Gemeinsam digital: Hochschule Worms stärkt Teilhabe älterer Menschen Die geteilte Schwerpunktprofessur „Forschung“ im Fachbereich Informatik setzt auf Citizen Science und generationenübergreifendes Lernen

 

Citizen Science für digitale Teilhabe

Ob Terminbuchung, Online-Banking, Kommunikation mit Familie und Freunden oder digitale Verwaltungsangebote: Viele Bereiche des Alltags verlagern sich zunehmend ins Digitale. Für Menschen über 65 eröffnet das neue Möglichkeiten, kann aber auch Unsicherheit, Überforderung oder Ausschluss bedeuten. Genau hier setzt das Forschungsprojekt „Digital Life in der Post-Work-Phase“ an.

Im Mittelpunkt stehen ältere Menschen und ihre Erfahrungen mit digitalen Technologien. Sie werden nicht nur befragt, sondern aktiv in den Forschungsprozess einbezogen – etwa durch Workshops, gemeinsame Ideensammlungen und die Erprobung alltagsnaher Lösungen. Dieser Citizen-Science-Ansatz macht Senior:innen zu Mitgestaltenden des Projekts und sorgt dafür, dass die Ergebnisse nah an ihren tatsächlichen Bedürfnissen entstehen.

Besonderes Augenmerk gilt psychologischen Hürden wie der Angst, etwas falsch zu machen. Daraus sollen Lernangebote entstehen, die verständlich, niedrigschwellig und motivierend sind. Anknüpfungspunkte gibt es bereits durch Formate wie den „Miteinander-Montag“ des Fachbereichs Informatik, bei dem Senior:innen und Studierende an der Hochschule Worms zu digitalen Fragen in den Austausch kommen.

Ein Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines skalierbaren Schulungskonzepts. Studierende, Kommunen und Pflegeinstitutionen sollen dabei ebenso eingebunden werden wie ältere Menschen selbst. So entsteht ein generationenübergreifender Lernansatz, der digitale Kompetenzen stärkt und langfristig auch auf andere Regionen übertragbar sein kann.

„Unser Ziel ist es, digitale Teilhabe nicht nur wissenschaftlich zu untersuchen, sondern gemeinsam mit älteren Menschen konkrete, alltagsnahe Unterstützungsangebote zu entwickeln“, so Prof. Dr. Marie-Luise Sessler und Prof. Dr. Paul Langer.

Gefördert wird diese zukunftsweisende Schwerpunktprofessur vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie dem Land Rheinland-Pfalz im Rahmen des „FH-Personal“-Projekts „Prof.In Worms“.

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