EAD gehört zur weltweiten Evangelischen Allianz, die mit 600 Mio. Menschen in 143 Ländern international die größte kirchliche Vereinigung nach der Römisch-Katholischen Kirche ist. Die Evangelische Allianz ist der am längsten bestehende Zusammenschluss evangelisch gesinnter Christen verschiedener Gruppen- und Gemeindezugehörigkeiten. Die EAD ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Bad Blankenburg. Weitere Informationen: www.ead.de
Adventistischer Pressedienst Deutschland APD
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