Autoreinigung: Haushaltsreiniger können großen Schaden anrichten

Haushaltsreiniger haben in der Fahrzeugpflege nichts zu suchen. Sie können sogar mehr Schaden als Nutzen anrichten, so der Reinigungsexperte Hartmut Hauber, Leiter der Anwendungstechnik beim Pflege-Spezialisten Dr. Wack im Gespräch mit auto motor und sport. „Die Materialien in modernen Fahrzeug-Innenräumen sind zum Teil sehr empfindlich. Wer mit ungeeigneten Reinigungs- und Pflegeprodukten hantiert, riskiert bleibende Schäden“, so Hauber. Allerdings sollte man nicht nur auf die Reinigungsmittel achten, sondern auch auf die Tücher. „Bei Klavierlack und Displays können ungeeignete Tücher die empfindliche Oberfläche zerkratzen.“ Gut geeignet sind saubere, weiche Mikrofasertücher. Empfindliche Klavierlackoberflächen sollte man nur mit einem separaten, weichen und absolut sauberen Tuch wischen, bei Bedarf minimal anfeuchten und ohne Druck arbeiten. Dann trocken auspolieren. Die Reinigungsmittel wie Cockpitreiniger oder Oberflächenreiniger sollte man übrigens nicht auf die Flächen, sondern auf das Wischtuch auftragen.

Wer mit dem Reinigungsergebnis nicht zufrieden ist, hat wahrscheinlich zu lange mit dem selben Tuch gearbeitet. Laut Hauber „wird das Tuch beim Wischen zu selten gewendet oder schlicht zu spät gewechselt. Wer zu große Flächen mit einem gesättigten Lappen bearbeitet, schmiert den Schmutz nur hin und her“, so der Reinigungsexperte. Damit es auf den Oberflächen nicht nur sauber, sondern auch streifenfrei glänzt, muss man die Reinigungsmittel vollständig mit einem sauberen Tuch wieder abtragen. Ähnlich ist das auch bei den Polsteroberflächen. „Wenn Sie zum Beispiel mit Schaum arbeiten, sollten Sie mit einem feuchten Mikrofasertuch so lange nacharbeiten, bis absolut keine Schaumbildung mehr erkennbar ist“, so Hauber. „Produktrückstände, die im Gewebe bleiben, werden nach dem Trocknen als Flecken sichtbar oder bilden klebrige Ränder, die wieder neuen Schmutz anziehen.“

Wie man einen Innenraum richtig reinigt, erklärt auto motor und sport auf vier Seiten in der neuen Ausgabe 13, die wir Ihnen für die Berichterstattung gerne zusenden.

Redakteur: Sandro Vitale

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