Pyrolyseöle sind flüssige Produkte, die durch die thermische Umwandlung von Kunststoffabfällen und Altreifen gewonnen werden. Dadurch lassen sich auch nicht recyclingfähige Materialien in den Produktionskreislauf zurückführen, die sonst lediglich thermisch verwertet oder in Deponien entsorgt werden müssten. Neben dem Einsatz als Treibstoff werden Pyrolyseöle fossilen Rohstoffen beigemischt, aus denen eine breite Palette an Chemikalien inklusive Rohstoffen für die Kunststoffherstellung produziert werden kann.
Wenn solche recycelten Materialien in Verkehr gebracht oder weiterverarbeitet werden, greift die Chemikaliengesetzgebung der Europäischen Union. „Abhängig von der Art der Verarbeitung – einfaches Zerkleinern oder thermochemische Behandlung – können sich für betroffene Unternehmen unterschiedliche regulatorische Pflichten ergeben“, sagt Dr. Bratislav Djordjevic von der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. „Hinsichtlich der REACH-Registrierung sind vor allem Pyrolyseöle wegen ihrer Zusammensetzung besonders anspruchsvoll.“
Die bisherigen Erfahrungen bei der Begleitung von Herstellern und Importeuren haben nach Aussage von Dr. Djordjevic gezeigt, dass der Registrierungsprozess von Pyrolyseölen unter REACH ohne externe Unterstützung kaum zu bewältigen ist. Die wichtigsten Ursachen dafür sind die chemische Variabilität und Komplexität der durch Pyrolyse erzeugten Öle, die damit einhergehende aufwändige Stoffidentifikation, die komplexen Anforderungen an Teststrategien sowie die Umsetzung der Informationsanforderungen im Rahmen einer REACH-Registrierung.
TÜV SÜD hat umfangreiche Erfahrungen im Bereich der EU-Chemikalienverordnung. Die Expertinnen und Experten unterstützen Hersteller und Importeure bei der Klärung, welche regulatorischen Verpflichtungen unter der REACH-Verordnung, der CLP-Verordnung oder anderen Regelwerken bestehen und wie diese umgesetzt werden können. Weitere Informationen zu den Dienstleistungen von TÜV SÜD in diesem Bereich gibt es unter tuvsud.com/de-reach-r und tuvsud.com/de-ghs.
Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Rund 30.000 Mitarbeitende sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. tuvsud.com/de
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