Ein Abend der Gemeinschaft- Fastenbrechen im Reinickendorfer Rollbergekiez

Ein Abend voller Begegnungen, Düfte und Gemeinschaft: Im Rollbergekiez wurde zum ersten Mal gemeinsam das Fastenbrechen im Ramadan gefeiert. Das Stadtteilzentrum Rollberge lud Nachbarinnen und Nachbarn ins Streethouse ein – und die Resonanz zeigte, wie stark der Wunsch nach Austausch und Zusammenhalt im Kiez ist.

Ein Zeichen für Gemeinschaft im Rollbergekiez

In diesem Jahr wurde ein besonderes Zeichen gesetzt: Zum ersten Mal hatte das Stadtteilzentrum Rollberge mit Akteur*innen aus dem Rollbergekiez die Nachbarschaft ins Streethouse in der Schluchseestraße zum gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan eingeladen. Die Resonanz war groß: Nach nur einem Tag waren die Plätze mit Voranmeldung vergeben und das große Interesse zeigte, wie stark das Bedürfnis nach Begegnung und Austausch ist.

Kulinarische Vielfalt und fröhliche Begegnungen

Traditionell nach Sonnenuntergang füllten sich die Tische mit dampfender Suppe, duftenden Reisgerichten, frischem Fladenbrot und süßen Nachspeisen. Die Vielfalt der Speisen spiegelte die kulturelle Vielfalt der Menschen wider, die an diesem Abend zusammenkamen. Kinder liefen lachend zwischen den Tischen umher, während Erwachsene miteinander ins Gespräch kamen. Fremde wurden zu Bekannten, Bekannte zu Freundinnen und Freunden.

Die Bedeutung des Fastenbrechens im Ramadan

Das tägliche Fastenbrechen – „Iftar“ genannt – markiert im Ramadan einen besonderen Moment. Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang verzichten erwachsene Musliminnen und Muslime auf Essen und Trinken. Das Fasten ist eine der fünf Säulen des Islams und dient der inneren Einkehr, der Disziplin und der Besinnung. Doch an diesem Abend stand vor allem das Miteinander im Mittelpunkt.

Das Fastenbrechen bedeutet für mich mehr als nur wieder zu essen“, sagte eine Besucherin. „Es ist der Moment, in dem wir als Familie und als Gemeinschaft zusammenkommen und dankbar sind für das, was wir haben.

Ein anderer Gast ergänzte: „Gerade hier im Kiez zeigt das Iftar, dass wir trotz unterschiedlicher Hintergründe zusammengehören. Dieses gemeinsame Essen verbindet uns.

Spiritualität und Respekt im Streethouse

Auch an die spirituelle Dimension wurde gedacht: Ein ruhiger Raum stand für das Gebet zur Verfügung. Damit wurde Raum für persönliche Einkehr geschaffen – und zugleich ein sichtbares Zeichen für Respekt und Offenheit gesetzt.

Ramadan als Zeit des Zusammenhalts

Der Ramadan trägt den Geist von Familie und sozialem Zusammenhalt in sich. Ähnlich wie die Adventszeit vor Weihnachten ist er geprägt von Vorbereitungen, Dekorationen, gemeinsamen Aktivitäten mit Kindern und Treffen mit Verwandten und Freund*innen. Er endet mit dem sogenannten Zuckerfest, dem Fest des Fastenbrechens, an dem drei Tage lang gefeiert wird.

An diesem Abend im Rollbergekiez war dieser Geist besonders spürbar: Solidarität, gegenseitige Unterstützung und das Gefühl, Teil einer vielfältigen Gemeinschaft zu sein.

 

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