Rechtssichere Archivierung: Comarch erklärt Aufbewahrungspflichten für E-Rechnungen von bis zu 30 Jahren
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Samstag, Aug. 15, 2026
Finanzbehörden werden nicht darauf warten, dass Sie Ihr Archiv organisieren. Wenn Sie eine Prüfungsanfrage erhalten, müssen Sie E-Rechnungen aus den vergangenen Jahren vorlegen, die lesbar und authentisch sind und eine lückenlose Integrität aufweisen. Die Aufbewahrungsfristen sind oft länger, als vielen Finanzteams bewusst ist.
Was „langfristig“ für die Aufbewahrung von E-Rechnungen tatsächlich bedeutet
In vielen EU-Ländern beträgt die Mindestaufbewahrungsfrist acht Jahre. In Mexiko und einigen LATAM-Märkten müssen Sie CFDI-E-Rechnungen für mindestens fünf Jahre aufbewahren. Bestimmte Transaktionen, wie sie beispielsweise Immobilien oder langfristige Verträge betreffen, können eine längere Aufbewahrung der Unterlagen erfordern. Prüfen Sie stets die lokalen Vorschriften für Ihre spezifischen Transaktionen.
Die Aufbewahrungsfrist beginnt in der Regel mit dem Ende des Geschäftsjahres, in dem die Transaktion stattgefunden hat, und nicht mit dem Datum des Versands der E-Rechnung. Wenn Sie beispielsweise eine E-Rechnung im Januar 2024 ausstellen, müssen Sie diese unter Umständen bis Ende 2031 oder länger abrufbar halten.
Sie müssen die genauen Anforderungen für Ihr Land kennen. Dies ist der erste Schritt zu einer rechtskonformen Archivierung von E-Rechnungen.
Die vier Säulen eines rechtskonformen E-Rechnungs-Archivsystems
Die Regulierungsbehörden achten darauf, wie E-Rechnungen gespeichert werden, und nicht nur darauf, ob Sie diese besitzen. In der EU und den meisten anderen Märkten hängt eine rechtskonforme Archivierung von vier Hauptanforderungen ab:
Warum Ihr ERP-System nicht ausreicht
Viele Unternehmen glauben, dass ihre Buchhaltungssoftware die Archivierung übernimmt. Das tut sie nicht – zumindest nicht in der Weise, wie es die Regulierungsbehörden erwarten.
ERP-Systeme speichern Daten für den täglichen Betrieb, aber nicht immer in einem Format, das den gesetzlichen oder revisionssicheren Standards entspricht. Das von Ihnen verwendete Format ist wichtiger, als viele denken. PDF/A wird allgemein für die menschenlesbare Archivierung akzeptiert. Strukturierte Formate wie XML, die in Peppol, ZUGFeRD, Factur-X und KSeF verwendet werden, sind häufig für die maschinenlesbare Speicherung erforderlich. In einigen Ländern müssen Sie beide Formate zusammen aufbewahren.
Cloudbasierte Archivierungsplattformen, die speziell für die Aufbewahrung von E-Rechnungen entwickelt wurden, können Formate automatisch konvertieren, Signaturen validieren und E-Rechnungen für den einfachen Abruf organisieren. Sie machen es zudem erheblich einfacher, die Vorschriften in mehreren Ländern gleichzeitig zu erfüllen.
Länderspezifische Regeln, die Sie nicht ignorieren dürfen
Die Aufbewahrungsregeln variieren von Land zu Land, und diese Unterschiede sind von entscheidender Bedeutung.
Wie Sie ein Archiv aufbauen, das jeder Betriebsprüfung standhält
Bereit für eine Betriebsprüfung zu sein, geht über die reine Speicherung von E-Rechnungen hinaus. Sie müssen in der Lage sein, eine bestimmte E-Rechnung im richtigen Format und mit allen Details innerhalb von Minuten zu finden, wenn Sie darum gebeten werden.
Ihr E-Rechnungs-Archivsystem sollte über eine solide Indexierungsstruktur verfügen, damit Sie nach Datum, Lieferant, Rechnungsnummer oder Transaktionstyp suchen können. Es benötigt außerdem Zugriffskontrollen für den Abruf, und Sie sollten nachweisen und protokollieren können, wie auf die E-Rechnungen zugegriffen wird.
Testen Sie Ihr Archiv jetzt. Wählen Sie eine zufällige E-Rechnung von vor fünf Jahren und prüfen Sie, ob Sie diese in weniger als fünf Minuten finden können. Wenn Ihnen das nicht gelingt, haben Sie eine Lücke in Ihrer Audit-Bereitschaft, die behoben werden sollte, bevor eine Behörde darauf aufmerksam wird.
Wenn Sie in neue Märkte expandieren oder sich auf eine neue E-Invoicing-Regelung vorbereiten, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um Ihre Archivierungsstruktur zu überprüfen.
Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr aktuelles Setup den Anforderungen entspricht? Sprechen Sie mit dem Comarch E-Invoicing-Team, bevor die Frist abläuft.
Comarch wurde 1993 gegründet und ist heute in 100 Ländern vertreten. 5.000 Mitarbeiter sind für unsere Kunden im Einsatz. Das Portfolio umfasst verschiedene Business-Software für mittelständische und große Unternehmen wie zum Beispiel ERP, Financials, Loyalty Marketing, E-Invoicing, Dokumentenaustausch, Geschäftsprozess- und Dokumentenmanagement (BPM und DMS), ICT und Telekommunikationslösungen. 2024 erzielte Comarch weltweit mehr als 445 Millionen Euro Umsatz. Jedes Jahr wird intensiv in Forschung & Entwicklung investiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) verfügt Comarch über acht Standorte, an denen rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sind.
Comarch AG
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https://www.comarch.de
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