Mehr Rezyklat, weniger Emissionen
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Montag, Aug. 17, 2026
Als führender Hersteller von Schubkasteneinsätzen und Antirutschmatten aus Kunststoff beschäftigt die AGOFORM GmbH rund 160 Mitarbeitende.
Im Rahmen des Projekts investierte das Unternehmen in einen kontinuierlichen Schmelzfilter und eine physikalische Schäumanlage für einen bestehenden Extruder. Der neue Schmelzfilter ermöglicht den Einsatz deutlich höherer Anteile von Post-Consumer-Rezyklaten aus Polystyrol. Verunreinigungen werden zuverlässig entfernt, sodass Recyclingmaterial Primärrohstoffe ersetzen kann, ohne die Qualität der Produkte zu beeinträchtigen. Dadurch konnte der jährliche Rezyklatanteil von 168 Tonnen pro Jahr auf 325 Tonnen gesteigert werden.
Zusätzliche Ressourceneinsparungen erzielt die physikalische Schäumanlage. Durch das Aufschäumen der Unterschicht wird die Materialdichte der Polystyrolplatten reduziert. Die Produkteigenschaften bleiben dabei unverändert, während jährlich rund 39 Tonnen Material eingespart werden.
Insgesamt sinken durch die realisierten Maßnahmen die Treibhausgasemissionen des Unternehmens um rund 527 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr. Gleichzeitig reduzieren sich die Produktionskosten um rund 110.500 Euro jährlich.
„Unser Ziel ist es, bis 2030 mindestens in Scope 1 und 2 klimaneutral zu produzieren und Scope 3 möglichst zu halbieren. Dafür investieren wir gezielt in Technologien, die Ressourcenschonung, Wirtschaftlichkeit und Produktqualität miteinander verbinden. Die jetzt umgesetzten Maßnahmen zeigen, dass nachhaltige Kunststoffproduktion bereits heute wirtschaftlich realisierbar ist“, sagt Jan Ottensmeyer, Geschäftsführer der AGOFORM GmbH.
Für die Investitionen erhielt das Unternehmen einen Zuschuss in Höhe von 161.797 Euro aus dem BAFA-Förderprogramm „Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“ (Modul 4). Die efa begleitete die AGOFORM GmbH bei der Identifikation geeigneter Fördermöglichkeiten und unterstützte sie bei der Beantragung der Mittel.
„Die Transformation hin zu einer ressourceneffizienten Produktion erfordert häufig Investitionen in innovative Technologien. Passende Förderprogramme können dabei wichtige Impulse setzen. Das Projekt der AGOFORM GmbH zeigt eindrucksvoll, wie ökologische und wirtschaftliche Vorteile erfolgreich miteinander verbunden werden können“, erläutert Marcus Lodde, Leiter Beratung Finanzierung der efa.
Über die AGOFORM GmbH
Die AGOFORM GmbH ist ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Löhne, Nordrhein-Westfalen, und gehört zu den führenden europäischen Anbietern von hochwertigen Antirutschmatten und Schubkasteneinsätzen aus Kunststoff für die Küchenmöbelindustrie. Mit rund 160 Mitarbeitenden entwickelt und produziert AGOFORM funktionale und designorientierte Produkte für namhafte nationale und internationale Kunden.
Als langfristig orientiertes Familienunternehmen verbindet AGOFORM technische Innovationskraft mit hoher Fertigungstiefe, kundenspezifischer Entwicklungskompetenz und einem klaren Bekenntnis zu Nachhaltigkeit, Qualität und partnerschaftlicher Zusammenarbeit.
Erfahren Sie mehr unter www.agoform.de
Die Effizienz-Agentur NRW (efa) unterstützt als neutrale Institution Industrie, Handwerk und Handel bei der Entwicklung und Umsetzung ressourcenschonender und zirkulärer Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle. Damit leistet sie im Auftrag des NRW-Umweltministeriums einen entscheidenden Beitrag zur ökologischen Transformation der Wirtschaft. Mit 35 Mitarbeitenden an neun Standorten in Nordrhein-Westfalen bietet die efa individuelle und praxisnahe Beratung – schnell, unbürokratisch und lösungsorientiert. So hilft sie Unternehmen, Ressourcenverbrauch und Kosten zu senken und sich zukunftsfähig aufzustellen. Erfahren Sie mehr unter www.efa.nrw
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