Robotik „Made in Osnabrück“: Studierende gründen Verein Osnabotics

Studierende der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück haben den gemeinnützigen Verein „Osnabotics“ gegründet. Der neue, institutionenübergreifende Zusammenschluss vernetzt seit diesem Jahr Studierende, Alumni, Forschende und Praxispartner*innen im Bereich Robotik. Ziel des Vereins ist es, gemeinsame Entwicklungsprojekte zu organisieren, die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben zu koordinieren sowie den fachlichen Austausch in der Region dauerhaft zu strukturieren. Hervorgegangen ist Osnabotics aus dem gemeinsamen Field-Robot-Team beider Hochschulen, das 2025 beim International Field Robot Event (FRE) in Italien den Weltmeistertitel gewann.

„Mit Osnabotics schaffen wir ein dauerhaftes Zuhause für Robotik-Begeisterte in Osnabrück. Wir wollen Wissen bündeln, neue Projekte ermöglichen und Menschen zusammenbringen, die Robotik aktiv gestalten möchten“, sagt Dr. Alexander Mock, 1. Vorsitzender des Vereins.

Wurzeln im Field-Robot-Team

Die Ursprünge reichen mehr als zwei Jahrzehnte zurück: In einer Arbeitsgruppe an der Hochschule Osnabrück bildete sich eine studentische Initiative, die regelmäßig am International Field Robot Event teilnahm – einem Wettbewerb, bei dem autonome Roboter landwirtschaftliche Aufgaben ohne menschliches Eingreifen bewältigen. Parallel engagierte sich an der Universität Osnabrück eine Gruppe in weiteren Robotik-Wettbewerben.

Ab 2019 arbeiteten die Teams zunehmend enger zusammen und traten schließlich gemeinsam als hochschulübergreifendes Field-Robot-Team an. Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2025 entstand der Entschluss, die Zusammenarbeit in einem eigenständigen Verein zu verstetigen.

Praxisorientierte Robotik – von Agrar bis Highspeed

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit liegt weiterhin in der Agrarrobotik. Die Arbeitsgruppe „Feldrobotik“ trifft sich regelmäßig im Agro-Technicum der Hochschule Osnabrück, einer Forschungsinfrastruktur mit Labor-, Hallen- und direkt angrenzenden Outdoor-Versuchsflächen, in der Agrartechnologien unter realen Bedingungen entwickelt und getestet werden. Dort entwickeln die Mitglieder autonome Systeme für reale Einsatzbedingungen auf dem Feld. Erfahrene Teammitglieder arbeiten dabei eng mit Studierenden aus den Anfangssemestern zusammen, die praktische Erfahrungen ergänzend zu ihrem Studium sammeln möchten.

Zusätzlich entwickelt die Arbeitsgruppe „Autonomous Racing“ einen Prototyp für einen selbstfahrenden Rennwagen. Das interdisziplinäre Team arbeitet dazu mit dem Ignition Racing Team (IRTe) zusammen. Das IRTe ist ein studentisches Rennteam der Universität und Hochschule Osnabrück, dass mit einem selbst gebauten Rennwagen an der Formula Student teilnimmt. Ziel ist die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Fahrzeugs für die Formula-Student-Saison 2027.

Vernetzung als zentrales Anliegen

Neben der Projektarbeit setzt der Verein auf institutionenübergreifenden Austausch durch gemeinsame Projekte, regelmäßige Workshops sowie Formate zum fachlichen Austausch. „Wir möchten nicht nur die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben koordinieren, sondern auch unsere Kompetenzen teilen, eine gemeinsame Infrastruktur aufbauen und Doppelentwicklungen vermeiden“, sagen Simon Balzer und Jannik Jose, Vorstandsmitglieder von Osnabotics.

Unterstützt wird Osnabotics dabei durch einen Beirat mit fachlicher Expertise: Prof. Dr.-Ing. Christian Meltebrink (Hochschule Osnabrück) sowie Prof. Dr.-Ing. Mario Porrmann (Universität Osnabrück) begleiten die Arbeit beratend.

Weitere Informationen

Osnabotics e.V.
Web: www.osnabotics.org
Telefon: +49 541 91193500
E-Mail: info@osnabotics.org

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