TÜV SÜD erklärt, worauf bei Sonnenschirmen zu achten ist
Breaking News:
Kathmandu Nepal
Montag, Juni 22, 2026
Standort, Bauform und Größe
Für kleinere Balkone eignen sich meist kompakte Mittelstockschirme oder halbrunde Modelle mit einer Spannweite von etwa 1,5 bis 2 Metern. Je nach Balkongröße können auch Befestigungen am Geländer sinnvoll sein, um Stellfläche zu sparen. Auf Terrassen oder größeren Sitzbereichen kommen dagegen häufig Schirme mit 2 bis 3 Metern Spannweite infrage, etwa Ampel- oder Freiarmschirme. Bei ihnen sitzt der Mast seitlich, sodass die Fläche unter dem Schirm besser genutzt werden kann. Im Garten können je nach Fläche auch größere Modelle sinnvoll sein. Für besonders windanfällige Bereiche eignen sich robuste Marktschirme.
„Wichtig ist, dass der Schirm ausreichend Schatten spendet, ohne Wege oder Sitzbereiche unnötig einzuschränken“, erklärt Rosenfeld. Dazu gehört auch eine ausreichende Durchgangshöhe: Unter dem geöffneten Schirm sollte man sich bequem bewegen können, ohne dass das Öffnen, Schließen oder Neigen des Schirms erschwert wird.
Material und UV-Schutz
Ein wichtiges Kaufkriterium ist das Material des Schirmdachs, da es den UV-Schutz, die Witterungsbeständigkeit und die Farbhaltbarkeit beeinflusst. Dicht gewebte Polyester- oder Acrylstoffe können dabei besonders widerstandsfähig sein und einen besseren Schutz vor UV-Strahlung bieten. Ein ausgewiesener Schutzfaktor, etwa nach UV-Standard 801, kann als Orientierung dienen. Dunklere Stoffe können den UV-Schutz zusätzlich verbessern. Viele Bespannungen sind zudem wasserabweisend ausgerüstet, sodass sie leichtem Sommerregen kurzfristig standhalten und anschließend schnell wieder trocknen. Auch das Gestell sollte möglichst wetterfest und korrosionsbeständig ausgeführt sein, beispielsweise aus pulverbeschichtetem Aluminium oder rostgeschützten Metallkomponenten.
Langlebigkeit und Reparaturmöglichkeiten
Damit Sonnenschirme möglichst lange genutzt werden können, sollten Verbraucher bereits beim Kauf auf eine solide Verarbeitung und eine möglichst reparaturfreundliche Konstruktion achten. Sinnvoll sind Modelle, bei denen sich besonders beanspruchte Teile bei Bedarf austauschen lassen, etwa die Bespannung oder einzelne Komponenten des Gestells. Auch Pflege und Lagerung tragen zur Langlebigkeit bei. Leicht zu reinigende Bezüge erleichtern die Pflege und können helfen, Verschmutzungen oder Stockflecken vorzubeugen. Bei längerer Nichtnutzung schützen Schutzhüllen oder Abdeckhauben das Material und die Mechanik vor Witterungseinflüssen. Außerhalb der Sommersaison sollte der Schirm trocken und geschützt gelagert werden.
Stabilität und Verankerung
Da Sonnenschirme oft über längere Zeit im Freien stehen, spielt auch die Stabilität bei Wind eine wichtige Rolle. Flexible Streben aus Glasfaser oder verstärktem Aluminium können dabei helfen, Belastungen besser abzufangen und die Konstruktion widerstandsfähiger zu machen. „An windanfälligen Standorten sollte der Schirmständer ausreichend schwer sein oder fest im Boden verankert werden“, rät Rosenfeld. Verbraucher sollten dabei die Angaben des Herstellers beachten, etwa dazu, mit welchem Mindestgewicht der Ständer beladen werden muss und ab welcher Windstärke der Schirm eingeklappt werden sollte. Je größer die Spannweite des Schirms ist, desto höher sollte das Standgewicht sein beziehungsweise desto stabiler sollte die Verankerung ausfallen.
Bedienkomfort im Alltag
Neben Materialqualität und Stabilität ist auch die einfache Bedienbarkeit im Alltag wichtig. Hilfreich sind dabei Kurbelmechanismen oder Gasdrucksysteme sowie Kipp- oder Neigefunktionen, mit denen sich der Schatten leichter an den Sonnenstand anpassen lässt. „Verbraucher sollten vor dem Kauf prüfen, ob sich der Schirm leicht bedienen lässt und sicher einrastet“, empfiehlt der Experte. Bewegliche Teile sollten sauber verarbeitet sein, damit keine unnötigen Klemm- oder Quetschstellen entstehen. Das ist besonders wichtig, wenn Kinder im Haushalt leben oder den Schirmbereich mitnutzen. Leichtgängige Gelenke und stabile Verriegelungen können zudem Verschleiß im Alltag reduzieren.
Eine gute Orientierung beim Kauf bieten das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit sowie das blaue TÜV SÜD-Oktagon. Sie zeigen an, dass ein Produkt sicherheitstechnisch geprüft wurde und bestimmte Anforderungen an Verarbeitung und Produktsicherheit erfüllt.
Weitere Informationen gibt es HIER.
Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Rund 30.000 Mitarbeitende sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. tuvsud.com/de
TÜV SÜD
Westendstraße 199
80686 München
Telefon: +49 (89) 5791-0
Telefax: +49 (89) 5791-1551
http://www.tuvsud.com/de
![]()