Lagerlogistik auf die Spur gebracht: Schweizerische Südostbahn AG setzt auf SAP EWM
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Donnerstag, Juni 18, 2026
Komplexe Aufgabe: Zwei Lagerstandorte integrieren
Seit Projektstart im April 2025 reist der zertifizierte SAP-Berater zu Workshops in die Schweiz. Für Volker Stähle, Projektleiter Digitalisierung im SOB-Geschäftsbereich Transport, ist es „wichtig, dass wir einen Ansprechpartner vor Ort haben“. Ihm gefällt die „hochgradige Professionalität“, mit der insgesamt drei LOGSOL-Spezialisten bei Fortschrittskontrolle und Projektmanagement arbeiten. Die Aufgabe ist komplex, weil zwei Lagerstandorte koordiniert werden müssen. Das in SAP S/4HANA integrierte EWM soll die Güterströme des internen SOB-Kunden, Instandhaltung, zuverlässig Richtung Zukunft lenken. Dabei sind Schnittmengen zu anderen Teilprojekten zu beachten, angrenzende SAP-Module wie Qualität oder Instandhaltung mit dem EWM zu integrieren.
Von der Schraube bis zur kompletten Verkleidung sind Einzelteile eines Zuges in den SOB-Service-Zentren gelagert. „Während das Lager in Samstagern an einem Ort konzentriert ist, nimmt es in Herisau eine wesentlich größere Fläche entlang der Schiene ein“, differenziert Stähle. Unterschiedliche Arbeitsweisen sollen standardisiert werden. Carsten Gutmann findet es spannend, „Prozesse gestalten zu können“, um die Logistik zu optimieren. Künftig sollen Lageristen mit mobilen Scannern leichter ein- und auslagern sowie kommissionieren können.
Sorgfältige Anforderungsanalyse für das Prozessdesign
In der ersten Projektphase hat LOGSOL gemeinsam mit dem Kunden sämtliche Ist- und Soll-Prozesse aufgenommen. „Eine sorgfältige Anforderungsanalyse schafft die Basis, um Zielprozesse mit SAP EWM zu definieren“, betont Gutmann. Das Prozessdesign berücksichtigt unter anderem Wareneingang, interne Transporte, Reparatur, Drittkundengeschäft. „Wir profitieren davon, dass die Experten Erfahrung von anderen Projekten mitbringen“, findet Stähle. Die technische Unterstützung bei Konfiguration und Customizing sei ein Mehrwert.
Ende Juni 2025 erreichte das Team mit dem Konzept über die zukünftigen physischen sowie systemseitigen Prozesse in SAP EWM einen Meilenstein. „Wir befinden uns jetzt in der Realisierungsphase“, sagt Gutmann. In der anschließenden Schulung werden die Mitarbeitenden vor Ort eingebunden, bevor eine Testphase folgt, um dann im ersten Halbjahr 2026 „Richtung Go-live zu gehen“. Bis dahin wird LOGSOL das Change-Management begleiten.
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